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Öffentlicher Anzeiger - Stadt Püttlingen
Ausgabe 33/2026
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Zukunftsprojekt „Klimagarten Köllertal“: Umgestaltung des Stadtparks in der Ausführung

Die umfassende, klimagerechte Modernisierung des Stadtparks Püttlingen im Rahmen des Projekts „Klimagarten Köllertal“ ist weit vorangeschritten. Nach intensiver Planungsphase befinden sich die Baumaßnahmen zur Anpassung der urbanen Grünanlage an den Klimawandel mitten in der praktischen Umsetzung. Ziel des Großprojekts ist es, die Qualität der Naherholung spürbar zu steigern, kühle Aufenthaltsräume zu schaffen und den Hochwasserschutz nachhaltig zu verbessern.

Investition in die Lebensqualität und Klimaanpassung

Die Gesamtkosten für das zukunftsweisende Projekt im Köllertal belaufen sich auf rund 2,88 Millionen Euro. Dank der hohen Relevanz für Umwelt und den Klimaschutz wird die Maßnahme zu 90 Prozent durch das Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“ über das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung bezuschusst. Die Fertigstellung der Parkanlage ist für Ende 2026 vorgesehen. Aufgrund anhaltend ungünstiger Witterungsverhältnisse in den vergangenen Monaten sind witterungsbedingte Verzögerungen bis in das Frühjahr 2027 jedoch nicht gänzlich auszuschließen.

Erste Meilensteine bereits erreicht: Neue Sport- und Freizeitflächen

Ein wichtiger Teilbereich des Projekts konnte bereits erfolgreich abgeschlossen werden: Die in die Jahre gekommenen Sportfelder wurden komplett modernisiert. Das alte Basketballfeld präsentiert sich nun als moderne Multifunktionsfläche. Auf dem ehemaligen Multifunktionsfeld stehen den Bürgerinnen und Bürgern künftig eine Tischtennisplatte sowie ein moderner Teqballtisch zur Verfügung. Diese Freizeitmaßnahme schlägt mit rund 300.000 Euro zu Buche und wurde im Zuge des Wettbewerbs „Mehrgenerationenspielplätze im Olympia-Jahr 2024“ ebenfalls zu 90 Prozent durch das saarländische Ministerium des Inneren, Bauen und Sport gefördert. Da sich die Maßnahmen im Baubereich befinden, kann aus Sicherheitsgründen leider noch keine offizielle Freigabe zur Nutzung erfolgen.

Ministerpräsidentin Anke Rehlinger besucht Multifunktionsfeld im Rahmen ihrer Sommertour

Ein besonderer Höhepunkt war der Besuch der Ministerpräsidentin Anke Rehlinger im Rahmen ihrer Sommertour am 04. August. Gemeinsam mit Bürgermeisterin Denise Klein, dem Landtagsabgeordneten Pascal Arweiler, Rainer Stein vom Fachbereich Planen und Umwelt sowie weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt verschaffte sie sich vor Ort einen Eindruck von der aktuell noch im Bau befindlichen Multifunktionsfläche und dem angrenzenden Klimagarten. Begleitet wurde der Rundgang außerdem von Kindern der DJK Püttlingen und ihren Familien. Im Austausch mit den Verantwortlichen informierte sich die Ministerpräsidentin über den aktuellen Stand des Projekts und die Bedeutung der neuen Fläche für Klimaanpassung und eine nachhaltige Stadtentwicklung.

Mehr Erleben am Wasser, besserer Hochwasserschutz und neue Spielbereiche

Die laufenden Arbeiten konzentrieren sich auf eine tiefgreifende ökologische und funktionale Aufwertung des Areals:

  • Attraktiver Generationenspielplatz: Im Park entsteht ein robuster, barrierefreier und überschwemmungsresilienter Spielbereich für alle Altersgruppen. Für die jüngsten Besucher wird ein eigener Kleinkindspielbereich inklusive eines Hüttendorfs errichtet.
  • Erlebnisraum Wasser & Hochwasserschutz: Durch den Rückbau des südlichen Bahndammfragments gewinnt der Park wertvolle Flächen zurück. Der Köllerbach wird aufgeweitet und erhält Flachwasserzonen an der „Vogelinsel“ sowie eine neue Flutmulde mit Sitzstufen. Ein technisch aufwendiger Hochwasserschutzdamm ersetzt künftig den alten Bahndamm und verbessert den Schutz der Anwohner in der Bahnhofstraße signifikant.
  • Klimaresiliente Begrünung: Die Platzanlage „Burg Püttlingen“ wird durch gezielte Bepflanzung mit klimaresistenten Arten aufgewertet. Dies kommt neben den Parkbesuchern auch dem künftig angrenzenden Sozialen Zentrum zugute.
  • Engere Verzahnung mit der Innenstadt: Das verbliebene Bahndammrelikt am Rathaus wird geöffnet. Dadurch entsteht ein neuer, begrünter Platz als direktes Scharnier zum Kardinal-Maurer-Platz. Diese Öffnung verbessert zeitgleich die Durchlüftung der Innenstadt und reduziert urbane Hitze.

Bürgermeisterin wirbt um Verständnis für Einschränkungen

„Ich bin fest davon überzeugt, dass die Attraktivität und die Aufenthaltsqualität unseres Stadtparks durch diese umfassenden Klimaanpassungsmaßnahmen für alle Generationen massiv steigen wird“, erklärt Bürgermeisterin Denise Klein.

Da aus Sicherheitsgründen während der verbleibenden Bauphase wechselnde Bereiche des Parks abgesperrt werden müssen und Beeinträchtigungen durch Lärm oder Staub unvermeidbar sind, bittet die Stadtverwaltung alle Bürgerinnen und Bürger weiterhin um Verständnis.