Die Amphibienwanderung begann in diesem Jahr „explosionsartig“ am Freitag, den 20. Februar. Dabei war der Schutzzaun am Wildpark Völklingen gerade fertig geworden, und am Samstag, den 21. Februar, konnten bereits die ersten 10 Frösche transportiert werden. Probleme gab es auf der Ritterstraße, wo in der verlängerten Von-der-Heydt-Str. erst am Montag, 23.2., mit dem Zaunaufbau durch die Stadt Püttlingen begonnen wurde. Erst am 24.2. konnten die ersten 6 Kröten transportiert werden. Zudem zeigte sich, dass der Zaun nicht komplett aufgebaut werden konnte, da es an Stützpfählen mangelte. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Anzahl der geretteten Amphibien hier stark zurückging, denn insgesamt wurden hier nur 1187 Amphibien (997 Kröten, 151 Frösche, 39 Molche) über die stark befahrene Straße transportiert. Im Vorjahr waren es noch 2020 Tiere. Am Völklinger Wildpark hat die Zahl der transportierten Lurche hingegen zugenommen: Es waren jetzt 266 Lurche (200 Frösche, 30 Kröten, 36 Molche). In 2025 waren es hier 112 Amphibien. Insgesamt wurden also 1453 Amphibien vom NABU Köllertal über die stark befahrenen Straßen zu ihren Laichgewässern transportiert.
Inzwischen sind die Schutzzäune wieder abgebaut: Auf der Ritterstraße tat dies die Stadt Saarbrücken, diese wird in 2027 den Zaun wieder aufbauen. Bürgermeisterin Barbara Meyer, die sich persönlich vor Ort informierte, versprach, dass in 2027 Mitte Februar der Schutzzaun mit genügend Haltepfählen aufgebaut sei. Erfreulich ist, dass die Zahl der Helfer/innen weiter konstant bleibt, diesmal waren es wieder über 30 Helfer/innen, die an den einzelnen Tagen die eingegrabenen Eimer überprüften und die darin gefangenen Tiere zum Laichgewässer transportierten. Koordiniert und dokumentiert wurde das Projekt von Michael Schäfer.