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Amtsblatt der Stadt Bad Salzungen
Ausgabe 2/2026
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Bauprojekte der Stadt Bad Salzungen

Vorderansicht des Anwesens um 1938

Visualisierung des fertiggestellten Gebäudes

Bürgerdienstleistungszentrum Entleich

In der Bad Salzunger Innenstadt entsteht gerade etwas Großes.

Im neuen Bürgerdienstleistungszentrum finden Sie bald viele Angebote der Stadt an einem Platz. Das Bauvorhaben am Entleich ist das zentrale Projekt für eine moderne und bürgerfreundliche Stadtverwaltung.

 

 

Kürzere Wege, weniger Aufwand

Hier arbeiten künftig alle wichtigen Bereiche der Stadtverwaltung nah zusammen. Alle gebündelt unter einem Dach zu haben, bietet den Einwohnerinnen und Einwohnern von Bad Salzungen einen großen Mehrwert: Egal mit welchem Anliegen die Bürgerinnen und Bürger der Stadt kommen - hier sind Sie immer an der richtigen Adresse!

Zum Ende des Jahres ziehen das Standesamt, die Friedhofsverwaltung, das Bürgerbüro und der Fachdienst Sicherheit und Ordnung ein. Auch das Gebäude- und Liegenschaftsmanagement bekommt hier seinen Platz.

Heute sind diese Bereiche noch über die ganze Innenstadt verteilt. Das ändert sich. Mehr als 30 Mitarbeiter arbeiten künftig unter einem Dach - für Sie.

 

 

Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert neues Leben einhauchen

Das Projekt beschäftigt die Mitarbeiter des Fachbereiches Bauen, aber auch unzählige regionale und überregionale Planer bereits seit Jahren. Schon im Jahr 2019 wurde das historische Gebäude am Entleich 6 von der Stadt angekauft, ab 2021 gab es die ersten Planungen.

Das benachbarte Gebäude Entleich 8 wird aktuell von der Finanzverwaltung genutzt. Deshalb haben wir eine Lösung gesucht, um das Ensemble zu erhalten und gleichzeitig zu modernisieren. Schnell war klar: Das historische Gebäude von 1870 in Kombination mit dem Bestandsgebäude bietet nicht genügend Platz für alle zukünftigen Dienstleistungen. Zudem waren die Gebäude nicht barrierefrei. Ein zusätzlicher Neubau wurde geplant. Nachdem die alte Scheune und das Nebengebäude abgerissen werden mussten, wurde im Jahr 2023 die Stützmauer unterhalb des Ensembles zum Niederborn neu errichtet. Im vergangenen Jahr begann der Neubau im hinteren Bereich des historischen Gebäudes. Gleichzeitig ist das historische Gebäude im Jahr 2024 entkernt worden. Hier zeigte sich, dass viele tragende Fachwerkständer durch moderne Stahlkonstruktionen ersetzt werden mussten. Immerhin sind die Balken schon mehr als 150 Jahre alt. Zum einen muss das Gebäude auch weiterhin standfest und tragfähig sein. Zum anderen soll ermöglicht werden, dass die Räume groß, offen und einladend wirken.

 

 

Mehr Platz, besserer Bürgerservice

Das Herzstück im neuen Bürgerdienstleistungszentrum wird das Bürgerbüro sein. Viele von Ihnen kennen es bereits aus dem Rathaus. Keine Stelle in der Stadtverwaltung hat so viel Publikumsverkehr wie das Bürgerbüro. Durch die Eingemeindungen, wächst allerdings auch das Besucheraufkommen und der Platzbedarf. Im neuen Gebäude gibt es mehr Platz. Das sorgt für eine angenehme Atmosphäre. Gleichzeitig gibt es genug Raum für persönliche Gespräche. Diskret und in Ruhe.

Sie werden das Gebäude durch einen hellen Empfangsbereich betreten. Von dort werden Sie weitergeleitet. Alles ist übersichtlich und freundlich gestaltet.

Im Erdgeschoss finden Sie das Bürgerbüro und die Friedhofsverwaltung.

Ein Durchgang führt in den Neubau. Dort finden Sie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Standesamtes.

Ein Treppenhaus mit eingebautem Aufzug bringt Sie bequem in die oberen Etagen. Im Obergeschoss sitzen unter anderem die Bereiche Brandschutz, Kindertagesstätten sowie Sicherheit und Ordnung. Auch ein Büro für einen Kontaktbereichsbeamten ist geplant.

Im Dachgeschoss arbeitet künftig das Gebäude- und Liegenschaftsmanagement.

Zusätzlich gibt es noch einen Beratungs- und einen großen Sitzungssaal. Hier werden in Zukunft auch die Sitzungen der verschiedenen Ausschüsse stattfinden.

 

 

Ein Projekt mit Blick in die Zukunft

Rund 40 verschiedene Gewerke arbeiten an diesem Projekt. Gemeinsam entsteht ein modernes Verwaltungsgebäude für Sie.

Im kommenden Jahr werden die Außenanlagen gestaltet. Hier soll es nicht nur zahlreiche junge Bäume, sondern auch einige Parkflächen und einen begrünten Innenhof geben, der zum Verweilen einlädt.

Ein kleines Detail, was einen großen Unterschied machen kann: Zukünftig soll es einen Treppendurchgang vom oberen Parkdeck des Goethe-Park-Centers zum Bürgerdienstleistungszentrum geben.

Auch an die Umwelt ist gedacht. Eine Photovoltaikanlage liefert Strom. Sie versorgt auch die Ladesäulen für Elektrofahrzeuge der Stadt. Eine neue Fernwärmeleitung bringt Wärme ins Gebäude.

Die Kosten im Blick

Der Bau kostet rund 8,8 Millionen Euro. Für die Außenanlagen kommen etwa 1,2 Millionen Euro dazu. Rund die Hälfte übernimmt die Städtebauförderung. Das sind etwa 4,9 Millionen Euro. Für die Stadt ergibt sich daraus ein Eigenanteil von rund 5,1 Millionen Euro.