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Amtsblatt der Kur- und Erholungsstadt Bad Frankenhausen
Ausgabe 4/2026
Kulturinformationen
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Regionalmuseum

Gestaltet von Isa Österberg-Spendelow

 

Neue Sonderausstellung

„smile" - inspired by natur. life. musik & fun

Kunst von Isa Österberg-Spendelow, Ringleben

 

 

Am 18. März 2026 wurde im Regionalmuseum Bad Frankenhausen die Sonderausstellung „smile" von Isa Österberg-Spendelow eröffnet.

Isa Österberg-Spendelow hat ihren Lebensmittelpunkt in Ringleben und beschreibt sich und ihre Kunst wie folgt:

„Isa träumte schon immer von einer farbenfrohen, lebendigen und friedlichen Welt - einer Welt voller Kunst, Musik, Liebe und Frieden. Seit ihrer Kindheit zeichnet, malt und bastelt sie und verschenkte viele ihrer Werke. Mit kritischem Blick probiert sie Neues aus, lernt dazu und sucht stets nach neuen Wegen, ihre Erfahrungen zu verarbeiten.

Geboren 1970 und nach einigen arbeitsamen Jahren in unerfüllten Berufen hat sie 2004 eine Umschulung zum Mediengestalter abgeschlossen und mehrere Jahre in einem Grafikbüro in Münster gearbeitet. 2011 zog sie mit Ihrem Ehemann nach Thüringen und seit 2013 ist sie in Ringleben mit einem Grafikdesignstudio selbstständig. Ihre erste Ausstellung fand in 2023 statt und nun hat sie die Möglichkeit, ihre Bilder einem breiteren Publikum im Regionalmuseum Bad Frankenhausen zu präsentieren.

Ihre Arbeiten sind inspiriert von Geschichten aus dem Leben, den Nachrichten, der Natur und eine Hommage an die Musik, die beim Malen immer laut sein muss.

Wie viele Künstlerinnen und Künstler versucht sie, den Schmerz, die Wut und die Freuden des Lebens, die Geheimnisse der Liebe und den Schmerz der Trauer zu verarbeiten und diese Emotionen auf der Leinwand einzufangen.

Isa ist vielseitig - sie schöpft aus unterschiedlichsten Quellen und schafft Neues, ohne sich von Regeln einschränken zu lassen.

In der Ruhe der ländlichen Umgebung von Ringleben findet sie endlich Zeit und Frieden, mit Farben zu experimentieren. Die Liebe muss gewinnen!"

Weiter Informationen auch auf - isa-artdesign.de

Ausstellungsdauer: 18. März bis 31. Mai 2026

Vortrag (neue Anfangszeit, jetzt immer schon 19.00 Uhr!)

Dienstag, den 21. April 2026, um 19.00 Uhr, im Festsaal

Aus Leben wird Stein: Neue Forschungen enthüllen die Entstehung der fossilen Bäume des Kyffhäusers"

Referent: Dr. Steffen Trümper, Geologe am Geomuseum der Universität Münster

 

 

In unserem Vortrag im April tauchen wir tief in die Erdgeschichte des Kyffhäusergebirges ein. 300 Millionen Jahre zurück führt uns der Vortrag von Dr. Steffen Trümper: „Aus Leben wird Stein: Neue Forschungen enthüllen Entstehung der fossilen Bäume des Kyffhäusers".

Dr. Trümper ist ein, nicht nur in Deutschland, anerkannter Wissenschaftler, der sich unter anderem einen Namen bei der Rekonstruktion fossiler Ökosysteme gemacht hat. Er versteht es, sein Spezialwissen auch für den Laien verständlich und anschaulich in seinen Vorträgen zu vermitteln. Der Vortrag widmet sich den steinernen Bäumen, die der aufmerksame Wanderer und Besucher überall rund um den Kyffhäuser entdecken kann.

