VIG-Vorstandsmitglied Stephan Lehberger erklärt Marco Wunn und Jonas Jacob von der Holzer Geschichtswerkstatt Exponate der Riegelsberger Heimatstube.
Mit großem Interesse hat der Verein für Industriekultur und Geschichte Köllertal e. V. (VIG) von der Gründung der Holzer Geschichtswerkstatt Ende 2025 gehört und deren Vertreter spontan zu einer Führung durch die Riegelsberger Heimatstube eingeladen. Kürzlich war es dann soweit. Die beiden Vorstandsmitglieder Rainer Feld und Stephan Lehberger stellten den Interessierten aus Holz die Exponate der Heimatstube vor. „Dabei spielte der Bergbau eine zentrale Rolle, war er doch in Holz ebenso wie in Riegelsberg der Motor der Entwicklung ab der Mitte des 19. Jahrhunderts“, erklärte Stephan Lehberger. „Für Riegelsberg waren es die Gruben Lampennest und Von der Heydt, für Holz die Gruben Camphausen und Göttelborn sowie das Kraftwerk Weiher, die vielen Arbeitern ab 1850 bis ins Jahr 2000 Broterwerb gaben, letztgenanntes wird sogar immer noch für die Netzreserve bereitgehalten.
Viel beachtet wurden die Ausstellungsstücke, die das Arbeiten im Haushalt und in der Werkstatt ohne Elektrizität zeigten: Bohrmaschinen und Rührgeräte mit Handkurbel, „Wäscheschleuder“ mit einem Stampfer und eine „Waschmaschine“ mit Zinkwanne und Waschbrett. „Durch unsere umfangreiche Bücher- und Schriftensammlung, die Zeugnis über die Geschichte des Köllertals gibt, können wir die Arbeit der Geschichtswerkstatt Holz unterstützen“, freut sich Rainer Feld über eine künftige Zusammenarbeit. Interessant waren an diesem Nachmittag auch Erinnerungen eines älteren Teilnehmers, der als Jugendlicher von Holz durch die Fröhn mit dem Fahrrad ins „Buchschacher Bad“ fuhr. Heute kaum vorstellbar, dass Jugendliche diese Strapazen auf sich nehmen, um ein paar Stunden Freizeit in einem Schwimmbad zu verbringen. Bei einer Tasse Kaffee und dem von Vereinsmitglied Elke Berthelmann gebackenen Kuchen klang der Nachmittag mit anregenden Gesprächen aus.