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Allgemeines Mitteilungsblatt der Stadt Bad Langensalza
Ausgabe 8/2026
Ausblicke
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Die Anni-Berger-Stiftung informiert

 

Natur, Stein und Rose

9. Wissenschaftliches Symposium

Am Samstag, dem 24. Oktober 2026, lädt die Anni-Berger-Stiftung zum inzwischen 9. Wissenschaftlichen Symposium in das Friederiken Schlösschen in Bad Langensalza ein.

Auch in diesem Jahr ist es gelungen, namhafte Referenten zu gewinnen. Die Vorträge führen die Gäste in unterschiedliche, aber eng miteinander verbundene Themenwelten: in das naturnahe Gärtnern, die Baugeschichte unserer Stadt und die faszinierende Welt der Rosenzüchtung.

Naturnahes Gärtnern im Kleingarten

Über die Möglichkeiten eines naturnahen Kleingartens spricht Tobias Bode. Vielen Gartenfreunden ist er aus dem ARD-Gartenpodcast „Kompost & Konfetti“ sowie aus der bekannten Gartensendung „Querbeet“ des Bayerischen Rundfunks bekannt.

Er ist gelernter Landschaftsgärtner und Freiraumplaner und arbeitet als Autor und Regisseur. In seinem Vortrag wird Tobias Bode zeigen, dass sich Artenvielfalt, Ernteglück und die Freude am Gärtnern auch auf einer kleinen Fläche hervorragend miteinander verbinden lassen.

Travertin - ein Stein prägt die Baugeschichte

Einen ganz besonderen Bezug zu Bad Langensalza besitzt der zweite Vortrag. Ulrich Klösser, geschäftsführender Gesellschafter der TRACO Deutsche Travertin Werke GmbH, wird über das Bauen mit Naturstein, über Nachhaltigkeit und über die Geschichte des traditionsreichen Langensalzaer

Unternehmens sprechen.

Travertin gehört zu den langlebigsten und vielseitigsten natürlichen Baumaterialien. Er prägt nicht nur zahlreiche Bauwerke unsere Stadt, sondern wurde weit über die Grenzen Thüringens hinaus bei bedeutenden historischen und modernen Bauprojekten verwendet.

Im kommenden Jahr kann das traditionsbewusste Familienunternehmen auf ein besonderes Jubiläum zurückblicken: 120 Jahre TRACO und 120 Jahre Verarbeitung von Naturstein in Bad Langensalza. Ulrich Klösser wird die Gäste auf eine spannende Reise durch die wechselvolle Unternehmens- und Baugeschichte mitnehmen.

Einblicke in die moderne Rosenzüchtung

Natürlich darf bei unserem Symposium die Rose nicht fehlen. Den dritten Fachvortrag gestaltet Thomas Proll, Leiter der Gartenrosenzüchtung bei der Rosenschule W. Kordes’ Söhne. Thomas Proll ist seit 1996 für das traditionsreiche Unternehmen tätig und trägt seit 1998 als Züchtungsleiter Verantwortung für die Entwicklung neuer Gartenrosen. Er wird die Gäste in die faszinierende Welt der Rosenzüchtung im Wandel der Zeiten des 20.und 21. Jahrhunderts mitnehmen und Einblicke in die anspruchsvolle Arbeit geben, die hinter der Entstehung einer neuen Rosensorte steht.

Beim Rosenfest im vergangenen Monat in Bad Nauheim wurde Thomas Proll für seine jahrzehntelangen Verdienste um die Rosenzüchtung und die Rosenkultur mit dem „Rosenring der Stadt Bad Nauheim“ ausgezeichnet. Unser Glückwunsch ist bereits auf dem Weg.

Eine Rose erhält ihren Namen

Ein besonderer Höhepunkt des Symposiums wird eine feierliche Rosentaufe sein.

Sie wird den Namen „Hermann Oehring“ erhalten und würdigt damit einen leidenschaftlichen Gartenfreund, Pflanzenkenner und Bewahrer bedeutender gärtnerischer Traditionen.

Hermann Oehring, Jahrgang 1948, ist seit mehr als fünf Jahrzehnten als Freizeitgärtner tätig. Er widmet sich mit besonderer Hingabe den Rosen und dem Rittersporn.

Eine besondere Herzensangelegenheit ist ihm die Bewahrung des Vermächtnisses von Karl Foerster, dem bedeutenden Staudenzüchter und Gartenphilosophen. Durch seine frühere freundschaftliche Verbindung zur Familie Foerster in Potsdam-Bornim fühlt sich Hermann Oehring dieser Aufgabe in besonderer Weise verpflichtet. Wie sein großes Vorbild beschäftigt sich er seit vielen Jahren erfolgreich mit der Auslese neuer, widerstandsfähiger Rittersporne. In zahlreichen Fachveröffentlichungen wirbt er dafür, dieser eindrucksvollen blauen Frühsommerstaude wieder einen festen Platz in den Gärten zu geben.

Auch in unserem „Rosengarten“ und im „Rosengarten der Kinder“ finden sie seine wunderschönen Begleiter der Rosen.

Mit der Benennung der neuen Rose wird Hermann Oehrings jahrzehntelanges Wirken für die Rosen- und Staudenkultur, seine umfangreiche Wissensvermittlung und seinen besonderen Einsatz für die Bewahrung gärtnerischen Kulturerbes gewürdigt.

Zur feierlichen Rosentaufe werden der Hobbyrosenzüchter Lutz Hecker sowie Jens Haentzschel, Journalist und Moderator des „MDR Garten“, im Friederiken Schlösschen begrüßt.

Das 9. Wissenschaftliche Symposium verspricht einen abwechslungsreichen und interessanten Tag, der Gartenfreunde, Rosenliebhaber, Naturinteressierte sowie alle an der Geschichte und Entwicklung unserer Stadt interessierten Bürgerinnen und Bürger ansprechen wird.

Die Anni-Berger-Stiftung lädt bereits heute herzlich dazu ein.

Merken Sie sich diesen Termin vor:

Samstag, 24. Oktober 2026

Friederiken Schlösschen Bad Langensalza

Einlass: 8.30 Uhr | Beginn: 9 Uhr

In der nächsten Ausgabe des Heimatboten werden der genaue zeitliche Ablauf, die Vortragsthemen und weitere organisatorische Hinweise veröffentlicht.

Marie-Luise Steube