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Amtsblatt der Stadt Werra-Suhl-Tal
Ausgabe 1/2026
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Pfarrbereich Berka/Werra

Berka - Dankmarshausen - Dippach - Herda - Gospenroda -

Vitzeroda - Horschlitt - Großensee

„Siehe, ich mache alles neu!" Off 21,5

Liebe Gemeindeglieder

in Berka, Dankmarshausen, Dippach, Herda,

Gospenroda, Vitzeroda, Horschlitt und Großensee,

zum Beginn des neuen Jahres grüßen wir Sie alle sehr herzlich und wünschen Ihnen Gottes reichen Segen, Hoffnung und Vertrauen für die kommenden Monate. Möge dasneue Jahr von guten Begegnungen, tragfähiger Gemeinschaft und dem Vertrauen begleitet sein, dass Gott uns auf unseren Wegen nicht allein lässt.

Die Jahreslosung für das Jahr 2026 stellt uns ein kraftvolles biblisches Wort an die Seite:

„Siehe, ich mache alles neu!" Off 21,5

Dieses Wort lädt uns ein, mit offenen Augen und offenen Herzen auf das zu schauen, was wächst, sich verändert und neu entsteht - auch in unserem kirchlichen Leben.

Zu Beginn des neuen Jahres gibt es in unserem Pfarrbereich eine wichtige Neuerung: Ab dem 1. Januar 2026 endet die Zeit der Vakanz für die Gemeinden Herda, Gospenroda, Vitzeroda und Horschlitt. Diese Gemeinden gehören nun gemeinsam mit Berka/Werra, Dankmarshausen, Dippach und Großensee zum Pfarrbereich Berka/Werra. Damit sind wir zu einem großen Pfarramtsbereich zusammengewachsen, der viele Orte, unterschiedliche Prägungen und lebendige Traditionen miteinander verbindet.

Dieses Zusammenwachsen bringt viel Gutes mit sich. Es eröffnet neue Möglichkeiten der Begegnung, des Austausches und der gegenseitigen Unterstützung. Zugleich ist uns bewusst, dass ein so großer Pfarrbereich auch neue Wege des Denkens und Handelns erfordert. Gewohnte Strukturen werden sich verändern, manches muss neu bedacht und einiges gemeinsam getragen werden.

Gerade in dieser Vielfalt gibt es zwei verbindende Elemente, die uns tragen und zusammenhalten.

Das erste ist unser Glaube an Jesus Christus. Er ruft uns dazu auf, über so manches Schwierige hinweg auch wieder das Gute zu sehen. Er ermutigt uns immer wieder, weiterzugehen, nicht stehen zu bleiben und einladend auf andere zuzugehen. In seinem Namen dürfen wir Gemeinschaft leben, Menschen willkommen heißen und den Glauben miteinander teilen - offen, zugewandt und hoffnungsvoll.

Das zweite verbindende Element in unseren Gemeinden ist das kirchliche Programm „Kirche & Kultur", das in all unseren Orten Kirche, Religion und kulturelles Leben miteinander verbinden möchte. Musik, Ausstellungen, Lesungen, Feste und Begegnungen schaffen Räume, in denen Menschen zusammenkommen können - unabhängig davon, wie vertraut sie mit Kirche sind. So kann Gemeinschaft wachsen und das Miteinander vor Ort und über Ortsgrenzen hinweg gestärkt werden.

Ein lebendiger Pfarrbereich lebt davon, dass Menschen sich einbringen und Verantwortung übernehmen. Jede und jeder ist eingeladen, an diesem großen Werk mitzuarbeiten:

Bewährtes und Vertrautes zu pflegen und zugleich offen zu sein für Neues, das sich entwickeln darf.

Kirche lebt von Beteiligung, von Ideen, von helfenden Händen und von der Bereitschaft, aufeinander zuzugehen.

Dabei wird es künftig nicht möglich sein, dass alles in jedem Ort stattfindet. Neben dem Blick auf die eigene Gemeinde braucht es immer mehr auch den regionalen Blick.

„Hingehen und Einladen" wird ein wichtiger Leitgedanke sein: sich auf den Weg machen zu Angeboten in anderen Orten und zugleich Gäste im eigenen Ort willkommen heißen.

In den vergangenen beiden Jahren konnten wir diesen Weg bereits erproben. Regionale Gottesdienste, Feste und Veranstaltungen im Pfarrbereich haben gezeigt, wie bereichernd solche Begegnungen sein können. Viele haben erlebt, wie Gemeinschaft wächst, wenn Menschen zusammenkommen, voneinander hören, miteinander feiern und glauben. Diese Erfahrungen möchten wir in unserem Pfarrbereich weiterführen und vertiefen.

So gehen wir mit Zuversicht in das neue Jahr und im Vertrauen auf Gottes Zusage dürfen wir hoffen, dass er uns begleitet, stärkt und immer wieder neue Wege eröffnet. Lassen wir uns einladen von seinem Wort: „Siehe, ich mache alles neu."

Wir freuen uns auf viele Begegnungen im Pfarrbereich und auf ein lebendiges Miteinander.

