Im Zuge der Erstellung eines integralen Hochwasserschutzkonzeptes (iHWSK) für die Wipfra und ihr Einzugsgebiet finden bis voraussichtlich März 2026 umfangreiche Vermessungsarbeiten (insbesondere Querprofile, Bauwerksdokumentation und relevante Uferstrukturen) entlang des Gewässers statt.
Damit ein wirksamer Hochwasserschutz für die Ortsteile entlang der Wipfra entstehen kann, ist es notwendig, dass das beauftragte Vermessungsteam der Geo Ingenieurservice Süd GmbH & Co. KG auch Privatgrundstücke betreten darf. Die Stadt Arnstadt bittet daher alle Anrainerinnen und Anrainer sowie Eigentümerinnen und Eigentümer eindringlich, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Zugang zu den betroffenen Flächen zu gewähren - auch im eigenen Interesse, da die exakte Datenerhebung Grundlage für wirksame Schutzmaßnahmen ist.
Die Wipfra, ein rund 40 Kilometer langes Gewässer zweiter Ordnung, durchfließt im Ilm-Kreis Flächen der Städte Ilmenau, Stadtilm und Arnstadt sowie die Verwaltungsgemeinschaft Riechheimer Berg und die Gemeinde Amt Wachsenburg. Im Auftrag der anliegenden Kommunen und unter Federführung der Stadt Arnstadt soll für das gesamte Einzugsgebiet ein iHWSK nach den Vorgaben des Thüringer Leitfadens zur Erstellung integraler Hochwasserschutzkonzepte erstellt werden. Mit der Konzepterstellung wurde die Fichtner Water & Transportation GmbH aus Erfurt beauftragt.
Im Zentrum des Konzeptes stehen die Analyse bestehender Hochwassergefahren der Wipfra sowie möglicher Schutzmaßnahmen. Zusätzlich werden Überflutungsrisiken aus Nebengewässern, Starkregen, wild abfließendem Wasser von Außengebietsflächen und Grundhochwasser betrachtet.
Für eine fundierte Auswertung bittet die Stadt Arnstadt zudem alle Bürgerinnen und Bürger in den betroffenen Ortsteilen um Unterstützung: Gesucht werden Fotos, Videos und Informationen zu früheren Hochwasser- und Starkregenereignissen im Bereich der Wipfra und ihrer Nebengewässer, insbesondere in: Branchewinda, Dannheim, Ettischleben, Görbitzhausen, Hausen, Kettmannshausen, Marlishausen, Neuroda, Reinsfeld, Roda, Schmerfeld und Wipfra.
Besonders hilfreich sind Aufnahmen mit Datum, Ort und - wenn möglich - Uhrzeit. Auch digitales Bildmaterial mit GPS-Daten ist willkommen. Einsendung des digitalen Materials bitte an: ihwsk-wipfra@stadtverwaltung.arnstadt.de
Für Rückfragen und weitere Informationen wenden Sie sich gern an:
Stadtverwaltung Arnstadt
Amt für Stadtentwicklung und Umwelt
Abteilung Umwelt, Gewässer und Hochwasserschutz
Telefon: 03628 745739