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Öffentlicher Anzeiger - Stadt Püttlingen
Ausgabe 38/2026
Amtliche Bekanntmachungen
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Kommunale Wärmeplanung für die Stadt Püttlingen hat begonnen

Der Prozess der kommunalen Wärmeplanung (KWP) ist in Püttlingen gestartet. Die Stadt hat für die Planerstellung, die laut Wärmeplanungsgesetz (WPG) bis zum 30.06.2028 vorliegen muss, ein fachkundiges Planungsunternehmen beauftragt: Greenventory GmbH aus Freiburg im Breisgau wird gemeinsam mit der energis GmbH während der kommenden Monate den ersten Wärmeplan für die Stadt Püttlingen erstellen.

Im Rahmen der KWP wird eine Strategie für die Wärmewende entwickelt, deren übergeordnetes Ziel eine klimaneutrale Versorgung bis 2045 ist. In die Erarbeitung dieser Strategie werden für die Energieversorgung relevante Akteure sowie, sobald Ergebnisse vorliegen, auch die Bürgerschaft eingebunden. Der Wärmeplan ist ein strategisches Konzept, welches rechtlich nicht bindend ist. Das Konzept soll u.a. Bürgerinnen und Bürgern als Orientierungshilfe für Entscheidungen bezüglich umweltfreundlicher Heizmöglichkeiten dienen.

Der Prozess beinhaltet ein mehrstufiges Vorgehen: In einer Bestandsanalyse wird zunächst der Ist-Zustand der Wärmeversorgung in Püttlingen ermittelt. Anschließend werden in der Potenzialanalyse lokale klimaneutrale Wärmequellen untersucht sowie das Reduktionspotenzial durch Einsparung und mehr Effizienz bestimmt. Auf Grundlage dieser Ergebnisse wird in einem Zielszenario ermittelt, welche Technologien zur erneuerbaren Wärmeversorgung zukünftig eingesetzt werden könnten. In einem Maßnahmenkatalog werden Maßnahmen definiert, die zur schrittweisen Erreichung des Zielszenarios und der Dekarbonisierung der Wärmeversorgung beitragen. Die Lösungen und Maßnahmen sind nicht verpflichtend.

Der erste Planungsschritt, die Eignungsprüfung, ist bereits erfolgt. Dabei wurde untersucht, ob Teilgebiete der Stadt von der näheren Betrachtung ausgeschlossen werden können. Die Wärmeplanung kann verkürzt werden, wenn bereits ohne Datenerhebung davon ausgegangen werden kann, dass Wärme- oder Wasserstoffnetze nicht realisiert werden könnten. Aufgrund der bestehenden Gasversorgung und gesteigerten Wärmebedarfsdichte in den Ortskernen hat sich die Stadt dazu entschlossen, das gesamte Stadtgebiet gemäß dem regulären Verfahren nach WPG zu untersuchen.

Im Anschluss an die Ersterstellung werden ggf. weitere Untersuchungen erforderlich, um die im Rahmen der Wärmeplanung aufgezeigten Möglichkeiten auf den Weg in die Umsetzung zu bringen bzw. die Umsetzbarkeit genauer zu prüfen. Zudem ist der Wärmeplan laut WPG alle fünf Jahre fortzuschreiben.

Weitere Informationen rund um die KWP gibt es z.B. hier: FAQ des Wirtschaftsministeriums https://www.saarland.de/SharedDocs/Downloads/DE/mwide/energie/dld_faq_kwp_buerger.pdf?__blob=publicationFile&v=7