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Riegelsberger Wochenpost
Ausgabe 34/2026
Kirchliche Nachrichten
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Pfarrei Oberes Köllertal Heilige Familie - Ovationen für Flöte und Orgel - Ulrike Siebler und Wolfgang Münchow begeisterten

 

Zu einem außergewöhnlichen Konzert hatten die Pfarrei „St. Josef“ sowie ihr Kirchenmusiker und künstlerischer Leiter der Jubiläumsjahr-Konzertreihe, Wolfgang Münchow, am Freitag, dem 17. Juli, eingeladen.

Zahlreiche Besucher erlebten bei hochsommerlichen Temperaturen ein facettenreiches Konzert. Die aus Riegelsberg stammende Flötistin Ulrike Siebler und Kirchenmusiker Wolfgang Münchow präsentierten ihren Zuhörern eine ergreifend schöne Kombination von Flöte und Orgel mit Werken aus Barock, Klassik, Romantik und Impressionismus. Da es für die Besetzung Flöte und Orgel nur wenige Originalkompositionen gibt, bestand das Konzertprogramm überwiegend aus Bearbeitungen der beiden Künstler.

Zu Beginn erklang die Sonate in G von Leonardo Vinci, ein herausragendes Werk, das der klassischen Sonatenform folgt. Meisterlich interpretierte Ulrike Siebler die Sätze des Werkes. Besonders in den tänzerischen Sätzen bewies sie ihre Meisterschaft, indem sie Verzierungen nach italienischer Manier einfließen ließ.

Mit der Hamburger Sonate von Carl Philipp Emanuel Bach folgte ein Paradebeispiel für den empfindsamen, galanten Stil des 18. Jahrhunderts. Ulrike Siebler spielte das Werk mit großer emotionaler Tiefe, brillierte bei den virtuosen Läufen und verstand es, die plötzlichen Stimmungswechsel zu präsentieren.

Das Andante C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart wurde im Zusammenspiel der beiden Musiker zu einem lyrischen und anmutigen Konzertstück. Siebler und Münchow verstanden es, die opernhafte Konzeption des Werkes herauszustellen und die weit geschwungenen Melodien zu zeichnen.

Die Berceuse von Gabriel Fauré zeichnete sich in der Bearbeitung der beiden Künstler durch eine sanft wiegende Begleitung der Orgel und eine intim gedämpfte Melodie in der Flöte aus.

Eine besonders gelungene Bearbeitung war „En bateau“ von Claude Debussy. Die Zuhörer erlebten einen musikalisch sanften Wellenschlag, der den Blick in die Vergangenheit schweifen ließ.

Bei der Romanze von Max Reger übernahm Münchow an der Orgel die harmonische Begleitung; Siebler spielte die träumerische Melodie mit einem warmen Ton darüber.

Zum Abschluss erklang die Sonate „La flûte de Pan“ von Jules Mouquet, ein Highlight des virtuosen, französischen Flötenrepertoires. Siebler und Münchow entführten ihre Zuhörer mit spätromantisch-impressionistischen Klängen in die griechische Mythologie. Das technisch anspruchsvolle Werk wurde zum Höhepunkt des Abends.

Die begeisterten Zuhörer dankten den beiden Künstlern mit langem Beifall und Standing Ovation, die sie mit einem Werk von Gabriel Fauré belohnten.