Titel Logo
Werratal Bote Mitteilungsblatt der VG Hainich-Werratal und Stadt Treffurt
Ausgabe 16/2026
Amt Creuzburg
Zurück zur vorigen Seite
Zurück zur ersten Seite der aktuellen Ausgabe

Scherbdaer Wohnhäuser und ihre Bewohner bis 1945

Lindenstraße 25 (ehem. Haus Nr. 99)

Das Wohnhaus mit Nebengebäude wurde um 1890 erbaut. 1892 lebte hier der aus der Bergstraße 2 stammende Schreiner Eduard Vogt (*24.11.1867) mit seiner Frau Marie, geb. Hopf (*25.11.1865). Von den sechs gemeinsamen Kindern erreichte nur Thekla (*06.04.1895) das Erwachsenenalter. 1902 wurde Eduard Vogt wegen Urkundenfälschung inhaftiert, das mit Schulden belastete Grundstück kam zeitweise in den Besitz der Treffurter Vorschusskasse. Im Juni 1911 wurde der Zimmermann Berthold Vogt, ein Neffe Eduard Vogts und ebenfalls aus der Bergstraße 2 stammend, als neuer Hauseigentümer genannt. Dieser kam im Mai 1918 auf dem westlichen Kriegsschauplatz ums Leben und hinterließ seine Ehefrau Minna, geb. Salzmann (*21.05.1888) und seinen Sohn Walter (*27.06.1917).

Minna Vogt ging 1922 mit dem aus der Thomas-Müntzer-Straße 14 stammenden Arbeiter Karl Roth die zweite Ehe ein, aus der die Kinder Werner (*21.08.1923) und Günther (*24.01.1928) hervorgingen. 1927 wurde neben Familie Roth auch der Arbeiter Heinrich Seebach als hier wohnhaft genannt. Im Dezember 1945 lebten in der Lindenstraße 25 der Haushaltsvorsteher Karl Roth (*18.04.1898), seine Frau Minna, sein Sohn Günther sowie die Kriegswitwe Emilie Eichholz (*12.03.1911) mit ihren Kindern Heinz (*1935) und Ilse (*1940).

Christoph Cron