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Werratal Bote Mitteilungsblatt der VG Hainich-Werratal und Stadt Treffurt
Ausgabe 27/2026
Amt Creuzburg
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Kreisübergreifender Katastrophenschutzeinsatz des Katastrophenschutzzuges Wasser des Wartburgkreises

Braunkohlerevier Mumsdorf, Thüringer Hauptflöz

Meuselwitz/Mumsdorf, 1. Juli 2026

Am Mittwoch, dem 1. Juli, wurde der Katastrophenschutzzug Wasser des Wartburgkreises zur Unterstützung der Einsatzkräfte in das Altenburger Land angefordert. Anlass war der bereits seit mehreren Tagen andauernde Großbrand in einem ehemaligen Braunkohlerevier bei Meuselwitz/Mumsdorf. Auch Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Mihla waren Teil des kreisübergreifenden Katastrophenschutzeinsatzes.

Der Einsatzzug Wasser des Wartburgkreises setzt sich aus dem Einsatzleitwagen (ELW) der Feuerwehr Bad Salzungen-Mitte, dem LF 20 KatS der Feuerwehr Eisenach Mitte, dem LF 20 KatS der Feuerwehr Barchfeld-Immelborn sowie den Mannschaftstransportwagen der Feuerwehren Mihla und Marksuhl zusammen. Gemeinsam mit dem Brandschutzamt des Wartburgkreises bildeten diese Fahrzeuge und ihre Besatzungen den eingesetzten Katastrophenschutzzug. Pünktlich um 7:30 Uhr startete der Verband am Feuerwehrtechnischen Zentrum (FTZ) Immelborn in Richtung Meuselwitz/Mumsdorf in den dort eingerichteten Bereitstellungsraum. Nach dem Eintreffen und einer kurzen Einweisung wurden die einzelnen Einheiten ihren jeweiligen Brandabschnitten zugeteilt.

Die Aufgaben des Katastrophenschutzzuges bestanden insbesondere darin, Kreisregner aufzubauen, die Wasserversorgung sicherzustellen sowie den Brand weiter einzudämmen.

Ziel war es außerdem, eine Ausbreitung des Feuers auf weitere Kohleflöze zu verhindern.

Die Löscharbeiten gestalteten sich äußerst schwierig. Da der Brand unterirdisch in den Braunkohleflözen brennt, entstehen immer wieder neue Glutnester und Brandstellen. Lockerer Kohlenstaub und nachrutschendes Material erschweren den direkten Zugang zum eigentlichen Brandherd erheblich und machen die Brandbekämpfung besonders anspruchsvoll.

Während des Einsatzes zogen mehrfach schwere Gewitter über das Einsatzgebiet. Aus Sicherheitsgründen mussten die Einsatzkräfte ihre Arbeiten zeitweise unterbrechen und sich aus den Gefahrenbereichen zurückziehen, um eine Gefährdung durch Blitzschlag und Unwetter auszuschließen.

 

 

Nach rund acht Stunden intensiver Einsatzarbeit vor Ort trat der Katastrophenschutzzug die Rückfahrt in den Wartburgkreis an. Insgesamt waren die Einsatzkräfte über 21 Stunden im Einsatz, bevor alle Kameradinnen und Kameraden wohlbehalten zu ihren Heimatfeuerwehren und schließlich nach Hause zurückkehrten.

 

 

Der Einsatz verdeutlicht eindrucksvoll, wie aufwendig und ressourcenintensiv die Bekämpfung von Vegetations- und Flächenbränden ist. Solche Lagen erfordern den Einsatz zahlreicher Feuerwehrkräfte, Fahrzeuge und großer Wassermengen sowie eine enge Zusammenarbeit über Kreisgrenzen hinweg.

Wehrführer Markus Mayer

appelliert daher an alle Bürgerinnen und Bürger:

„Gerade in den heißen und trockenen Sommermonaten bitten wir alle um besondere Vorsicht. Halten Sie sich an die geltenden Regeln, vermeiden Sie offenes Feuer in Wald- und Flächenbereichen und gehen Sie verantwortungsvoll mit unserer Natur um. Nur gemeinsam können wir dazu beitragen, solche Einsatzlagen zu verhindern und unsere Wälder zu schützen.“

Markus Mayer, Feuerwehr Mihla