Gestaltet von Isa Österberg-Spendelow
Aktuelle Sonderausstellung
„smile“ - inspired by natur. life. musik & fun
Kunst von Isa Österberg-Spendelow, Ringleben
Seit dem 18. März 2026 sind in den Gewölberäumen des Regionalmuseums Arbeiten von Isa Österberg-Spendelow in der Sonderausstellung „smile“ zu besichtigen.
Ihre Arbeiten sind inspiriert von Geschichten aus dem Leben, den Nachrichten, der Natur und eine Hommage an die Musik, die beim Malen immer laut sein muss.
Wie viele Künstlerinnen und Künstler versucht sie, den Schmerz, die Wut und die Freuden des Lebens, die Geheimnisse der Liebe und den Schmerz der Trauer zu verarbeiten und diese Emotionen auf der Leinwand einzufangen.
Isa Österberg-Spendelow ist vielseitig - sie schöpft aus unterschiedlichsten Quellen und schafft Neues, ohne sich von Regeln einschränken zu lassen.
In der Ruhe der ländlichen Umgebung von Ringleben, wo sie zu Hause ist, findet sie Zeit und Frieden, mit Farben zu experimentieren.
Ihr Motto: „Die Liebe muss gewinnen!“ Weiter Informationen auch auf - isa-artdesign.de
Ausstellungsdauer: 18. März bis 31. Mai 2026
Neue Sonderausstellung
Justus Friedrich Wilhelm Zachariä - ein Dichter der Aufklärung aus Bad Frankenhausen
Sonderausstellung anlässlich des 300. Geburtstages des Dichters
Bei einem ersten Blick auf die Geschichte von Bad Frankenhausen stößt der Interessierte eher selten auf den Namen des Dichters und Poeten Justus Friedrich Wilhelm Zachariä. Im Vordergrund stehen Themen und Personen als der Bauernkrieg 1525 und Thomas Müntzer (um 1490-1525) oder die Anfänge des Kurwesens ab 1818 und Dr. Wilhelm August Gottlieb Manniske (1769-1835). Erst bei einem tieferen Eintauchen in die Vergangenheit unserer Stadt erscheint auch J.F.W. Zachariä.
Am 1. Mai 1726 wurde der Mann in Frankenhausen geboren, der unserer Stadt einen Platz in der Welt der Dichtkunst und Literatur bescheren sollte. Hineingeboren in ein gut vernetztes bürgerliches Elternhaus, beeinflusste die Gelegenheitsdichtung des Vaters Friedrich Sigismund Zachariae (gest. 1747) den Jungen nachhaltig. Eigentlich mit dem Ziel 1743 nach Leipzig gegangen, um an der Universität Jura zu studieren, wendete er sich den so genannten „Schönen Künsten“ zu. Bereits ab Januar 1744 veröffentlichte er sein bis heute bekanntestes Poem „Der Renommist“. In diesem „komischen Heldengedicht“ schilderte er die so unterschiedliche Lebensweise der Studenten in Jena und Leipzig. Johann Wolfgang Goethe (1749-1832) beeindruckte nicht allein Zachariä’s Poem, sondern der Dichter selbst. In seinem 1767 entstandenen Gedicht „An Herrn Professor Zachariä“ erhob er ihn zum „Liebling aller Götter“.
Während der Fortsetzung seines Studiums der Rechte an der Universität Göttingen erreichte ihn 1748 die Berufung als Hofmeister an das Collegium Carolinum in Braunschweig. Die größte Stadt im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel wurde für seine weitere Lebenszeit bis zu seinem Tod am 30. Januar 1777 zum Arbeits-, Schaffens- und Lebensmittelpunkt. An dieser fortschrittlichen und bedeutsamsten Bildungseinrichtung des Herzogtums, aus dem die heutige Technische Universität Braunschweig hervorgegangen ist, wurde er 1761 zum „Professor der Dichtkunst“ ernannt. Zu seinem innerstädtischen Bekanntenkreis gehörten viele Freunde aus der Leipziger Studentenzeit. Im benachbarten Wolfenbüttel lebte und wirkte sein Freund Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781). Ein umfangreicher Briefverkehr verband ihn mit Dichtern und Schriftstellern als Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803) in Halberstadt, Christian Fürchtegott Gellert (1715-1769) in Leipzig und Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803).
Dennoch fürchtete er von seinen Zeitgenossen und Lesern vergessen zu werden. Einem „Vergessen“ in Frankenhausen beugte er durch die Schenkung seiner gesamten Werke und einem Kupferstich mit seinem Konterfei an die Schulbibliothek vor. Bereits 1775 zeigte Rektor Johann Friedrich Manniske, Vater des Kurarztes Dr. Manniske, diese Sammlung stolz dem Erbprinzen und nachfolgenden Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt, Friedrich Karl. Wenn auch immer wieder mit langjährigen Unterbrechungen, gedachte seine Vaterstadt immer ihrem Dichtersohn. Größere Ausstellungen zu seinem Leben und Werk gab es 1887, 1926 oder 2001. Im Jahr 1881 wurde eine Gedenktafel an seinem Geburtshaus in der Klosterstraße angebracht und etwas später eine Gasse nach ihm benannt. Als Fabel-Dichter spielte er im regionalen Schulunterricht nur bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts eine Rolle.
Unsere nunmehrige Sonderausstellung umschließt in ihrer Dauer vom 29. April 2026 bis zum 31. Januar 2027 seinen 300. Geburtstag und seinen 250. Todestag. Im Zentrum der Ausstellung steht sein dichterisches Schaffen und seine Verbindung zu seiner Geburtsstadt. Die ausgestellten Werke von und die historischen Bücher über Zachariä sind zu einem großen Teil Erstausgaben. Sie stammen sowohl aus den Sammlungen des Museums und des Stadtarchivs als auch aus Privatbesitz.
