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Öffentlicher Anzeiger - Stadt Püttlingen
Ausgabe 4/2024
Bei uns Daheim Püttlingen
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Der Marabu Fridolin freute sich über den Besuch der „Schulis“

Drei Gruppen zukünftiger Schulkinder (Schulis) der Kita Am Schlösschen haben die Katholische-Öffentliche Bücherei (KÖB) in der Kardinal-Mauer-Straße besucht.

Warm verpackt machten sich an drei verschiedenen Tagen je eine Gruppe von zukünftigen Schulkindern von der Kita Am Schlösschen auf den Weg in die KÖB in der Kardinal-Maurer-Straße, um diese Einrichtung kennenzulernen. Dort wurden sie vom weisen Marabu Fridolin, dem Herrn über die Bücher, schon ungeduldig erwartet. Dass die Bücherei allen offensteht und die Ausleihe, nachdem man sich angemeldet hat, kostenlos ist, überraschte die zukünftigen Leser dann doch. Für die erste Gruppe hatte Fridolin „Die Eroberung der Villa Herbstgold“ ausgesucht. Dabei handelt es sich um die Geschichte einer Kita, die im Rahmen ihrer Projektwoche „Märchen“ die Geschichte von Hänsel und Gretel in der Villa Herbstgold aufführen will. Bevor es zur Aufführung kommt, erobern die Kinder die Senioreneinrichtung und machen die Bekanntschaft einiger Bewohner. Da ist zunächst einmal Leslies Opa, der zuerst sein Holzbein anschnallen muss, bevor er die Kinder durch die Einrichtung führt. Die Feenoma mit ihren langen silbernen Haaren putzt ihre Zähne, indem sie sie aus dem Mund nimmt. Die Schulis erzählten von eigenen Erfahrungen mit Omas und Opas. Mit dem Lied von Hänsel und Gretel und einem Stück Lebkuchen verabschiedete Fridolin die Kinder. Der zweiten Gruppe präsentierte Fridolin „Borst vom Forst“. In dieser Geschichte findet der kleine Frischling Borst etwas im Forst, was dort nicht hingehört. Nachdem er endlich herausgefunden hat, dass das große Schneckenhaus ins Meer gehört, will er es nach „Gegenteil“ zurückbringen. Am Meer trifft er auf die Robbe Merilyn, die eine Eichel gefunden hat, die sich auch nach „Gegenteil“ sehnt und zurück in den Wald will. Die wunderbare Sprache mit den vielen Reimwörtern regte auch die Kinder zum Reimen an und sie suchten Wortpaare, die das Gegenteil ausdrücken. Dass man auch mit Sprache wunderbar spielen kann, ergab sich so nebenbei fast von selbst. Der dritten Gruppe zeigte Fridolin mit Hilfe des Kamishibai (des japanischen Papiertheaters) die Geschichte von „Frederick“ der besonderen Maus, die nicht wie die anderen Mäuse Weizenkörner, Hafer-, Roggen-, Maiskörner und Nüsse sammelt, um Vorräte für den bevorstehenden Winter anzulegen. Frederick sitzt nur da und sagt, er sammle Sonnenstrahlen, Farben und Wörter für die kalte Winterzeit. Erst als der Winter andauert, die Vorräte an Nüssen und Körnern langsam aufgebraucht sind, kann Frederick seine gesammelten Schätze auspacken in Form von Gedichten zu den verschiedenen Jahreszeiten. Die anderen Mäuse sind ganz entzückt, bewundern ihn für seine Fähigkeiten und vergessen darüber den Hunger und die Kälte. Alle drei Gruppen konnten im Rahmen ihres Besuches weitere Bücher aus dem großen Angebot anschauen, bevor sie sich durch das dichte Schneetreiben wieder zu ihrer Kita aufbrachen.