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Amtsblatt der Stadt Werra-Suhl-Tal
Ausgabe 4/2026
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Dr. Kurt Tucholsky - „Ein Kampf zwischen Poesie und Pamphlet“

Die Zeit des späten 19. Jahrhunderts und der Anfang des 20. Jahrhunderts sind von vielen technischen und politischen Revolutionen geprägt. Diese Zeit wurde von Literaten und anderen Künstlern sehr gut mit ihrer Arbeit beschrieben.

Es war ein Umdenken in der Gesellschaft. Den Künstlern gelingt es durch die damalige Freizügigkeit (in manchen Dingen), die neuen Möglichkeiten zu nutzen, um sich darin ausdrücken zu können.

Solch ein Freigeist war Dr. Kurt Tucholsky (1890-1935). Er war ein deutscher Literat und hat dies in seinem Wirken, aber auch in seinen Werken sehr gut festgehalten.

Tucholsky hat sich, zu Lebzeiten, in seinen Gedichten und Romanen mit der humorvollen Aufzeichnung von menschlichen Schwächen befasst. Aber er machte es sich auch zur Lebensaufgabe, mit seinen Werken eine politische Agitation für unpolitische Leser zu betreiben.

Die politische Aufklärung und das Wachrütteln der Deutschen zu deren Landespolitik, prägten ihn stark. Tucholsky war einer der bedeutendsten deutschen Journalisten, Satiriker, pazifistischer Gesellschaftskritiker und Schriftsteller der Weimarer Republik. Er selbst schützte sich damals mit Pseudonymen vor dem Ergreifen der Behörden, um seine Arbeit, wenn auch aus dem Exil, weiter leisten zu können.

Ihm wurde im Zuge der nationalsozialistischen Zeit seine deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt. Genauso wie Heinrich Mann, Dr. Rudolf Breitscheidt oder Wilhelm Pieck. Seit 1924 arbeitete er von Paris aus und ab 1929 sogar von Schweden her, bis zu seinem Lebensende.

Tucholsky bringt die Stimmungslage der damaligen Zeit so gut zum Ausdruck, dass ich von seinen Werken und dessen Hintergründen, eine Lesung zu diesem Thema gestaltet habe und diese in unserem Gerstunger Kulturverein am Samstag den 09. Mai 2026 um 18.00 Uhr im Atelier 3 (Gerstungen, Gartenstraße 3) für Sie halte.

freundlichst Ihre

Katharina Straßburg