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Öffentlicher Anzeiger - Stadt Püttlingen
Ausgabe 16/2026
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Intelligentes Strommanagement kann bis zu 50 % Kosten sparen

Im gut besuchten Vortrag des Kulturforums Köllertal informierte der Referent Markus Jolly Ende März über intelligente Strommanagement-Systeme, auch in Kombination mit Wärmepumpen im Kulturbahnhof. „Ab 2027 wird der CO₂-Preis durch den europäischen Emissionshandel marktabhängig. Dies wird voraussichtlich zu einem deutlichen Preisanstieg führen“, eröffnete der Referent aus Saarbrücken seinen Vortrag. Aktuell liegt der CO₂-Preis bei 55-65 Euro pro Tonne. Die Prognosen für 2027 lassen eine Steigerung von bis zu 200 Euro pro Tonne erwarten. „Niemand rechnet aktuell mit sinkenden Energiekosten in den nächsten Jahren“, stellte Jolly fest. Für unsanierte Einfamilienhäuser kann die Steigerung des CO₂-Preises Mehrkosten von über tausend Euro pro Jahr verursachen. Daher ist es wichtig, für das eigene Haus das beste Optimierungskonzept zu finden. Nicht nur der Blick auf die Investitionskosten, sondern eher eine Gesamtkostenbetrachtung für die nächsten 15 bis 20 Jahre ist sinnvoll. „Die billigste Lösung ist meist nicht das beste Optimierungskonzept für das eigene Gebäude“, fasste Jolly seine langjährige Erfahrung zusammen.

Gesamtkosten über die Laufzeit beachten

„Aktuelle Studien des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme zeigen, dass das effizienteste System die Kombination von Wärmepumpe, PVT-Hybridkollektoren und Erdsonden ist“, erläuterte Jolly. Bei PVT-Hybridkollektoren handelt es sich um handelsübliche PV-Module, die durch einen Absorber auf der Rückseite thermisch aktiviert werden. Dadurch können sie auch als Wärmequelle für Wärmepumpen-Systeme genutzt werden. Diese neuen PVT-Systeme können einfach hinter Bestands-PV-Anlagen angebracht werden. Dadurch wird auch die thermische Nutzung bestehender PV-Anlagen für Wärmepumpen ermöglicht. „Der Absorber wiegt ca. 15 Kilogramm pro Quadratmeter, was für übliche Dächer als zusätzliche Belastung kein Problem ist“, informierte der Referent. Die Anzahl der notwendigen thermisch aktivierten Module richtet sich nach der Größe der Wärmepumpe. Für eine Wärmepumpe mit einer Leistung von 10 Kilowatt sind ca. 20 thermische Absorber notwendig.

Intelligente Stromsysteme auf Grundlage von Batteriespeichern

In Kombination mit Wärmepumpen macht der Einsatz von Batteriespeichern im Sinne der Sektorkopplung besonders viel Sinn – sofern diese intelligent gesteuert werden und auch mit dem Stromnetz verbunden sind. „Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass Batteriespeicher, die nur mit einer PV-Anlage verbunden sind, bis zu 100 Tage im Jahr quasi arbeitslos bzw. wirkungslos sind. Mittels KI-gesteuerter Batteriespeicher, die mit dem Stromnetz interagieren, können bis zu 50 % der Kosten eingespart werden“, fasste der Geschäftsführer der eVERA energy GmbH zusammen.