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Amtsblatt der Stadt Werra-Suhl-Tal
Ausgabe 3/2026
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KunstGENuss probt fleißig für „Alice im Wunderland“

 

Bereits Ende 2025 sind die Proben für das diesjährige Stück der Theatergruppe Gerstungen e.V. angelaufen. Jüngst kamen die Theateramateure in Eisenach zu ihrem alljährlichen Probenwochenende zusammen, um sich intensiv auf „Alice im Wunderland“ vorzubereiten. Dabei standen, neben dem Schauspiel, auch weitere Arbeiten rund um das Stück auf der Agenda - denn auch in 2026 wollen die KunstGENüssler ihr Publikum mit allen Sinnen verzaubern.

 

 

Nach „Faust“ und „Kunst am Weg“ bringt die Theatergruppe Gerstungen e.V. in diesem Jahr ein Märchen für Groß und Klein auf die Bühne: „Alice im Wunderland“. Angeführt von der Hauptdarstellerin, welche von Sophia Singer gespielt wird, geht es in eine Phantasiewelt, in der gesungen und getanzt wird, in der aber auch allerlei Kuriositäten warten. So trifft Alice beispielsweise auf das weiße Kaninchen, verkörpert durch Ronny Barufke, welches ständig in Eile ist oder begegnet der Grinsekatze, deren breites Lächeln sich über das gesamte Gesicht erstreckt. Letztgenannte wird von Silvia Stein dargestellt. „Neben meinem markanten Aussehen präsentiere ich den Zuschauern eine Choreographie. Diese umfasst katzentypische Bewegungsabläufe.“, erklärt sie. An dieser Choreographie, aber auch am Zusammenspiel mit den anderen Darstellern wurde im Rahmen des Probenseminars drei Tage intensiv gearbeitet. „Dabei hat sich unser diesjähriges Ensemble so richtig geformt und zusammengeschweißt. Wir sind so eng beieinander, dass man super die Fortschritte des anderen sehen kann, ständiges Feedback bekommt und sich untereinander austauscht, was man verbessern kann. Das alles bringt uns unwahrscheinlich weiter.“, fasst Sabine Quaas zusammen. Sie übernimmt in „Alice im Wunderland“ die Rolle der Herzkönigin. Auch wenn der Charakter etwas böse angehaucht ist, stellt das für die Darstellerin nicht die größte Herausforderung dar, sondern: „Dass ich singen muss. Außerdem muss ich mich noch an mein großes, umfangreiches Kostüm gewöhnen und lernen, wie ich es handhaben kann. Ich muss aufpassen, dass ich nicht irgendwo anecke, irgendjemanden umwerfe oder hängen bleibe.“

 

 

Neben dem Kostüm der Herzkönigin, darf sich das Publikum auf weitere Besonderheiten freuen. Der Grinsekatze wird ein überdimensionaler Kopf verliehen und auch die Szene der Teeparty strotzt nur so vor Effekten. Generell ist das Stück von zahlreichen, übergroßen Requisiten geprägt, die unter der Leitung von Astrid Grasse und ihrer Assistentin Katharina Straßburg in liebevoller Kleinstarbeit angefertigt werden. „Im Rahmen des Seminars haben wir mit dem Basteln der Phantasieblumen angefangen. Hierfür werden unter anderem alte Scheinwerfer verwendet, die wir nicht mehr benötigen. Für die Gestaltung der Blumen habe ich im Internet recherchiert. Allein der Durchmesser des Blütenkerns liegt bei 20 Zentimetern - da muss man bei der Gestaltung schon aufpassen.“, beschreibt Katharina Straßburg den Prozess. Die Blüten selbst werden aus buntem Stoff gefertigt. Dabei gilt: je farbenfroher, desto besser. Und auch bei den Blättern darf eine gewisse Raffinesse nicht fehlen. „Hier tüfteln wir gerade an einem Mechanismus, sodass man die Blumen auch beispielsweise in Bäume hängen kann.“, berichtet sie weiter. „Und genau für solche Arbeiten ist das Probenwochenende auch da. Wann nimmt man sich sonst drei Tage am Stück Zeit, um zu basteln und zu üben?!“

Die Vereinsmitglieder der Theatergruppe Gerstungen e.V. blicken auf ein arbeitsreiches Wochenende zurück, welches von zahlreichen Proben, Basteleien und Tüfteleien, aber auch von jeder Menge Spaß erfüllt war. Mit dieser Dynamik geht es nun in die nächste Phase, denn in gut drei Monaten startet bereits die Spielzeit 2026.

 

 

Schon jetzt können es die Theateramateure kaum erwarten, dem Publikum ihre Inszenierung des Stücks zu präsentieren und es zu verzaubern. Neugierig, wie das Abenteuer im Wunderland auf der Bühne dargestellt wird? Dann merken Sie sich am besten direkt die Aufführungstermine vor. „Alice im Wunderland“ ist am 13. und 14. Juni, am 20. und 21. Juni sowie am 27. und 28. Juni im Schlosshof Gerstungen zu sehen. Karten sind in Kürze im Bürgerbüro und in der Bibliothek Gerstungen erhältlich.

Anika Zitzmann, Schriftführerin