In den vergangenen Monaten ist es vermehrt zu Feuerwehreinsätze wegen Bränden im Stadtgebiet gekommen. Bereits am 23.04.2026 kam es zu einem Vegetationsbrand am Wanderweg in Dankmarshäuser Rhäden, alarmiert waren die Ortsteilwehren Dankmarshausen, Großensee und Werra-Suhl-Tal Mitte, am 02.07.2026 wurde in den Abendstunden ein Brand am Aussichtspunkt „Werra-Blick“ gemeldet, unter dem dortigen Steintisch war brennbares Material geschichtet und angesteckt worden. Auf der Rückfahrt von diesem Einsatz bemerkten die Kameraden der Ortsteilwehr Werra-Suhl-Tal Mitte verbrannte Stellen am Feldrand des Roten Weges, so dass davon ausgegangen wird, dass hier bereits eine Brandstiftung stattgefunden hatte. Am 08.08.2026 sind die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Werra-Suhl-Tal zu drei Brandstellen entlang der L1023 zwischen den Ortsteilen Berka/Werra und Dippach alarmiert worden. Die Wehren Werra-Suhl-Tal Mitte und Dippach teilten sich auf, um am Ortsausgang Berka/Werra einen Vegetationsbrand von ca. 100 m² Richtung Werra-Camp zu löschen, einen weiteren Vegetationsbrand von ebenfalls 100 m² unmittelbar an der Landstraße sowie eine Fläche von 20 m² an der Berkaer Straße 37a.
Am 13.08.2026 wurden die Wehren WST-Mitte, Dippach, Dankmarshausen und Großensee zu einem großen Flächenbrand mit Ausbreitung in der Straße am Bornberg in Dippach alarmiert. Am selben Abend kam es noch zu einer Brandmeldung über einen Flächenbrand von ca. 50 m² in Berka/Werra am Schwimmbad, zu dem die Wehr Werra-Suhl-Tal Mitte ausgerückt ist.
In der darauffolgenden Nacht wurde zunächst die Ortsteilwehr Horschlitt zu einer unklaren Rauchentwicklung alarmiert, diese stellte sich rasch als Großbrand von ca. 1000 Strohballen heraus, daraufhin erfolgte eine Nachalarmierung der Wehren Werra-Suhl-Tal Mitte, Gospenroda und Vitzeroda. Insgesamt stand eine Fläche von ca. 500 m² in Brand und es musste ein Übergreifen auf anliegende Gebäude und Stallungen verhindert werden. Am nächsten Tag mussten Nachlöscharbeiten durchgeführt werden, an denen zusätzlich die Wehren Horschlitt, Dippach, Dankmarshausen und Fernbreitenbach beteiligt waren.
Die vorherrschende Trockenheit macht Wälder, Hecken und Grasflächen anfällig für Brände, die sich dadurch nun besonders schnell ausbreiten und außer Kontrolle geraten können. Dadurch werden nicht nur unzählige Insekten und Kleintiere getötet, sondern auch das klimaschädliche Gase freigesetzt, die den bereits fortschreitenden Klimawandel noch schneller vorantreiben.
Neben dem finanziellen Schaden für die Grundstückseigentümer, entstehen der Allgemeinheit hohe Kosten für die Einsätze der Hilfsorganisationen und allen voran begeben sich die Helfer von Feuerwehr und Rettungsdienst in große Gefahren bei jedem Einsatz.
Über sämtliche Einsätze sind bei der Polizei Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Brandstiftung eingeleitet worden. Sachdienliche Hinweise zu den einzelnen Taten nimmt die Polizeiinspektion Eisenach entgegen.
Außerdem bittet die Feuerwehr die Anwohner ausdrücklich darum, die Maßnahmen der Feuerwehr nicht zu behindern, Einsatzstellen nicht selbst anzufahren und sich nicht im Gefahrenbereich aufzuhalten.
Die Stadt dankt allen Einsatzkräften Ihrer Freiwilligen Feuerwehr und hofft, dass der oder die Täter ermittelt werden.
gez. B. Landsiedel
Leiterin Ordnungsamt