Zu Obelisken aufgetürmt oder im Vorgarten stehend: Seit Jahrhunderten werden am Kyffhäuser steinerne Bäume gefunden, die für die Region prägend sind. Die bis zu 20 m langen Fossilien sind eindrucksvolles Zeugnis einer 300 Millionen Jahre zurückliegenden Vergangenheit, in der in Deutschland ein tropisches Klima herrschte.

Besonders an den steinernen Bäumen ist, dass in ihnen sogar einzelne Pflanzenzellen dreidimensional erhalten sind. Neue Forschungen haben nun geklärt, wie es zu der Entstehung dieser einzigartigen Fossilien kommen konnte. Der Vortrag stellt die verblüffenden Ergebnisse vor und rekonstruiert eine Kriminalgeschichte, die die gesamte Welt betrifft.

Zu diesem Vortrag laden ein das Regionalmuseum und der Heimat- und Museumsverein Bad Frankenhausen e.V.

Bitte beachten! Unsere Vorträge beginnen jetzt immer schon um 19.00 Uhr!

Der Eintritt zu diesem Vortrag ist frei. Um Spenden wird für Restaurierungszwecke gebeten.

Kabinettausstellung und Vortrag

Mittwoch, den 29. April 2026, um 19.00 Uhr

Justus Friedrich Wilhelm Zachariä - ein Dichter der Aufklärung aus Bad Frankenhausen

Sonderausstellung anlässlich des 300. Geburtstages des Dichters

 

 

Bei einem ersten Blick auf die Geschichte von Bad Frankenhausen stößt der Interessierte eher selten auf den Namen des Dichters und Poeten Justus Friedrich Wilhelm Zachariä. Im Vordergrund stehen Themen und Personen als der Bauernkrieg 1525 und Thomas Müntzer (um 1490-1525) oder die Anfänge des Kurwesens ab 1818 und Dr. Wilhelm August Gottlieb Manniske (1769-1835). Erst bei einem tieferen Eintauchen in die Vergangenheit unserer Stadt erscheint auch J.F.W. Zachariä.

Am 1. Mai 1726 wurde der Mann in Frankenhausen geboren, der unserer Stadt einen Platz in der Welt der Dichtkunst und Literatur bescheren sollte. Hineingeboren in ein gut vernetztes bürgerliches Elternhaus, beeinflusste die Gelegenheitsdichtung des Vaters Friedrich Sigismund Zachariae (gest. 1747) den Jungen nachhaltig. Eigentlich mit dem Ziel 1743 nach Leipzig gegangen, um an der Universität Jura zu studieren, wendete er sich den so genannten „Schönen Künsten" zu. Bereits ab Januar 1744 veröffentlichte er sein bis heute bekanntestes Poem „Der Renommist". In diesem „komischen Heldengedicht" schilderte er die so unterschiedliche Lebensweise der Studenten in Jena und Leipzig. Johann Wolfgang Goethe (1749-1832) beeindruckte nicht allein Zachariä’s Poem, sondern der Dichter selbst. In seinem 1767 entstandenen Gedicht „An Herrn Professor Zachariä" erhob er ihn zum „Liebling aller Götter".

Während der Fortsetzung seines Studiums der Rechte an der Universität Göttingen erreichte ihn 1748 die Berufung als Hofmeister an das Collegium Carolinum in Braunschweig. Die größte Stadt im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel wurde für seine weitere Lebenszeit bis zu seinem Tod am 30. Januar 1777 zum Arbeits-, Schaffens- und Lebensmittelpunkt. An dieser fortschrittlichen und bedeutsamsten Bildungseinrichtung des Herzogtums, aus dem die heutige Technische Universität Braunschweig hervorgegangen ist, wurde er 1761 zum „Professor der Dichtkunst" ernannt. Zu seinem innerstädtischen Bekanntenkreis gehörten viele Freunde aus der Leipziger Studentenzeit. Im benachbarten Wolfenbüttel lebte und wirkte sein Freund Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781). Ein umfangreicher Briefverkehr verband ihn mit Dichtern und Schriftstellern als Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803) in Halberstadt, Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769) in Leipzig und Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803).

