Innenansicht der Kita Seezwerge in Frauensee
Platzhalter Foto – Teamfoto wird in KW 22 erstellt
In den folgenden Amtsblättern möchten wir Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, unsere Verwaltung vorstellen und unsere Dienstleistungen aufzeigen.
Kinder sind unsere Zukunft. Deshalb müssen wir als Gesellschaft alles tun, um ihnen einen guten Start ins Leben zu bieten und sie behütet aufwachsen zu lassen. Während die Eltern tagsüber arbeiten gehen, Angehörige pflegen oder andere Aufgaben erledigen, können Kinder im Vorschulalter in Kindertageseinrichtungen betreut werden.
In der Stadt Bad Salzungen gibt es in den Stadt- und Ortsteilen insgesamt elf Kindertageseinrichtungen. Davon werden sechs von der Stadt Bad Salzungen und fünf von freien Trägern betrieben. Hinzu kommt eine Kindertageseinrichtung in der Gemeinde Leimbach. All diese 12 Kitas werden in der Stadtverwaltung von der Stabsstelle Kindertageseinrichtungen organisiert.
Das dreiköpfige Team mit Stabsstellenleiterin Kristin Leple-Matthias hat damit alle Hände voll zu tun: Die Kitas bieten Plätze für bis zu 1250 Kinder. In den kommunalen Kitas sind rund 115 pädagogische und heilpädagogische Fachkräfte und etwa 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Service und Küche beschäftigt. Sämtliche Fäden laufen hier zusammen. Die Stabsstelle ist Knotenpunkt von Eltern, Kita-Mitarbeitern, Ämtern, Firmen und zahlreichen weiteren Netzwerkpartnern.
Das Team Kita erstellt Statistiken zu jedem erdenklichen Aspekt der Kindertageseinrichtungen: Zahlen der Kinder, Alter, Familiensituation, Nationalität, Sprache und Gesundheitszustand. Außerdem muss das Personal, dessen Ausbildung, dessen jeweilige Arbeitsstunden und vieles mehr erfasst werden. Wie viele Kinder kommen in diesem, aber auch in den folgenden Jahren in die Schule?
Viele der Daten benötigt man hier für die eigene Planung: Welcher Kindergarten kann wie viele Kinder aufnehmen, wie viele sind tatsächlich da, wie viel Personal muss im Einsatz sein? Auch der kurz- oder langfristige Wechsel des Personals zwischen den Einrichtungen muss gut geplant sein. Kristin Leple-Matthias betont: „Dass wir im Moment nicht mehr so viele Kindergartenkinder haben, sorgt dafür, dass wir in einigen Häusern nicht mehr so viele Erzieherinnen oder Erzieher benötigen.“. Deshalb sei es manchmal nötig, einen Mitarbeiter in einem anderen Haus einzusetzen, wo der Bedarf höher ist. Gleichzeitig habe man aber immer auch den Blick darauf, dass die Kinder ihre Bezugserzieherin oder ihren Bezugserzieher nicht verlieren sollen.
Nicht nur in der integrativem Kita Regenbogenland im Stadtteil Allendorf gibt es Kinder mit Förderbedarf. Mittlerweile habe man in fast allen Kitas der Stadt- und Ortsteile Kinder mit besonderen Bedürfnissen, welche teilweise Zusatzbetreuung benötigen.
Ein weiterer Aspekt der Arbeit ist der gesamte Bereich der Abrechnungen. Für jedes betreute Kind fallen Kosten an, an denen die Eltern beteiligt werden. Neben den Kita-Gebühren kommen je nach Einrichtung noch Verpflegungsgebühren oder eine Servicepauschale hinzu. Für jedes Kind muss für jeden Monat berechnet werden, welche Kosten den Eltern in Rechnung gestellt werden. Dies ist bei der Kinderzahl eine Mammutaufgabe. Zumal die Abrechnung in manchen Fällen auch über das Amt für staatliche Sozialleistungen oder das Jobcenter läuft.
Bei den Kita-Plätzen gibt es in Thüringen ein Wunsch- und Wahlrecht, über welches auch Kinder aus anderen Gemeinden in eine Kita in Bad Salzungen gehen dürfen. Ebenso können Kinder mit Wohnsitz in Bad Salzungen in einer Kita einer anderen Gemeinde betreut werden. Dies geschieht häufig, wenn es sich wegen des Arbeitsplatzes oder Arbeitsweges der Eltern so anbietet. In dem Fall müssen wiederum Rechnungen an die Fremdgemeinden gestellt werden oder die andere Gemeinde stellt der Stadt eine Rechnung. Dies ist nicht wenig: Für einen Krippenplatz gibt es pauschal 1277 Euro, für einen Kitaplatz 838 Euro.
