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Amtsblatt der Stadt Werra-Suhl-Tal
Ausgabe 3/2026
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Kirche Berka

KIRCHLICHE NACHRICHTEN PFARRBEREICH BERKA/WERRA

Berka-Dankmarshausen-Dippach-Herda-

Gospenroda-Vitzeroda-Horschlitt-Großensee

„Jesus spricht zu Thomas: Weil du mich gesehen hast, darum glaubst du? Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!" (Johannes 20,29)

„Ich glaube nur, was ich sehe!" - dieser Satz fällt schnell, wenn es um Glaubensfragen geht. Er klingt vernünftig, bodenständig und klar. Viele verstehen sich selbst als Menschen, die sich an Fakten halten und sich nicht auf Unbeweisbares einlassen wollen. Was sich unseren Sinnen entzieht, erscheint schnell als unsicher oder sogar als Einbildung.

So ähnlich denkt auch Thomas, einer der Jünger Jesu. Er kann und will die Nachricht von der Auferstehung nicht einfach übernehmen. Zu unglaublich scheint das alles. Er fordert einen Beweis, etwas Greifbares, etwas, das er sehen und berühren kann. Sein Zweifel ist ehrlich - und zutiefst menschlich.

Doch die biblische Geschichte führt uns noch einen Schritt weiter. Die anderen Jünger haben Jesus über Jahre hinweg begleitet. Sie haben seine Worte gehört, seine Wunder gesehen, seine Nähe erlebt. Und trotzdem: Ihr Glaube ist nicht selbstverständlich. Immer wieder zweifeln sie, verstehen nicht, geraten ins Wanken. Selbst nach Ostern heißt es von ihnen, dass einige zweifelten, obwohl sie den Auferstandenen vor sich sahen.

Das ist bemerkenswert. Denn es zeigt: Sehen allein genügt nicht. Es schafft keine Garantie für Vertrauen. Der Zusammenhang zwischen Sehen und Glauben ist nicht so eng, wie wir oft annehmen. Auch das kennen wir aus unserem eigenen Leben. Wir können Dinge mit eigenen Augen sehen - und dennoch unsicher bleiben. Und umgekehrt vertrauen wir oft auf Dinge, die wir nicht beweisen können: auf die Treue eines Menschen, auf die Verlässlichkeit einer Beziehung, auf eine Hoffnung für die Zukunft.

Glaube ist deshalb mehr als das Anerkennen von Tatsachen. Er ist in seinem Kern Beziehung. Beziehung zu Gott - und auch zu den Menschen um uns herum. Und jede Beziehung lebt davon, dass wir uns einlassen, dass wir Vertrauen wagen. Das geschieht nicht auf einmal und nicht ohne Zweifel. Es wächst langsam, durch Erfahrungen, durch Begegnungen, durch das, was wir im Inneren als tragfähig erleben.

Dieses Vertrauen ist immer auch ein Risiko. Wer vertraut, macht sich verletzlich. Dochzugleich ist es die Grundlage für alles, was unserem Leben Tiefe gibt. Freundschaft, Liebe, Verbundenheit - all das lässt sich nicht messen oder beweisen. Und doch sind es genau diese Dinge, die unser Leben reich machen.

Jesus nennt die selig, die nicht sehen und doch glauben. Das ist keine Geringschätzung des Zweifelns. Vielmehr ist es eine Einladung: sich nicht allein auf das Sichtbare zu verlassen, sondern dem zu trauen, was sich im Herzen als wahr erweist.

Denn am Ende entscheidet nicht das, was wir vor Augen haben, über den Wert unseres Lebens. Entscheidend ist das, was uns innerlich erfüllt: Vertrauen, Frieden und die Gewissheit, getragen zu sein. Vielleicht liegt darin das Geheimnis des Glaubens - dass das Wesentliche tatsächlich unsichtbar ist, und doch unser Leben prägt.

Wichtiges aus dem Pfarrbereich

Taufsamstage 2026

Taufen von Kindern und Erwachsenen finden in der Regel in einem Gottesdienst am Sonntag statt, da sie ein sichtbares Zeichen der Aufnahme in die christliche Gemeinde vor Ort und gleichzeitig in die weltweite Gemeinschaft der Christen ist. Dennoch besteht oft der Wunsch, die Taufe an einem Samstag außerhalb des regulären Gottesdienstes zu feiern. Diesem Wunsch entsprechen wir als Kirchengemeinden, indem wir in jedem Monat des Jahres einen Samstag als Taufsamstag feiern. An diesen Taufsamstagen werden dann mehrere Menschen in einem Gottesdienst getauft.

Die Termine für 2026 sind folgende:

28.03., 18.04., 23.05., 20.06., 25.07., 29.08., 19.09., 10.10., 14.11.;

Hochzeits- und Ehejubiläen

Sie haben ein rundes oder hohes Hochzeitsjubiläum und wünschen sich dazu eine Andacht oder einen Gottesdienst oder einfach einen kirchlichen Besuch, dann bitten wir Sie, sich mit uns in Verbindung zu setzen und uns diesen Wunsch mitzuteilen, damit wir uns für Sie Zeit nehmen können. Ohne Ihre Meldung haben wir leider keine Kenntnis von Ihrem besonderen Ehrentag.

Besuche zu Hause

Ein großes Pfarramt wie das Pfarramt Berka/Werra mit seinen knapp 2000 Gemeindegliedern braucht einiges Engagement und Aufmerksamkeit, damit niemand verloren geht und vergessen wird. Auch wenn ich in den einzelnen Orten viel unterwegs bin, kann es doch sein, dass ich nicht alle Menschen erreichen kann, die einen Besuch von mir erwarten. Jede und jeder kennt die Dynamik, die sich in einem Ort entwickeln kann, wenn einer vom Pfarrer Besuch bekommt und jemand anderes vielleicht nicht.

Wenn dies geschieht, dann ist das keine böse Absicht, sondern auf einen Mangel an fehlende Informationen zurückzuführen. Je besser ich informiert bin, wer meinen Besuch wünscht, je eher kann ich mich auf den Weg machen. Ich besuche Sie gerne und bin dazu aber auch auf Ihre Hilfe angewiesen. Wenn Sie besucht werden möchten oder jemanden wissen, die oder der vom Pfarrer besucht werden will, dann teilen Sie mir dies bitte mit.

Denn solche Informationen sind eine Grundlage meiner seelsorgerlichen Arbeit.