Wohnhaus Lindenstraße Nr. 26.
Das Fachwerkwohnhaus wurde um 1890 erbaut. In dieser Zeit lebte hier der aus der Schloßstraße Nr. 16 stammende Tagelöhner und Weber Wilhelm Aßmann (*16.10.1867) mit seiner Ehefrau Anna, geb. Rödiger (*09.04.1869). In den Folgejahren kamen die Kinder Anna Karoline (*13.02.1891), Katharina Olga (*16.12.1892), Frieda Elisabeth (*11.02.1895), Wilhelmine Nanny (*01.12.1896), Karl (*19.10.1898), Bernhardine (*28.10.1900) und Emma (*16.11.1906) zur Welt. Als Einmietling wurde 1899 der aus Altenburschla stammende, verwitwete Zimmermann Johann Justus Dietzel (*19.04.1828), ehemals Besitzer der alten Scherbdaer Windmühle, hier erwähnt.
Als einziger Sohn der Familie blieb Karl Aßmann 1918 als Gefreiter im Ersten Weltkrieg vermisst. Die Tochter Olga heiratete 1914 zunächst nach Buchenau und zog später mit ihrem Ehemann Hermann Rommel sowie den gemeinsamen Kindern Oskar (*07.07.1914) und Walter (*27.05.1923) von dort in ihr Elternhaus zurück.
1937 wurden Hermann Rommel als Arbeiter und sein älterer Sohn Oskar als Maurer hier genannt (später wurde er Revierförster in Scherbda). Der jüngere Sohn Walter kam kurz vor Kriegsende nahe Teplá in der Südslowakei ums Leben. Im Dezember 1945 lebten in der Lindenstraße 26 Olga Rommel als Mutter, ihr Sohn Oskar als Haushaltsvorsteher, dessen Frau Mathilde, geb. Pittorf (*27.09.1912) sowie die gemeinsamen Kinder Renate (*03.03.1939) und Marlene (*15.09.1940, später Kindergärtnerin in Scherbda).
Christoph Cron