Zu einem auÃergewöhnlichen Konzert hatten die Pfarrei âSt. Josefâ sowie ihr Kirchenmusiker und künstlerischer Leiter der Jubiläumsjahr-Konzertreihe, Wolfgang Münchow, am Freitag, dem 17. Juli, eingeladen.
Zahlreiche Besucher erlebten bei hochsommerlichen Temperaturen ein facettenreiches Konzert. Die Flötistin Ulrike Siebler und Kirchenmusiker Wolfgang Münchow präsentierten eine Kombination von Flöte und Orgel mit Werken aus Barock, Klassik, Romantik und Impressionismus. Das Programm bestand überwiegend aus Bearbeitungen der beiden Künstler.
Zu Beginn erklang die Sonate in G von Leonardo Vinci. Meisterlich interpretierte Ulrike Siebler die Sätze des Werkes. Besonders in den tänzerischen Sätzen bewies sie ihre Meisterschaft, indem sie Verzierungen nach italienischer Manier einflieÃen lieÃ.
Mit der Hamburger Sonate von Carl Philipp Emanuel Bach folgte ein Beispiel für den empfindsamen, galanten Stil des 18. Jahrhunderts. Ulrike Siebler spielte das Werk mit groÃer emotionaler Tiefe und brillierte bei den virtuosen Läufen.
Das Andante C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart wurde im Zusammenspiel der beiden Musiker zu einem lyrischen Konzertstück. Siebler und Münchow verstanden es, die opernhafte Konzeption des Werkes herauszustellen und die feinfühligen Melodien zu zeichnen.
Die Berceuse von Gabriel Fauré zeichnete sich in der Bearbeitung der beiden Künstler durch eine sanft wiegende Begleitung der Orgel und eine ausdrucksstarke Melodie in der Flöte aus.
Eine gelungene Bearbeitung war âEn bateauâ von Claude Debussy. Die Zuhörer erlebten einen musikalisch sanften Wellenschlag, der den Blick ein wenig in die Vergangenheit schweifen lieÃ.
Bei der Romanze von Max Reger übernahm Münchow an der Orgel die harmonische Begleitung; Siebler spielte die träumerische Melodie mit einem warmen Ton darüber.
Zum Abschluss erklang die Sonate âLa flûte de Panâ von Jules Mouquet, ein Highlight des virtuosen französischen Flötenrepertoires. Siebler und Münchow entführten ihre Zuhörer mit spätromantisch-impressionistischen Klängen in die griechische Mythologie. Das technisch anspruchsvolle Werk wurde zum Höhepunkt des Abends, an dem die Flöte perfekt mit den Farben der Haerpfer-Orgel verschmolz.
Die begeisterten Zuhörer dankten mit langem Beifall und Standing Ovations, die sie mit einem Werk von Gabriel Fauré belohnten und noch einmal die beeindruckende Klangvielfalt von Flöte und Orgel demonstrierten.