Dennoch fürchtete er von seinen Zeitgenossen und Lesern vergessen zu werden. Einem „Vergessen" in Frankenhausen beugte er durch die Schenkung seiner gesamten Werke und einem Kupferstich mit seinem Konterfei an die Schulbibliothek vor. Bereits 1775 zeigte Rektor Johann Friedrich Manniske, Vater des Kurarztes Dr. Manniske, diese Sammlung stolz dem Erbprinzen und nachfolgenden Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt, Friedrich Karl. Wenn auch immer wieder mit langjährigen Unterbrechungen, gedachte seine Vaterstadt immer ihrem Dichtersohn. Größere Ausstellungen zu seinem Leben und Werk gab es 1887, 1926 oder 2001. Im Jahr 1881 wurde eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus in der Klosterstraße angebracht und etwas später eine Gasse nach ihm benannt. Als Fabel-Dichter spielte er im regionalen Schulunterricht nur bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts eine Rolle.

Unsere nunmehrige Sonderausstellung umschließt in ihrer Dauer vom 29. April 2026 bis zum 31. Januar 2027 seinen 300. Geburtstag und seinen 250. Todestag. Im Zentrum der Ausstellung steht sein dichterisches Schaffen und seine Verbindung zu seiner Geburtsstadt. Die ausgestellten Werke von und die historischen Bücher über Zachariä sind zu einem großen Teil Erstausgaben. Sie stammen sowohl aus den Sammlungen des Museums und des Stadtarchivs als auch aus Privatbesitz.

Begleitet wird die Sonderausstellung von Führungen, Vorträgen und Lesungen. Die jeweiligen Termine erfahren Sie auf der Homepage des Regionalmuseum Bad Frankenhausen www.regionalmuseum-bfh.de.

Nach Finissage der Ausstellung werden informative Bestandteile in die ständige Ausstellung im Regionalmuseum Bad Frankenhausen integriert werden. Auf diese Weise, so wünschen wir uns, bekommt Justus Friedrich Wilhelm Zachariä den ihm gebührenden dauerhaften Platz in der Öffentlichkeit seiner Heimatstadt.

Eröffnung mit Vortrag: Mittwoch, den 29. April 2026, um 19.00 Uhr, im Festsaal

Ausstellungsdauer: 29. April 2026 bis 31. Januar 2027

Vorschau:

Stadtrundgang - Freitag, den 1. Mai, um 10.00 Uhr, ab Schloss

Mit Diplom-Historikerin Petra Wäldchen auf den Spuren des Dichters Justus Friedrich Wilhelm Zachariä (1726-1777) durch Frankenhausen

Petra Wäldchen, Vorsitzende des Heimat- und Museumsverein Bad Frankenhausen e.V., kennt Bad Frankenhausen weit besser als ihre Jackentasche. Sie besucht mit Ihnen die Stationen seiner Kindheit und Jugend und natürlich auch Orte, an denen Menschen zuhause waren, die die Erinnerung an Goethes "Liebling aller Götter" wachgehalten haben. Der Spaziergang ist eine anschauliche Ergänzung zur Sonderausstellung aus Anlass des 300ten Geburtstages von J.F.W. Zachariä im Regionalmuseum.

Treffpunkt 10.00 Uhr am Schloss / Regionalmuseum / Dauer ca. 1 1/2 Stunden.

Vortrag - Dienstag, den 19. Mai, um 19.00 Uhr, im Festsaal

„Die Familie Reichenbach und ihre Bauten in Frankenhausen und Umgebung"

Referent: Dr. Ulrich Hahnemann, Museumsleiter und Stadtarchivar Bad Frankenhausen

Änderungen vorbehalten!

Über all unsere Veranstaltungen können Sie sich immer aktuell auf unserer Homepage www.regionalmuseum-bfh.de informieren.

Für individuelle Führungen wird um Anmeldung gebeten:

Tel. 034671 / 62086

Mail: museum@bad-frankenhausen.de

Öffnungszeiten des Museums:

Dienstag bis Sonntag sowie an allen Feiertagen

von 10.00 bis 17.00 Uhr

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen

des Regionalmuseums Bad Frankenhausen