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Werratal Bote Mitteilungsblatt der VG Hainich-Werratal und Stadt Treffurt
Ausgabe 10/2026
Amt Creuzburg
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Das Landwirtschaftliche Unternehmen informiert ...

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Frühjahr zeigt sich von seiner schönsten Seite. Warme Temperaturen, sonnige Tage und eine erwachende Natur laden viele Menschen zu Spaziergängen durch Felder und Wiesen ein. Die Landschaft wirkt friedlich, fast idyllisch. Doch dieser Eindruck täuscht oft.

Landwirtschaft, einer der wohl schönsten Berufe der Erde. Man arbeitet in und mit der Natur, gestaltet Landschaften und trägt Verantwortung für Tiere und Pflanzen. Doch wir sind auch darauf angewiesen, dass unsere Flächen intakt bleiben. Wildschäden sind kein Randproblem, sondern für viele Betriebe eine ernsthafte wirtschaftliche Belastung und bereiten besonders große Sorgen. Wildschweine durchwühlen nachts ganze Wiesenflächen auf der Suche nach Nahrung. Zurück bleiben aufgerissene Grasnarben, tiefe Furchen und zerstörte Futterflächen. Was von außen vielleicht nach ein paar umgewühlten Stellen aussieht, bedeutet für uns erhebliche Ertragseinbußen.

Beschädigte Wiesen liefern weniger Futter für unsere Tiere. Zudem erschweren die aufgeworfenen Flächen die Mahd, beschädigen Maschinen und erhöhen das Unfallrisiko. Jede Reparatur kostet Zeit, Geld und zusätzliche Arbeit - Arbeit, die ohnehin in einer ohnehin arbeitsintensiven Jahreszeit anfällt.

Wir als Betrieb wünschen uns mehr Aufmerksamkeit für dieses Thema - von Politik, Jagd und Gesellschaft. Ein ausgewogenes Wildmanagement und gegenseitiges Verständnis sind notwendig, damit Landwirtschaft und Natur im Gleichgewicht bleiben können.

Wenn Sie also das nächste Mal an einer Wiese vorbeigehen, die frisch geschleppt oder ausgebessert wurde, wissen Sie: Dahinter steckt nicht nur Pflege, sondern oft auch die Beseitigung erheblicher Schäden.

Landw. Unternehmen Mihla