Von den Archäologen wird der Bodenaushub für die Ständer der Tampenschwinge genau begutachtet. Nach einem Meter stieß man bereits auf den gewachsenen Muschelkalk.
Seit einiger Zeit diskutiert eine von Mihlas Ortsteilbürgermeister Toni Nickol geleitete Arbeitsgruppe interessierter Eltern über eine Umgestaltung des Mihlaer Propels, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeiten für einen Spielplatz.
Fachlich begleitet wird diese Gruppe durch die Landschaftsplanern Ines Andrazcek.
Dabei zeigte sich sehr rasch, dass viele Wünsche der Eltern wegen des Charakters des Platzes nicht umsetzbar sind. Der Propel gilt als wichtiges historisches Denkmal und gleichzeitig als Naturdenkmal.
Nach vielen Diskussionen war klar, dass auch der Zustand der Linden verbessert werden muss, ehe weitere Maßnahmen folgen können.
Hier wurden Baumgutachter bestellt und ein Konzept erarbeitet, welches neben der Fällung einiger Bäume, Neuanpflanzungen und Mistelschnitt die Grundlage für die Zukunft des Baumbestandes gibt. Der Auftrag hierzu wurde durch die Stadt bereits erteilt.
Parallel dazu gab es mehrere Beratungen mit den Denkmalbehörden und schließlich die Genehmigung, als erstes neues Spielgerät eine Tampenschwinge zu erwerben und aufzustellen.
Diese ist inzwischen auf dem Propel eingetroffen.
Allerdings war hierfür die Voraussetzung, dass beim Eingriff in die Fläche, die Ständer mussten gut zwei Meter im Boden verankert werden, ein Archäologe anwesend ist und den Bodenaushub untersucht. Immerhin war der Propel über Jahrhunderte hinweg eine Gerichtsstätte, vermutlich vorher sogar ein germanischer Thingplatz und immer wieder lagerten dort die in den vielen Kriegen durchziehenden Truppen.
Das alles geschah nun Ende April. Es wurden allerdings keine archäologischen Besonderheiten entdeckt. Diese hätten dann auch sicher die weiteren Arbeiten erst einmal unterbrochen.
Bürgermeister Lämmerhirt, zugleich auch Ortschronist in Mihla, konnte die Gelegenheit nutzen, einige Fachfragen mit den Fachleuten zu diskutieren. Dabei stellte sich eine wesentliche Übereinstimmung der historischen Ansichten zu diesem ganz besonderen Platz heraus.
Amt Creuzburg