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Nachrichtenblatt Rehlingen-Siersburg
Ausgabe 38/2026
Umwelt-Info
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Massive Schäden durch die Asiatische Hornisse

– Ein drastischer Eingriff in unser Ökosystem

Artikelreihe „Asiatische Hornisse“ Artikel 6 von 9, siehe auch unter:

https://kreisverband-imker-saarlouis.de/termine-und-aktuelles/

Mitte/Ende August laufen die Völker der Asiatischen Hornisse zur Höchstleistung auf. Achten Sie bei Ihrem nächsten Spaziergang, im Garten oder auf der Streuobstwiese einmal darauf: Dieses Insekt ist längst kein reines „Imkerproblem“ mehr. Die Schäden an unserer Ernte und die Belastung für die heimische Artenvielfalt sind mittlerweile für uns alle deutlich sichtbar.

Der Eingriff in Natur und Landwirtschaft im Überblick

Die folgende Übersicht zeigt, wie die Asiatische Hornisse in diesem Monat unsere Umwelt beeinflusst:

Bereich

Beobachtung im Spätsommer

Auswirkung auf Natur & Ernte

Obstbau

Große, kreisrunde Einbisslöcher in Äpfeln und Birnen; Früchte werden oft bis auf die Schale ausgehöhlt.

Pilzsporen dringen in die Wunden ein; Früchte verfaulen direkt am Baum und werden unbrauchbar.

Weinbau

Massiver Befall von reifenden Weintrauben; oft werden ganze Traubenbündel (Gescheine) angegangen.

Hoher Ernteverlust für Winzer und gesundheitliche Gefahr bei der Ernte, verletzte Beeren ziehen Essigfliegen an, was die Fäulnis beschleunigt.

Vogelwelt

Deutlicher Rückgang von Fluginsekten (Wildbienen, Schwebfliegen) in der Nähe von Hornissen-Hotspots.

Proteinmangel für Spätbruten der Singvögel; die Überlebensrate der Jungvögel sinkt.

Gemüsebau

Hornissen jagen Bestäuber direkt an den Blüten von Kürbis, Zucchini oder späten Bohnen.

Verkümmerte Fruchtansätze und Ernteeinbußen, da die notwendige Bestäubung durch Nützlinge fehlt.

Artenvielfalt

Die Hornisse verdrängt heimische Fluginsekten, wie zB: Wildbienen, Wespen und Schmetterlinge von zuckerreichen Futterquellen.

Das fein abgestimmte Gleichgewicht zwischen den heimischen Arten gerät dauerhaft ins Wanken.

Warum Ihre Mithilfe jetzt entscheidend ist?

Um den Druck auf die Artenvielfalt zu mindern, müssen wir die Standorte dieser Raubzüge kennen. Wenn Sie an Ihren Obstbäumen oder im Garten gehäuft Hornissen mit fast schwarzem Körper und gelben Beinenden sehen, ist das ein sicheres Zeichen für ein großes Sekundärnest in der unmittelbaren Umgebung.

So unterstützen Sie uns:

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Beobachten: Achten Sie auf Ihre Umgebung, vielleicht entdecken Sie ein Nest.

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Dokumentieren: Fotografieren Sie das Nest (bitte mit Sicherheitsabstand!).

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Melden: an: www.velutina-saar.deund laden Sie das Foto hoch.

Jede Meldung hilft uns dabei, die Nester in den hohen Baumwipfeln zu lokalisieren, bevor im Herbst die nächste Generation an Königinnen schlüpft. Gemeinsam schützen wir unsere Ernte und bewahren den Lebensraum für unsere Tierwelt.