Bekanntmachung im „Eisenachischen Wochenblatt“ vom 21. März 1849.
Das ursprünglich vor 1805 erbaute Wohnhaus wurde um 1850 abgebrochen und erst um 1870 durch einen Neubau ersetzt. Dieses Haus wurde beim großen Dorfbrand von 1879 zerstört, wurde erneut wiederaufgebaut und musste um 1977 dem Neubau der heutigen Buswendeschleife weichen.
1805 lebte hier der aus Frankenroda gebürtige Schreiner Dietrich Schröder (*1756) mit seiner Ehefrau Anna Elisabeth, geb. Hofmeyer (*06.02.1756) und der Tochter Catharina Elisabeth (*19.07.1788). Diese verheiratete sich im November 1807 mit Heinrich Salzmann und zog in die Angerstraße 13. Auch ihre Eltern zogen wenige Jahre später dorthin. Neuer Hauseigentümer wurde der zuletzt in der Lindenstraße Nr. 17 wohnhafte Tagelöhner Johann Georg Kleinsteuber (*06.04.1776), der seit 1795 mit Maria Sophie, geb. Weber (*30.03.1777) verheiratet war. Aus der Ehe gingen die gemeinsamen Kinder Johann Gottlieb (*15.04.1797), Wilhelmine (*10.09.1798), Anna Maria (*30.09.1800), Anna Martha (*12.03.1803), Katharina Barbara (*25.08.1805), Johann Adam (*30.05.1809), Maria (*30.04.1811) und Johann Georg (*25.04.1814) hervor. Johann Adam Kleinsteuber übernahm zunächst das Elternhaus, wanderte dann aber 1849 mit seiner Frau und seinen drei Kindern nach Amerika aus.
Um 1870 zog der zuletzt in der Bergstraße Nr. 7 wohnhafte Tagelöhner Johann Ernst Ebenau mit seiner aus Nazza stammenden Ehefrau Marie Magdalene, geb. Ullrich, und den Kindern Johann Heinrich (*21.11.1849 in Nazza), Ernst Wilhelm (*25.03.1852), Eve Dorothee (*25.06.1854) und Anna Margarethe (*20.02.1857) hier ein. Die letztgenannte heiratete 1881 den verwitweten Tagelöhner und Forstaufseher Johann Martin Hagedorn (*26.08.1846) und hatte mit ihm die gemeinsamen Kinder Marie Pauline (*09.11.1881, später Lindenstraße Nr. 11), Friedrich Ernst (*25.05.1885, 1917 infolge eines Unfalls beim Militär verstorben), Martha Emilie Juliane (*28.04.1887), Lina (*13.04.1889), Berthold (*18.06.1891), Wilhelm (*28.08.1893) und August (*16.10.1895).
Berthold Hagedorn, von Beruf Landwirt, übernahm mit seiner Ehefrau Frieda, geb. Schröder (*01.04.1893) das elterliche Anwesen. Frieda Schröder brachte den unehelichen Sohn Gerhard (*25.01.1912, 1944 gefallen) mit in die Ehe, es folgten die gemeinsamen Kinder Erich (*09.11.1914), Herta (*13.10.1922) und Bruno Hagedorn (*16.05.1927).
Um 1937 wurde der aus der Thomas-Müntzer-Straße 18 stammende Arbeiter Adolf Schröder (*29.01.1905) neuer Hauseigentümer. Dieser kam im Februar 1945 nahe Berlin ums Leben und hinterließ neben seiner Ehefrau Karoline, geb. Rödiger (*16.11.1906) die Kinder Hannelore, Hans-Dieter und Kurt.
Christoph Cron