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Werratal Bote Mitteilungsblatt der VG Hainich-Werratal und Stadt Treffurt
Ausgabe 16/2026
Amt Creuzburg
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Waldputzaktion der Umweltschüler in der Mihlaer Wolfsschlucht

Alle Teilnehmer vor der Köhlerbaude

Begrüßung durch Desiree Jakubka (SDW) an der Wolfsschlucht

Viel Müll kam zusammen

Zu Beginn des Jahres 2026 wurde thüringenweit eine Waldputzchallenge für Schulen von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Funke Medien Gruppe ausgerufen. Dabei ging es darum, Wälder und Grünflächen in Schulnähe von Müll zu säubern. Das Interesse daran war groß. 260 Schulklassen aus ganz Thüringen bewarben sich und daraus wurden 35 Klassen ausgewählt. 

Die Umweltschüler der Regelschule Mihla zählten zu den glücklichen Gewinnern. Die Landesgeschäftsführerin der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Desiree Jakubka, kam persönlich nach Mihla, um die Schüler bei der Sammelaktion zu begleiten. Gemeinsam mit Biologielehrerin Susanne Merten ging es am 11. März los zur Wolfsschlucht.

Bevor aber dort Müll aufgesammelt wurde, gab es zunächst eine interessante Einführung über all die Arten von weggeworfenem Unrat, den man so in der Natur findet. Die Schüler staunten, wie viele Jahre bestimmte Müllarten zum Verrotten benötigen. So braucht eine Plastiktüte 2 bis 20 Jahre, Aludosen 80 bis 200 Jahre und PET Flaschen sogar 500 Jahre und mehr. Manches verrottet nie, sondern wird zu Mikroplastik zerkleinert und landet irgendwann sogar in unserer Nahrung. Auch Zigarettenstummel sind mit 2 bis 7 Jahren Verrottungszeit recht langlebig.

Das größere Problem ist aber, dass sie über 700 giftige Chemikalien (darunter Arsen, Blei, Nikotin) enthalten. Regenwasser schwemmt diese Stoffe in den Boden und ins Grundwasser. Desiree Jakubka erläuterte den Schülern, dass schon ein einziger Stummel pro Liter Wasser Fische töten kann und unser Grundwasser belastet.

Und dann ging es mit Handschuhen, Greifzangen und Eimern los. Plastikmüll, Glas- und Tonscherben aber auch seltenere Funde, wie ein kaputter Schlitten und ein verrosteter Mopedrahmen füllten schnell die Müllsäcke. Zur Belohnung gab`s am Ende Wiener Würstchen und Getränke in der Köhlerbaude und ein herzliches Dankeschön von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald.

S. Merten