Das Bild zeigt Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Landwirtschaft, Bauen und Verkehr (UBLV) der Gemeinde Riegelsberg zusammen mit Bürgermeister Benjamin Schmidt, den beiden ehrenamtlichen Bekämpfern Hartmut Schmidt und Manuel Brück bei der Übergabe des angeschafften Equipments.
Die Gemeinde Riegelsberg hat zur Bekämpfung der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) eine spezielle Lanze einschließlich der erforderlichen technischen Ausstattung angeschafft. Das Gerät kommt interkommunal zum Einsatz und unterstützt damit auch die Bekämpfung in den Nachbarkommunen.
Seit der Beschaffung konnten in Riegelsberg, Heusweiler und Köllerbach bereits mehr als 80 Primär- und Sekundärnester erfolgreich bekämpft werden. Einen wesentlichen Anteil daran haben die ehrenamtlichen Bekämpfer Hartmut Schmidt und Manuel Brück. Bürgermeister Benjamin Schmidt dankt beiden ausdrücklich für ihren engagierten und verantwortungsvollen Einsatz: „Ihr ehrenamtliches Wirken leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer heimischen Arten, insbesondere der Bienenvölker, und zur Sicherheit der Bevölkerung.“
Derzeit ist besondere Aufmerksamkeit geboten. Im Spätsommer und Frühherbst erreichen die Völker der Asiatischen Hornisse ihre größte Stärke. Die Tiere ziehen in dieser Zeit häufig von den kleineren Primärnestern in deutlich größere Sekundärnester um, die meist hoch in Baumkronen, aber auch an Gebäuden, in Hecken oder anderen geschützten Bereichen zu finden sind. Zugleich beginnt die Phase, in der Jungköniginnen und Drohnen heranwachsen und sich paaren; die begatteten Jungköniginnen suchen anschließend Überwinterungsquartiere auf.
Bürgerinnen und Bürger werden daher gebeten, insbesondere bei Arbeiten in Gärten, beim Hecken- und Baumschnitt sowie bei der Obsternte auf auffälligen Flugverkehr und mögliche Nester zu achten. Verdächtige Nester dürfen keinesfalls eigenständig entfernt oder beschädigt werden, da die Tiere ihr Nest bei Störung entschieden verteidigen können.
Sichtungen von Asiatischen Hornissen oder verdächtigen Nestern können mit aussagekräftigen Fotos über das Meldeportal www.velutina-saar.de gemeldet werden. Jede Meldung hilft dabei, Nester frühzeitig zu erkennen und die weitere Ausbreitung der Art einzudämmen.