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Amtsblatt der Stadt Bad Salzungen
Ausgabe 3/2026
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Wir stellen vor: Stabsstelle Kindergarten

In den folgenden Amtsblättern möchten wir Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, unsere Verwaltung vorstellen und unsere Dienstleistungen aufzeigen.

Kinder sind unsere Zukunft. Deshalb müssen wir gemeinsam mit den Familien alles tun, um ihnen einen guten Start ins Leben zu bieten und sie behütet aufwachsen zu lassen. Während die Eltern tagsüber arbeiten gehen, Angehörige pflegen oder andere Aufgaben erledigen, können Kinder im Vorschulalter in unseren Kindergärten betreut werden.

In der Stadt Bad Salzungen gibt es in den Stadt- und Ortsteilen insgesamt elf Kindertageseinrichtungen. Davon werden sechs von der Stadt Bad Salzungen und fünf von freien Trägern betrieben. Hinzu kommt eine Kindertageseinrichtung in der Gemeinde Leimbach. All diese 12 Kitas werden in der Stadtverwaltung von der Stabsstelle Kindergarten organisiert.

Das dreiköpfige Team mit Stabsstellenleiterin Kristin Leple-Matthias hat damit alle Hände voll zu tun: Die Kitas bieten Plätze für bis zu 1200 Kinder. In den kommunalen Kitas sind rund 115 Kindergärtnerinnen und Kindergärtner und etwa 15 Servicekräfte beschäftigt. Sämtliche Fäden laufen hier zusammen. Die Stabsstelle ist Knotenpunkt von Eltern, Kita-Mitarbeitern, Ämtern, Firmen und zahlreichen weiteren Netzwerkpartnern.

Im Dialog mit allen Beteiligten

Reden, erklären, Lösungen finden und den Überblick behalten, gehört zur täglichen Arbeit des Teams. Dazu zählt die Arbeit mit einzelnen Eltern, mit Elternbeiräten, mit dem Personal der Kitas, wie auch mit Fachgremien und Firmen. Besonders eng arbeitet man mit dem Jugendamt zusammen, das unter anderem pädagogische Fortbildungen anbietet oder mitfinanziert. Zudem gilt es, die regelmäßig stattfindenden Kontrollen des Gesundheitsamtes, des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes, Prüfungen zum Thema Brandschutz und die Spielplatzkontrollen zu koordinieren und zu begleiten. Schließlich steht die Sicherheit der Kinder und der Mitarbeiter in den Kindergärten an oberster Stelle.

Die Kinder immer im Auge zu haben, bedeutet auch, besonders auf den Kinderschutz zu achten. Gibt es Verdachtsfälle auf häusliche Gewalt oder Probleme in der Kita oder der Familie, wird das Team der Stabsstelle aktiv.

Damit alle Kitas eine gültige Betriebserlaubnis haben, gibt es eine enge Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Zu pädagogischen Konzepten, geltenden Gesetzen oder Gesetzesentwürfen ist man im Team Kita in regelmäßigem Austausch mit dem Ministerium, dem Landratsamt Wartburgkreis und weiteren Akteuren. Kristin Leple-Matthias betreut weiterhin die Kitas bei der Weiterentwicklung ihrer pädagogischen Arbeit. So haben sich einige der städtischen Kitas ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitet: Der Schloss-Kinder-Garten in Tiefenort hat eine Waldgruppe und die Kita Moorgrundhüpfer in Gumpelstadt ist als bewegungsfreundliche Kita ausgezeichnet. Die Kita Regenbogenland Haus I arbeitet als Sprach- Kita mit besonderen Sprachförderprogrammen.

Zudem werden in der integrativen Kita Regenbogenland auch Kinder mit besonderen Förderbedarfen von Heilpädagoginnen betreut.

Im Zuge der Inklusion werden in fast allen Kitas der Stadt- und Ortsteile Kinder mit besonderen Bedürfnissen betreut, welche teilweise auch eine Zusatzbetreuung bekommen.

Neben den monatlich wiederkehrenden Aufgaben befasst sich das Team auch mit Projekten wie dem in diesem Jahr gestarteten ThEKiZ. Dieses Eltern-Kind-Zentrum ist an die Kitas Regenbogenland Haus I und II und die Kita Solestrolche angedockt. Es soll ein Wohlfühlort für die ganze Familie sein, bei der Integration helfen und Angebote für alle Altersgruppen bieten. Von der Antragstellung bis hin zur Abrechnung kümmert sich das Team Kita hier um alle Verwaltungsaufgaben.

Gute Planung ist die oberste Devise

Die Zeiten ändern sich. Vor wenigen Jahren gab es einen Geburtenboom in Thüringen. So waren alle Einrichtungen bis auf den letzten Platz gefüllt. Mittlerweile sind die Kinderzahlen im Stadtgebiet sehr rückläufig und die Auslastungsquoten sinken deutlich. Im Jahr 2019 waren 98 Prozent der Kindergartenplätze belegt. Bis zum Sommer dieses Jahres sind die Einrichtungen nur zu 74 Prozent ausgelastet. Für 2027 werden laut Anmeldungen und Planung nur noch ca. 67 Prozent aller Kindergartenplätze belegt sein. Auf Grund der sinkenden Geburtenzahlen setzt sich diese rückläufige Tendenz über die nächsten Jahre fort und fordert die Stabsstelle, Antworten auf diese Entwicklung zu finden. Dies wird eine der größten Aufgaben der nächsten Jahre sein.

Um die Zukunft unserer Kindergärten gut zu planen, braucht es allerlei Daten und Erhebungen. Diese Zahlen werden nicht nur für die Planung in der Stadtverwaltung benötigt. Das Team der Stabsstelle erstellt vielerlei Statistiken, unter anderem für das Landratsamt Wartburgkreis, das Thüringer Landesamt für Statistik und das Bildungsministerium.

Kosten im Blick haben

Ein weiterer Aspekt der Arbeit ist der gesamte Bereich der Abrechnungen. Für jedes betreute Kind fallen Kosten an, an denen die Eltern beteiligt werden. Für die letzten beiden Jahre vor der Einschulung übernimmt der Freistaat Thüringen die Kindergartengebühren. Diese Abrechnungen sowie die Berechnung der sogenannten Landespauschalen sind weitere Aufgaben der Stabsstelle.

Um alle Kindergärten auf bekannt hohem Niveau und mit bester Qualität zu betreiben, finanzierte die Stadt Bad Salzungen die Kindergärten im Jahr 2025 mit 12,6 Millionen Euro. Aus dem laufenden Betrieb einer Stadt fließt damit rund jeder vierte Euro in diese Aufgabe.

Zu diesen Kosten zählen neben den Personalkosten auch alle laufenden Posten von Strom und Wasser über Reinigung und Wäscherei bis hin zu den Spielmaterialien der Kinder.

Aktuelle Entwicklungen im Blick

Aktuell testet die Stabsstelle den Anbieter einer Kita-App und möchte damit beim Thema Digitalisierung Schritt halten. Ähnlich wie bei den etablierten Schul-Apps sollen dann alle Informationen über Wander- oder Projekttage, der Essensplan oder die Möglichkeit der An- und Abmeldung des Kindes übersichtlich in einer App zu finden sein. Angebote einholen und vergleichen, die App testen und dann zum Laufen bringen: Ein großer Aufwand, von dem man sich aber auf lange Sicht eine übersichtlichere Planung und einfachere Kommunikation zwischen Eltern und Kindergarten verspricht.

 

 

Kontakt:

Stabsstelle Kindertageseinrichtungen

03695/671 210

kita@badsalzungen.de