Herzliche Grüße und Gottes Segen für das neue Jahr

Ihr Pfarrer Andre Krauß

Kirche und Kultur - ein kulturtheologisches Gemeindekonzept

„Kirche und Kultur" ist ein Gemeindekonzept, das auf den kulturtheologischen Überlegungen des Theologen Paul Tillich basiert. Tillich verstand Kultur nicht als Gegensatz zur Religion, sondern als eine Ausdrucksform des Geistlichen. In diesem Sinne sieht unser Konzept auch in künstlerischen und kulturellen Ausdrucksformen - Musik, Literatur, Theater, Bildender Kunst oder Alltagskultur - eine eigene geistliche Dimension. Kultur kann Fragen nach Sinn, Identität, Hoffnung und Transzendenz stellen und Menschen auf existenzielle Weise berühren - ganz ähnlich wie die Religion.

Wir arbeiten mit und an diesem Ansatz, weil wir überzeugt sind, dass Kirche mehr ist als ein Ort traditioneller Frömmigkeit. Sie will ein lebendiger Raum sein, in dem sich Glaube und Kultur begegnen, gegenseitig befruchten und neue Perspektiven eröffnen. Geistliche Tiefe zeigt sich nicht nur in liturgischen Formen, sondern ebenso in Musik, Bildern, Worten und Gesten - auch außerhalb klassischer kirchlicher Formate.

Unser Ziel ist es, mit dem Programm „Kirche und Kultur":

1.

Kirche neu zu denken und zu entdecken - als offenen Ort des Dialogs, der Kreativität, der spirituellen Erfahrung und der gesellschaftlichen Relevanz. Wir möchten Menschen einladen, Kirche nicht nur als Institution, sondern als kulturellen und geistlichen Resonanzraum zu erleben.

2.

Kulturelles Leben im ländlichen Raum zu fördern - indem wir kulturelle Veranstaltungen anbieten, die sowohl künstlerischen Anspruch als auch spirituelle Tiefe vereinen. Dabei möchten wir den Zugang zu Kultur niedrigschwellig halten und lokale Netzwerke stärken: zwischen Künstler:innen, Gemeinden, Bildungseinrichtungen und engagierten Menschen vor Ort.

Ob Konzerte, Lesungen, Theaterprojekte oder interaktive Formate - „Kirche und Kultur" will Räume schaffen, in denen Spiritualität und Glaube erfahrbar werden - im freien Spiel der Künste und im offenen Gespräch über das, was uns im Innersten bewegt.

Damit dieses Konzept lebendig wird, sind wir auf die Mithilfe aller Interessierten angewiesen. Wir laden herzlich ein, sich mit Ideen, Engagement, Kreativität oder einfach mit Neugier einzubringen. Gemeinsam wollen wir einen Ort gestalten, an dem kulturelle Vielfalt, spirituelle Tiefe und gemeinschaftliches Miteinander in unserem Pfarramtsbereich ihren Platz finden.

Wichtiges aus dem Pfarrbereich

Taufsamstage 2026

Taufen von Kindern und Erwachsenen finden in der Regel in einem Gottesdienst am Sonntag statt, da sie ein sichtbares Zeichen der Aufnahme in die christliche Gemeinde vor Ort und gleichzeitig in die weltweite Gemeinschaft der Christen ist. Dennoch besteht oft der Wunsch, die Taufe an einem Samstag außerhalb des regulären Gottesdienstes zu feiern. Diesem Wunsch entsprechen wir als Kirchengemeinden, indem wir in jedem Monat des Jahres einen Samstag als Taufsamstag feiern. An diesen Taufsamstagen werden dann

mehrere Menschen in einem Gottesdienst getauft.

Die Termine für 2026 sind folgende:

28.02., 28.03., 18.04., 23.05., 20.06., 25.07., 29.08., 19.09., 10.10., 14.11.;

Hochzeits- und Ehejubiläen

Sie haben ein rundes oder hohes Hochzeitsjubiläum und wünschen sich dazu eine Andacht oder einen Gottesdienst oder einfach einen kirchlichen Besuch, dann bitten wir Sie, sich mit uns in Verbindung zu setzen und uns diesen Wunsch mitzuteilen, damit wir uns für Sie Zeit nehmen können. Ohne Ihre Meldung haben wir leider keine Kenntnis von Ihrem besonderen Ehrentag.

Besuche zu Hause

Ein großes Pfarramt wie das Pfarramt Berka/Werra mit seinen knapp 2000 Gemeindegliedern braucht einiges Engagement und Aufmerksamkeit, damit niemand verloren geht und vergessen wird. Auch wenn ich in den einzelnen Orten viel unterwegs bin, kann es doch sein, dass ich nicht alle Menschen erreichen kann, die einen Besuch von mir erwarten. Jede und jeder kennt die Dynamik, die sich in einem Ort entwickeln kann, wenn einer vom Pfarrer Besuch bekommt und jemand anderes vielleicht nicht.

Wenn dies geschieht, dann ist das keine böse Absicht, sondern auf einen Mangel an fehlende Informationen zurückzuführen. Je besser ich informiert bin, wer meinen Besuch wünscht, je eher kann ich mich auf den Weg machen. Ich besuche Sie gerne und bin dazu aber auch auf Ihre Hilfe angewiesen. Wenn Sie besucht werden möchten oder jemanden wissen, die oder der vom Pfarrer besucht werden will, dann teilen Sie mir dies bitte mit.

Denn solche Informationen sind eine Grundlage meiner seelsorgerlichen Arbeit.