Wanderer mit Hund am 17. Bannstein auf dem Steinhübel | KI generiert
Am 27.09.2026 wanderte eine Gruppe Interessierter entlang der Etzenhofer, Sellerbacher, Güchenbacher und Überhofer Banngrenzen und anschließend zurück zur Kelter. Im Jahr 1757 wurde die Grenze um die Etzenhofer Gemarkung von Feldmesser Johann Deisinger vermessen und mit 30 Grenzsteinen (sogenannten Bannsteinen) versehen. Begangen wurde der Bannbereich, in dem die Grenzsteine Nr. 2, 5 und 17 heute noch vorhanden sind. Die Grenzsteine tragen leider keine Markierung und keine laufende Nummer. Die Steine waren damals 30 cm breit, 30 cm tief und bis zu 70 cm hoch und wurden von einem Steinmetz aus grauem Sandstein gemeißelt. Früher verzehrten die Etzenhofer mit ihren Nachbarn nach einer Bannbegehung zwei Kannen Wein, um ihre Zufriedenheit mit der neu vereinbarten Grenzlinie zu demonstrieren und zum Ausdruck zu bringen, dass man sich noch lange an die Grenzvereinbarung erinnern solle. Heute spendierte der Wanderführer Thomas Besse weiße und rote Tafeltrauben aus seinem Garten und reichte dazu einen „Nuller“-Wein. Zudem wurden Freiexemplare der Broschüre „Mess- und Bannbuch des Dorfes Etzenhofen von 1757–1759“ sowie die neue Etzenhofer und Überhofer Postkarte verteilt. Alle drei Publikationen können auch im Buchhandel erworben werden.