Ein Abrechnungs-Jungle, bei dem man den Überblick behalten muss. Viel Zeit investieren ihre Mitarbeiter in die sogenannten „Ausschlüsse“, berichtet die Stabsstellenleiterin. Werden die Kita-Beiträge über einen Zeitraum von mehr als drei Monaten nicht gezahlt, droht leider ein Ausschluss des Kindes von der Kindertageseinrichtung. Dies ist ein notwendiger Schritt, wenn der Zahlungsaufforderung wiederholt nicht nachgekommen wird. Dabei zeigt nicht jeder Betroffene Einsicht: Nicht selten kommt es vor, dass Kristin Leple-Matthias und ihre Kolleginnen den Eltern oder Angehörigen erklären müssen, weshalb es nach der wiederholten Mahnung zum Ausschluss gekommen ist.
Sämtliche Betriebskosten der insgesamt 12 Kitas zusammenzutragen und zu überprüfen, gehört ebenfalls zu den Aufgaben des Teams. Das bedeutet, jede Wäschereirechnung und jeder Bescheid über die Telefongebühren laufen über den Tisch der Stabsstelle. Die Betriebskosten zusammen mit den Personalkosten der Kita-Mitarbeiter sind ein zentraler Bestandteil der städtischen Finanzen. Basierend auf den tatsächlichen Kosten kann im Haushaltsplan das Budget für das nächste Jahr eingeplant werden.
Die Kosten im Auge zu behalten, ist mitnichten eine einfache Aufgabe. Denn in den Kindergärten fällt so einiges an: Mehr als zehn Stunden täglich gleichen die Kitas einem Ameisenhaufen. Von Spielzeugen über Bastelmaterial, von Suppentellern bis hin zu Sportgeräten gibt es viel Bedarf. Auch die Kollegen des Bauhofes haben regelmäßige Einsätze in den Kitas und verrichten Hausmeisteraufgaben. Die Übermittlung der Bauhofaufträge erledigt das Team der Stabsstelle.
Reden, erklären, Lösungen finden und den Überblick behalten, gehört zur täglichen Arbeit des Teams. Dazu zählt die Arbeit mit einzelnen Eltern, mit Elternbeiräten, mit dem Personal der Kitas, wie auch mit Fachgremien und Firmen. Besonders eng arbeitet man mit dem Jugendamt zusammen, das unter anderem pädagogische Fortbildungen anbietet oder mitfinanziert. Zudem gilt es, die regelmäßig stattfindenden Kontrollen des Gesundheitsamtes, des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes, Prüfungen zum Thema Brandschutz und die Spielplatzkontrollen zu koordinieren und zu begleiten. Schließlich steht die Sicherheit der Kinder und der Mitarbeiter in den Kitas an oberster Stelle.
Die Kinder immer im Auge zu haben, bedeutet auch, besonders auf den Kinderschutz zu achten. Gibt es Verdachtsfälle auf häusliche Gewalt oder Probleme in der Kita oder der Familie, wird das Team der Stabsstelle aktiv.
Damit alle Kitas eine gültige Betriebserlaubnis haben, gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Zu pädagogischen Konzepten, geltenden Gesetzen oder Gesetzesentwürfen ist man im Team Kita in regelmäßigem Austausch mit dem Ministerium, dem Landratsamt Wartburgkreis und weiteren Akteuren. Kristin Leple-Matthias betreut weiterhin die Kitas bei der Weiterentwicklung ihrer pädagogischen Arbeit. So haben sich einige der städtischen Kitas ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitet: Der Schloss-Kinder-Garten in Tiefenort hat eine Waldgruppe, die Kita Moorgrundhüpfer in Gumpelstadt ist als bewegungsfreundliche Kita ausgezeichnet und die Kita Regenbogenland Haus I als sogenannte Sprachkita.
Neben den monatlich wiederkehrenden Aufgaben befasst sich das Team auch mit Projekten wie dem in diesem Jahr gestarteten ThEKiZ. Dieses Eltern-Kind-Zentrum ist an die Kitas Regenbogenland Haus I und II und die Kita Solestrolche angedockt und soll ein Wohlfühlort für die ganze Familie sein, bei der Integration helfen und Angebote für alle Altersgruppen bieten. Von der Antragstellung bis hin zur Abrechnung kümmert sich das Team Kita um alle Verwaltungsaufgeben.
Aktuell testet das dreiköpfige Team den Anbieter einer Kita-App. Ähnlich wie bei den etablierten Schul-Apps sollen dann alle Informationen über Wander- oder Projekttage, der Essensplan oder die Möglichkeit der An- und Abmeldung des Kindes übersichtlich in einer App zu finden sein. Angebote einholen und vergleichen, die App testen und dann zum Laufen bringen: Ein großer Aufwand, von dem man sich aber auf lange Sicht eine übersichtlichere Planung und einfachere Kommunikation zwischen Eltern und Kita verspricht.
Kontakt:
Stabsstelle Kindertageseinrichtungen
03695/671 212
kita@badsalzungen.de