In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates haben wir uns mit mehreren wichtigen Themen für unsere Ortsgemeinde beschäftigt. Neben der Unterstützung unserer Vereine standen auch Investitionen in Infrastruktur sowie die Planung weiterer Zukunftsprojekte für Clausen auf der Tagesordnung.
Zuschüsse für unsere Vereine
Ein zentraler Punkt der Sitzung war die Vergabe der Zuschüsse an unsere örtlichen Vereine. Die Unterstützung aller Vereine steht für uns im Vordergrund. Gleichzeitig müssen wir aufgrund der begrenzten Haushaltsmittel jedes Jahr neu abwägen, wie wir die verfügbaren Mittel bestmöglich verteilen.
Im vergangenen Jahr haben vor allem die beiden Sportvereine von Clausen profitiert und zusammen rund 1.300 Euro erhalten. Unsere Sportvereine leisten eine hervorragende Jugendarbeit und übernehmen darüber hinaus zahlreiche Aufgaben im Gemeindeleben. Gleichzeitig haben auch sie laufende Kosten und Investitionen zu stemmen.
Insgesamt stellt die Gemeinde in diesem Jahr 4.950 Euro für die Unterstützung der Vereine bereit. Die Zuschüsse 2026 verteilen sich wie folgt:
Eine besondere Unterstützung erhält in diesem Jahr der Männerchor. Nach größeren Reparaturinvestitionen in den vergangenen Jahren ist zusätzlich das Klavier defekt gegangen. Eine Neubeschaffung ist daher dringend notwendig und wird auf etwa 2.500 bis 3.000 Euro geschätzt. Mit dem Zuschuss der Gemeinde in Höhe von 1.000 Euro sowie einem von mir beantragten Zuschuss bei der VR-Bank in Höhe von knapp 1.000 Euro ist das Ziel bereits fast erreicht.
Wiederkehrende Beiträge für Straßen
Der Gemeinderat hat außerdem den Beitragssatz für die wiederkehrenden Beiträge für öffentliche Verkehrsanlagen festgesetzt. Dieser beträgt weiterhin 0,192239 Euro pro Quadratmeter als Vorausleistung für das Jahr 2026.
In diesem Beitragssatz ist unter anderem ein Teil der bereits sanierten Marhöferstraße berücksichtigt sowie der geplante Ausbau des Tempels. Hier warten wir weiterhin auf die Förderzusage des Landes. Der Zuschuss wurde uns im vergangenen Jahr leider abgelehnt. Ohne eine Förderung wäre der Ausbau mit Kosten von über 200.000 Euro für die Gemeinde kaum zu stemmen. Ich habe in der Sitzung deutlich gemacht, dass uns hier eigentlich eine Förderung zusteht und wichtige Straßensanierungen nicht auf der Strecke bleiben dürfen.
Bauhof: Elektroinstallation wird erneuert
Ein weiterer wichtiger Punkt war die Erneuerung der Elektroinstallation im Bauhof. Die bestehende Anlage entspricht nicht mehr den heutigen Vorschriften und muss deshalb dringend modernisiert werden. Der Auftrag wurde an die Firma Meik John vergeben. Die Kosten belaufen sich auf rund 3.168 Euro.
Mit dieser Maßnahme räumen wir auch alte Versäumnisse auf. Die Sicherheit unserer Mitarbeiter muss gewährleistet sein. Wir sind es ihnen schuldig, den Arbeitsschutz nachhaltig zu verbessern.
Reparatur des Wendehammers in der Gräfensteinstraße
Der Gemeinderat hat außerdem die Reparatur des Wendehammers in der Gräfensteinstraße beschlossen. Dort sind Bordsteine beschädigt, teilweise auf einer Länge von bis zu 14 Metern, wodurch auch die Wasserableitung beeinträchtigt ist. Die Arbeiten werden von der Firma Marc Freyberger durchgeführt und kosten rund 2.386 Euro.
Neue Kehrmaschine für den Bauhof
Für die Arbeiten des Bauhofs wird eine neue Traktorkehrmaschine angeschafft. Insgesamt standen drei Geräte zur Auswahl. Der Gemeinderat hat sich für das Modell Tuchel ECO pro entschieden. Die Maschine kostet rund 7.800 Euro und soll künftig bei Reinigungsarbeiten im Ort eingesetzt werden.
Großprojekte für die Zukunft unseres Ortes
Mit der Vergabe des Planungsbüros für die Neugestaltung des Dorfplatzes haben wir ein weiteres großes Projekt angestoßen. Den Auftrag erhält das Planungsbüro WSW & Partner. Die Planungskosten belaufen sich auf insgesamt rund 246.000 Euro.
Wir investieren damit gezielt in die Zukunft von Clausen. Mit der Dorferneuerung und unserem Status als Schwerpunktgemeinde haben wir derzeit die Chance, große Projekte umzusetzen und gleichzeitig hohe Fördermittel zu erhalten. Förderquoten von bis zu 75 Prozent machen Investitionen möglich, die sonst kaum realisierbar wären.
Neben der Sanierung des Rathauses zum Dorfgemeinschaftshaus steht nun auch die Neugestaltung des Dorfplatzes an. Neben der Neugestaltung des Festplatzes ist dabei auch endlich ein öffentlicher Spielplatz vorgesehen. Ziel ist es, einen Treffpunkt für alle Generationen zu schaffen und unser Dorf nachhaltig attraktiver zu gestalten.
Die frühzeitige Vergabe des Planungsbüros war wichtig, um die Abgabefrist im September 2027 einhalten zu können. Unser Status als Schwerpunktgemeinde endet Ende 2028. Deshalb ist es wichtig, dass wir den Zeitplan einhalten und die Chancen dieser Förderung konsequent nutzen.
Bebauungsplan „Blumengarten“
Zum Abschluss der öffentlichen Sitzung hat der Gemeinderat eine Änderung des Bebauungsplans im Gebiet „Blumengarten“ beschlossen. Aufgrund der Hanglage und der Belastung der Kanalisation bei Starkregen werden die Baugrenzen angepasst und künftig auch Garagen sowie Stützmauern ermöglicht.