Glasmanagement am verunfallten PKW
Praktische Übung zum Bau eines Schwelljochs, sowie der Aufbau einer Wandabstützung
Gruppenfoto der Lehrgangsteilnehmer bei der Ausbildung in Mihla
Im Zeitraum vom 22. Mai bis zum 5. Juni 2026 fand in der Feuerwache Mihla ein kreislicher Lehrgang „Technische Hilfeleistung im Kreisrandabschnitt II des Wartburgkreises statt.
Insgesamt absolvierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer 35 Ausbildungsstunden, in denen sowohl theoretische Grundlagen als auch zahlreiche praktische Einsatzszenarien vermittelt wurden. Im Mittelpunkt des Lehrgangs standen die vielfältigen Aufgaben der Technischen Hilfeleistung. Die Kameradinnen und Kameraden beschäftigten sich unter anderem mit dem Heben, Ziehen und Bewegen von Lasten sowie mit den hierfür erforderlichen Geräten und Einsatzmitteln. Weitere Ausbildungsinhalte waren verschiedene Trenntechniken, die Handhabung technischer Geräte sowie die physikalischen Grundlagen, die für viele Einsatzsituationen unerlässlich sind. Dabei wurden unter anderem das Hebelgesetz und weitere mechanische Grundprinzipien aufgefrischt und praktisch angewendet.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der technischen Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen.
Hier wurden Maßnahmen zur Rettung eingeklemmter Personen aus verunfallten Fahrzeugen trainiert. Dazu gehörten das Schaffen großer Seitenöffnungen an Pkw, das fachgerechte Unterbauen und Stabilisieren von Fahrzeugen sowie der sichere Umgang mit hydraulischen Rettungsgeräten. Auch das Thema Bauunfälle wurde intensiv behandelt. Die Lehrgangsteilnehmer erlernten verschiedene Möglichkeiten der Abstützung und Sicherung einsturzgefährdeter Bauteile. Hierzu gehörten unter anderem das Errichten von einem Schwelljoch sowie Einzelabstützungen aus Holz und Stahl. Ziel war es, Einsatzkräfte auf Schadenslage im Hochbau vorzubereiten und die Sicherheit an Einsatzstellen zu gewährleisten. Da rüber hinaus wurden aktuelle Themen wie die Elektromobilität behandelt.
Die Teilnehmer erhielten einen Einblick in die Besonderheiten von Elektrofahrzeugen und die damit verbundenen Gefahren sowie die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen bei Einsätzen.
Ein weiterer Ausbildungsabschnitt widmete sich der Absturzsicherung. Hier wurden die Möglichkeiten der Feuerwehren zur Personenrettung aus Höhen und Tiefen vermittelt.
Geübt wurden unter anderem Rettungsmaßnahmen von Dächern und aus Schächten im Rahmen der feuerwehrtechnischen Möglichkeiten bis zu einer Höhe beziehungsweise Tiefe von 30 Metern.
Ein Großteil der Ausbildung wurde durch den Kreisausbilder Thomas Andres durchgeführt. Unterstützt wurde er dabei von zwei Kameraden der Berufsfeuerwehr Eisenach, die ebenfalls als Kreisausbilder im Wartburgkreis tätig sind. Durch die hohe fachliche Kompetenz der Ausbilder konnten den Teilnehmern zahlreiche praktische Erfahrungen und einsatztaktische Kenntnisse vermittelt werden. Vom Amt Creuzburg nahmen insgesamt 13 Kameraden der Feuerwehren Frankenroda, Ebenshausen und Mihla am Lehrgang teil.
Ergänzt wurde die Ausbildungsgruppe durch jeweils einen Kameraden aus Eisenach und aus Hörselberg-Hainich. Insgesamt bot der Lehrgang den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zahlreiche Möglichkeiten, ihr Wissen zu erweitern und praktische Erfahrungen für den Einsatzdienst zu sammeln. Den Abschluss bildete am 5. Juni die schriftliche Prüfung in Form eines Tests mit 60 Fragen. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bestanden die Prüfung erfolgreich und konnten somit den Lehrgang „Technische Hilfeleistung - Grundkenntnisse“ erfolgreich abschließen.
Von dieser Stelle aus nochmals herzlichen Glückwünschen an alle Kameradinnen und Kameraden zum erfolgreichen Lehrgangsabschluss sowie viel Erfolg bei der Anwendung des erworbenen Wissens im Einsatz- und Ausbildungsdienst.
Markus Mayer
stellv. Stadtbrandmeister