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Werratal Bote Mitteilungsblatt der VG Hainich-Werratal und Stadt Treffurt
Ausgabe 19/2026
Amt Creuzburg
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Scherbdaer Wohnhäuser und ihre Bewohner bis 1945

Wohnhaus Lindenstraße Nr. 28, vor 1935

Lindenstraße 28 (ehem. Haus Nr. 37)

Das Wohnhaus mit Nebengebäude wurde um 1903 durch den Tagelöhner Johann Adam Hellfahrt (*31.10.1867) errichtet, nachdem dessen in der oberen Bergstraße gelegenes Wohnhaus durch einen Brand zerstört und nicht wieder aufgebaut wurde. Hellfahrt war zunächst mit Anna Margarethe Rollberg (*26.06.1868) verheiratet; aus dieser Ehe gingen die gemeinsamen Kinder Ernst Alfred (*30.01.1895), Emilie Karoline (*05.02.1900) und Odilie (*07.02.1905) hervor. Nachdem seine erste Ehefrau im Juli 1905 im Landkrankenhaus zu Jena verstorben war, heiratete er im April 1910 die aus Ütteroda gebürtige Anna Barbara Schill (*13.06.1876). Bei einer Entbindung im März 1911 starben Mutter und Kind.

 

 

Nach Adam Hellfahrts Tod im August 1934 übernahm sein Sohn Alfred das Elternhaus. Dieser hatte im Oktober 1920 die aus der Thomas-Müntzer-Straße 10 stammende Minna Oetzel (*18.11.1895) geheiratet und mit ihr die gemeinsamen Kinder Gerda (*21.01.1921), Erich (*10.02.1924, später Autoschlosser in Eisenach) und Frieda (*21.07.1925). Um 1938/39 zog Familie Hellfahrt nach Eisenach.

Neuer Hauseigentümer wurde der aus der Angerstraße 15 stammende Landwirtschaftsgehilfe Johannes Hopf (*13.03.1908), welcher im Dezember 1944 während des Italienfeldzuges ums Leben kam.

Im Dezember 1945 lebte in der Lindenstraße Nr. 28 Johannes Hopfs hinterlassene Ehefrau Elsa, geb. Meng (*13.09.1912) mit ihren Kindern Helga und Rosmarie sowie der Landwirtschaftsgehilfin Hildegard Cron (*18.12.1920).

Christoph Cron