Bjarki und Julia auf der Creuzburg. Tourismusberaterin Susanne Werkmeister erklärt wie die Orte an der Werra zusammengehören.
Feuerwehrgroßaufgebot mit zwei Schlauchbooten und einer Drohne an der Ebenauer Brücke.
Regisseur und Bjarki inmitten der Biker.
Im letzten Jahr entschloss sich die Stadt Amt Creuzburg am CineFlex-Programm teilzunehmen. Freiwillige wurden gesucht und gefunden. Ein Drehbuch musste gestaltet werden und schließlich auch, nach mehreren langen Beratungen und wechselnden Teilnehmern, mit einem Profi- Filmteam umgesetzt werden. Dies geschah am ersten Märzwochenende.
Worum ging es im Projekt?
Gemeinsam Geschichten erzählen: Zum Beispiel, wie fühlt sich Heimat an? Was ist in einer Kommune wichtig und welche Menschen prägen eine Gemeinde? Und wie wollen wir in Zukunft zusammenleben?
Mit CineFlex laden wir Jugendliche und ältere Bewohner:innen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen ein, genau diesen Fragen nachzugehen. So ist es im offiziellen Programm zu lesen. Und weiter:
Über drei Jahre hinweg entstehen in fünfzehn ländlichen Gemeinden (unter 20.000 Einwohner:innen) gemeinsam entwickelte Filme, die das Besondere jeder Kommune zeigen: ihre Menschen, ihre Geschichten, ihre Perspektiven auf die Zukunft.
Begleitet werden die Filmteams von dem erfahrenen Regisseur Thierry Brühl, der sein Wissen einbringt und die Teilnehmenden inspiriert. Ihn konnten wir nun am letzten Wochenende kennenlernen und er machte mit seinem Team eine tolle Arbeit!
Dabei geht es nicht nur ums Filmemachen. CineFlex bringt Menschen zusammen, die sonst vielleicht nie ins Gespräch gekommen wären. Generationen tauschen sich aus, neue Kontakte entstehen, alte Verbindungen werden gestärkt.
Am Ende eines Jahres werden alle Filme in den Bürgerhäusern, bei uns wohl im Freibad Mihla, zu einer Abendveranstaltung der beteiligten Orte gezeigt, ein Wettbewerb kürt zusätzlich den besten Film. Alle Beiträge werden außerdem online über die Webseiten der Kommunen abrufbar.
In Thüringen stehen bereits vier teilnehmende Gemeinden fest: Treffurt, Stadtroda, Creuzburg und Roßleben - Wiehe.
Nach diesem theoretischen Vorgeplänkel wurde es dann bald ernst. Das Drehbuch entstand und es erzählt folgende Story, die dann filmisch umgesetzt werden musste:
Der Junge Bjarki aus Mihla (Bjarki Meiland) hat in der Schule den Auftrag bekommen, sich mit der Geschichte seiner Heimatstadt Amt Creuzburg zu beschäftigen und vor allem die Frage zu klären, weshalb und wie haben sich 2020 mehrere bis dahin selbständige Gemeinden zu einer neuen Stadt zusammengeschlossen und was ist nach sechs Jahren daraus geworden.
Also macht er sich auf die Suche und verabredet sich auf der Creuzburg, denn mit deren Namen hat wohl alles etwas zu tun, mit der Gästeführerin Julia Patzenhauer.
Man trifft sich direkt vor dem Bonifatiuskreuz auf der Burg und schon beginnt die spannende Diskussion. Rein zufällig kommt da Bürgermeister Rainer Lämmerhirt daher und er wird angesprochen.
Und schon spannt sich der historische Bogen über den Königshof Milinga über die Burg Creuzburg und die gleichnamige Stadt bis hin zur Frage, weshalb die neue Stadt nun Amt Creuzburg heißt.
Wer Antworten wissen will, wenn es soweit ist, den Film anschauen …
Aber das war erst der Anfang.
Weiter geht es. Hat sich die Gründung gelohnt, wächst man zusammen, gibt es Erfolge und Probleme?
Bjarki bleibt auf der Spur und trifft auf der Ebenauer Werrabrücke die Feuerwehren der Stadt bei einer gemeinsamen Übung, kommt ins Gespräch mit Bikern auf der Ebenauer Strecke und erfährt schließlich in Mihla, am Mittelpunkt Deutschlands, viel über diesen Mittelpunkt und die Rolle der Stadt als Waldhauptstadt.
Der Weg führt zum Mihlaer Freibad, neben der Creuzburg ein weiteres gemeinsames Aushängeschild. Schwimmmeisterin Isabel verrät dort so manches Geheimnis und nebenbei trainieren dort auch noch Volleyballer aus allen Ortsteilen, eben auch gemeinsam.
Zuletzt wird das Bürgerhaus Goldene Aue erreicht. Dort lebt der Jugendclub, gemeinsam mit dem Club in Creuzburg die Heimat vieler Jugendlicher. Nebenan übt die gemeinsame Kegelmannschaft Creuzburg-Mihla …
Da fällt ihm wieder die Meinung des Bürgermeisters ein, auf der Burg zu Beginn ausgesprochen: Es hat sich gelohnt für alle, diesen gemeinsamen Weg zu gehen.
Toll die Umsetzung im Film, Danke an die Drehbuchautoren, die Betreuer von CineFlex, das Drehteam, vor allem aber an Bjarki und Julia, an Mario Salzmann und Toni Nickol, die alles bestens organisiert haben und an die beinahe 100 Mitwirkende!
Stadt Amt Creuzburg