Sportplatzbau ab 1951
Sportplatz um 1985
Sportplatz 2026
Nach dem II. Weltkrieg begann langsam der Aufbau eines friedlichen Lebens in Bad Berka. Dazu gehörte auch, dass wieder Sport getrieben wurde. Schon im Herbst 1945 fanden erste Fußballspiele statt. Schnell hatte sich eine I. und II. Jugendmannschaft gebildet. Nun benötigte man aber auch geeignete Sportstätten und ein Sportlerheim. Die Tischtennisspieler hielten ihre Übungsstunden im Saal des Hotels „Deutsches Haus" ab, die Turner trainierten im Keller der Volksschule, die ebenfalls neu gebildete Sparte Leichtathletik hatte überhaupt keine Wettkampfstätte und trainierte im Kurpark.
Im Herbst 1948 wurde den Sportlern schließlich das ehemalige Schützenhaus im Kurpark als Sportlerheim zugesprochen. In mühevoller Eigenleistung sanierten sie gemeinsam mit Bad Berkaer Handwerksbetrieben das Gebäude. Am 7. August 1949 wurde das neue „Haus des Sports" feierlich eingeweiht. Mit der Wiederaufnahme des Kurbetriebs wollte aber das 1950 neu geschaffene Volksheilbad den Kurpark und das „Haus des Sports" für seine Zwecke nutzen. Die Suche nach einer geeigneten Sportstätte begann von vorn.
Im Rahmen eines großen „Initiativprogramms", dem sog. Berka-Plan, wurde 1951 zum freiwilligen Bau einer neuen Sportstätte im Ilmtal aufgerufen. Die gesamte Bad Berkaer Bürgerschaft, Betriebe und Verwaltungen engagierten sich für „ihr Sportstadion". Tausende von freiwilligen Aufbaustunden im sog. Nationalen Aufbauwerk wurden geleistet. Dabei verlegten die Aktiven zunächst das Spielfeld und bauten die Aschenbahn, einen Volleyballplatz sowie eine Wettkampfanlage für die Leichtathleten und schließlich noch ein Gebäude mit Wasch- und Umkleideräumen für die Sportler mit einer darüber liegenden Tribüne für die Zuschauer.
Die finanziellen Mittel kamen einerseits vom Kreis, der Stadt Bad Berka sowie vom Forst als Trägerbetrieb. Andererseits brachte aber auch der Verkauf von Spendenmarken einen erheblichen Betrag ein.
In dem noch im Bau befindlichen Sportstadion wurde 1953 der „Tag des Landsports" durchgeführt. 500 Sportler beteiligten sich an Massenwettkämpfen in der Leichtathletik, Volleyball und Fußball.
Nach Fertigstellung des Sportstadions richtete Bad Berka am 11. und 12. Juni 1955 das erste Kreis-Turn-und-Sportfest des Kreises Weimar aus.
Neue Impulse erhielt der Sport in Bad Berka zwischen 1970 und 1973, als man beschloss, unter „Ausnutzung aller örtlichen Möglichkeiten im „Mach-mit-Wettbewerb" durch Sportler, Betriebe und Institutionen das bestehende Sportlerheim um- und auszubauen und bessere Sanitär- und Umkleideräume zu schaffen. Auch die Tribüne wurde erweitert und später noch ein zweites Spielfeld für die Fußballer geschaffen. Wieder war es eine große Gemeinschaftsaktion. Die Einweihungsfeier des neuen Sportlerheims fand im Rahmen der Kooperationsfestspiele am 1.Juni 1973 statt.
In den folgenden Jahrzehnten waren weitere Um- und Erweiterungsbauten an den Sportanlagen erforderlich, um den wachsenden Bedürfnissen des Vereins- und Schulsportes gerecht zu werden.
So startete 2013 beispielsweise nach jahrelanger Vorbereitung erneut eine umfangreiche Sanierung und Umgestaltung des Ilmtal-Stadions für mehrere Millionen Euro. Im September 2021 erfolgte der Spatenstich für den barrierefreien Erweiterungsbau, der sich nach Süden an das Tribünengebäude anschließt - u.a. mit vier großen Umkleidekabinen, Duschen und WC.