Zur letzten Sitzung des Stadtrates gab Bürgermeister Rainer Lämmerhirt im Zusammenhang mit der Vorstellung des 1. Nachtrages zum Haushalt der Stadt im laufenden Jahr einen Überblick zu den in nächster Zeit anstehenden Baumaßnahmen und Anschaffungen.
Dabei betonte er, dass der Nachtrag nur aufgestellt wurde, um bereits begonnene Projekte und seit der Aufstellung des eigentlichen Haushaltes 2026 neu geförderten Vorhaben finanziell abzusichern und abschließen zu können.
Dazu eine kurze Zusammenfassung:
| • | Fertigstellung des Multihauses in Scherbda mit der Gestaltung des Außenbereichs bis zum Sommer |
| • | Anschaffung der Einrichtung für den dortigen Bürgersaal, beide Maßnahmen mit Förderung durch das Programm der Dorferneuerung |
| • | Sanierung Stadtmauerturms in Creuzburg, Baubeginn im Juli |
| • | Errichtung des Denkmals 80 Jahre Kriegsende in Creuzburg einschließlich der Platzgestaltung |
| • | Anschaffung eines Stromerzeugers für die Wasserwehr der städtischen Feuerwehr |
| • | Baumaßnahmen auf der Creuzburg, hier Erneuerung der Holzbrücke des Umgangs |
| • | Erstellung eines Brandschutzkonzeptes für die Burg und erste Maßnahmen zur Umsetzung |
| • | Sanierung des Angers in Scherbda über Mittel der Dorferneuerung |
| • | Fortsetzung der Wohnungssanierung im kommunalen Gebäude in der Bahnhofstraße 45a in Creuzburg |
| • | Straßenbau in der Ernst-Thälmann Straße in Creuzburg |
Im Ortsteil Mihla
| • | Ausbau Eisfeldstraße Mihla/Buswendeschleife. Die Bauarbeiten an der Anlage der Buswendeschleife für den Schulbusverkehr beginnen im Juli, 2027 sollen die Eisfeldstraße, die Schulstraße und die Wiesenstraße in Gemeinschaft mit dem Wasser- und Abwasserzweckverband Heiligenstadt grundhaft erneuert werden. Hier stehen neben den gemeindlichen Eigenanteilen Fördermittel in Höhe bis zu 66 Prozent zur Verfügung. |
| • | Erneuerung der Heizung in der „Goldene Aue“ und Abschluss des Einbaus einer Cateringküche. |
| • | Umgestaltung des denkmalgeschützten Propels als kultureller Mittelpunkt, hier bereits Baubeginn |
| • | Neugestaltung des Spielplatzes an der Kita Cuxhofwichtel |
| • | Erwerb Bauhoftechnik |
In den Ortsteilen Frankenroda und Ebenshausen sind alle geplanten Maßnahmen im investiven Bereich durch den Haushaltsplan 2026 abgesichert. Dazu zählen die Gestaltung des Angers als Generationenpark in Ebenshausen und die Umgestaltung des Friedhofes in Frankenroda.
Zudem, so der Vorbericht, konnten die als Pflichtaufgabe FFW angemeldeten zusätzlichen Mittel im Verwaltungshaushalt eingestellt werden. Dies wurde auch durch eine zusätzliche Landesförderung für die Feuerwehren ermöglicht.
Daher hatte bereits im Vorfeld der Stadtrat beschlossen, in den Finanzplan des Haushaltes 2026 die dringend benötigte Ersatzbeschaffung einer Drehleiter unter Berücksichtigung und Bereitstellung von Fördermitteln für das Jahr 2027 einzustellen.
Für das Jahr 2028 wurde nun zusätzlich die ebenfalls geförderte Beschaffung eines neuen Löschfahrzeuges für Frankenroda berücksichtigt. Dies soll im Jahr 2028 erfolgen.
Mit Beschluss des Stadtrates im April 2026 wurden weitere 600.000 € in mehreren Jahresscheiben als Eigenanteil im Rahmen der Stadtkernsanierung für die Erneuerung der Fassaden und Fenster (Außenhaut) des Mihlaer Roten Schlosses eingestellt.
Damit wird mit dem Eigenanteil der Stadt etwa 1,8 Mio. € an Förderung erreicht, hinzu kommen zugesagte kreisliche Mittel in Höhe von 300.000. Damit wird die Sanierung der historischen Gebäude und der Umbau zu einer soliden und zukunftsfähigen Nutzung durch den Investor machbar und soll in 2027 begonnen werden.
Ebenfalls in den Finanzplan für das Haushaltsjahr 2027 eingestellt wurden nun durch den Beschluss des Stadtrates die Einnahme von 800.000 € aus dem Kommunalen Investitionsprogramm des Landes (der Stadt stehen hier insgesamt gut 1,3 Mio. € bis 2029 zur Verfügung, die Tilgung und die Verzinsung werden durch das Land vollumfänglich übernommen). Diese Mittel sollen für Maßnahmen in der Infrastruktur eingesetzt werden, so für den grundhaften Ausbau der Schornstraße in Mihla.
Hinsichtlich der Verschuldung der Stadt, so der Bürgermeister zum Abschluss der Vorstellung des Nachtrages, ergeben sich gegenüber dem Haushalt 2026 keine Veränderungen. Zu Beginn des Haushaltsjahres 2026 hatte die Stadt Schulden in Höhe von 508.700 €, die planmäßig weiter abgebaut werden. Damit liegt die Verschuldung der Stadt Amt Creuzburg im unteren Drittel in Thüringen. Die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung der Thüringer Kommunen liegt bei etwa 3600€, im Amt Creuzburg bei 102 € je Einwohner.
Der Nachtrag wurde einstimmig beschlossen.
Stadt Amt Creuzburg