Vielleicht sind sie Ihnen bei einem Ihrer Waldbesuche bereits aufgefallen:
Zwei horizontale Striche in Signalfarbe an den Bäumen am Wegesrand, die sich tiefer im Bestand wiederholen. Bei diesen Symbolen handelt es sich nicht etwa um die Kennzeichnung von Bäumen zur Fällung, sondern um die Markierung sogenannter Rückegassen.
Rückegassen sind systematisch im Bestand angelegte Schneisen mit festen Abständen zueinander (meist 20 bis 40 Meter), die der Bewirtschaftung des Waldes dienen.
Das für die Holzernte oft unvermeidbare Befahren des Waldbodens führt zwangsläufig zur Störung des empfindlichen Bodengefüges.
Um die Beeinträchtigung so gering wie möglich zu halten, fahren die Forstmaschinen während der Holzernte daher ausschließlich auf diesen Schneisen. In den Waldungen der Gemeinde bleiben so über 90 % der Waldfläche unbefahren.
Rückegassen neigen allerdings dazu, mit der Zeit zuzuwachsen und sind dadurch teils schwierig zu verorten. Daher werden die Gassen dauerhaft mit umweltverträglicher Sprühfarbe markiert. So weiß der Maschinenführer immer genau, wo er fahren darf und wo nicht.
Rückegassen sind nur eine von vielen Maßnahmen die wir einsetzen, um die Holznutzung in unseren Wäldern so schonend wie möglich zu gestalten.