Begleitet wird die Sonderausstellung von Führungen, Vorträgen und Lesungen. Die jeweiligen Termine erfahren Sie auf der Homepage des Regionalmuseum Bad Frankenhausen www.regionalmuseum-bfh.de.
Nach Finissage der Ausstellung werden informative Bestandteile in die ständige Ausstellung im Regionalmuseum Bad Frankenhausen integriert werden. Auf diese Weise, so wünschen wir uns, bekommt Justus Friedrich Wilhelm Zachariä den ihm gebührenden dauerhaften Platz in der Öffentlichkeit seiner Heimatstadt.
Ausstellungsdauer: 29. April 2026 bis 31. Januar 2027
Vortrag (neue Anfangszeit, jetzt immer schon 19.00 Uhr!)
Dienstag, den 19. Mai, um 19.00 Uhr, im Festsaal
„Die Familie Reichenbach und ihre Bauten in Frankenhausen und Umgebung“
Referenten: Dr. Ulrich Hahnemann, Museumsleiter und Stadtarchivar, Antje Kuchenbecker, Diplom-Museologin Regionalmuseum Bad Frankenhausen
Im Jahr 2026 jährt sich die Einweihung des Kyffhäuserdenkmals zum 130. Mal. Dieses große Ereignis, am 18. Juni 1896, rückte die Kyffhäuserregion plötzlich in den Fokus der Berichterstattung des Kaiserreichs.
Über das Kyffhäusergebirge, die damit verbundenen Mythen und Sagen, die Burg und das Kyffhäuserdenkmal ist seitdem viel gesagt und geschrieben worden.
Teilweise vergessen ist, dass fast 50 Jahre der Name der Familie Carl Reichenbach, seit 1881 in Frankenhausen ansässig, eng mit dem Wachsen und Werden des Kyffhäuserdenkmals, der Kyffhäuserwirtschaft und sämtlicher Bauten und technischer Anlagen rund um das Denkmal verbunden war. Das Jubiläum soll Anlass sein, die Familie Reichenbach, die Firma und das bauliche Erbe, welches uns Carl Reichenbach und seine Nachfahren in (Bad) Frankenhausen und Umgebung hinterlassen haben, in einem Vortrag vorzustellen. Neben seinem prominentesten Bau, dem Kyffhäuserdenkmal, hat Frankenhausen dem Baugeschäft Carl Reichenbach zahlreiche, teilweise repräsentative Bauten im Villenstil zu verdanken.
Mit dem Bau des Kyffhäuserdenkmals nahm der Tourismus einen Aufschwung, hier war die Firma teilweise an Umbauten und Erweiterungen von Hotels und Pensionen und beim Bau des Bahnhofs und der Bahnanlagen tätig.
Außerhalb von (Bad) Frankenhausen machte sich Carl Reichenbach einen Namen beim Tunnel- und Kanalbau, beim Bau von Schächten und Anlagen für den Bergbau sowie mit Teilleistungen beim Bau der Zuckerfabrik Oldisleben oder bei großen Gutshausbauten auf den Dörfern. Carl Reichenbach galt als Spezialist für die Bearbeitung von Sandstein und Steinmetzarbeiten, das Material wurde in Steinbrüchen abgebaut, die teilweise ebenfalls von ihm betrieben wurden. Das umfangreiche bauliche Erbe sowie Eckdaten zur Familiengeschichte sollen in dem Vortrag näher beleuchtet werden. Am 17. Juni wird es dazu eine Sonderausstellung geben und im abendlichen Stadtrundgang, am 23. Juni, werden wir nochmal auf den Spuren des baulichen Erbes der Firma Reichenbach wandern.
Zu diesem Vortrag laden ein das Regionalmuseum und der Heimat- und Museumsverein Bad Frankenhausen e.V.
Bitte beachten! Unsere Vorträge beginnen jetzt immer schon um 19.00 Uhr!
Der Eintritt zu diesem Vortrag ist frei. Um Spenden wird für Restaurierungszwecke gebeten.
Vorschau:
Sonderausstellung
„Der Frankenhäuser Baumeister Carl Heinrich Reichenbach und der 130. Jahrestag der Einweihung des Kyffhäuser-Denkmals am 18. Juni 1896“
Eröffnung: Mittwoch, den 17. Juni, um 19.00 Uhr
Ausstellungszeit: 17. Juni - 15. November 2026
Abendlicher Stadtrundgang - Dienstag, den 23. Juni 2026
„Auf den Spuren des Baumeisters Carl Heinrich Reichenbach in Bad Frankenhausen“
Wanderführer: Petra Wäldchen, Vorsitzende Heimat- und Museumsverein Bad Frankenhausen und Dr. Ulrich Hahnemann, Bad Frankenhausen
Start und Beginn: um 19.00 Uhr am Regionalmuseum Bad Frankenhausen
Änderungen vorbehalten!
Über all unsere Veranstaltungen können Sie sich immer aktuell auf unserer Homepage www.regionalmuseum-bfh.de informieren.
Für individuelle Führungen wird um Anmeldung gebeten:
Tel. 034671 / 62086
Mail: museum@bad-frankenhausen.de
Öffnungszeiten des Museums:
Dienstag bis Sonntag sowie an allen Feiertagen
von 10.00 bis 17.00 Uhr
Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
des Regionalmuseums Bad Frankenhausen