Wohnhaus Schloßstraße Nr. 6, vor 1945
Das ursprünglich eingeschossige Fachwerkhaus wurde um 1840 auf dem Gelände des ehemaligen großherzoglichen Kammergutes errichtet und später mehrfach an- und umgebaut. 1846 lebte hier der aus der gegenüberliegenden Schloßstraße Nr. 3 stammende Anspänner Johann Georg Kleinsteuber (*25.04.1814) mit seiner 1843 angetrauten Ehefrau Eva Katharine, geb. Eichholz (*23.03.1822). Aus dieser Ehe gingen die Kinder Anna Martha (*25.01.1844), Johann Wilhelm (*02.11.1845), Emma (*29.12.1847), Karoline (*06.09.1849), Johann Heinrich (*24.02.1851), Georg Friedrich (*26.07.1853), Emilie Katharine (*05.12.1855), Katharine Elisabeth (*26.10.1859), Conrad (*03.12.1862) und Dorothea Marie (*13.10.1864) hervor.
Um 1880 übernahm Georg Friedrich Kleinsteuber das Elternhaus. Er war Landwirt und heiratete im Juni 1880 die aus der Thomas-Müntzer-Straße Nr. 17 stammende Marie Sophie Eichholz (*05.06.1857), jüngste Tochter des ehemaligen Bürgermeisters Georg Eichholz. Mit ihr hatte er die gemeinsamen Kinder Anna Barbara (*26.04.1881), Adam (*29.07.1882), Marie Ella (*05.06.1884), Christine Emma (*25.05.1886), Marie Emilie (*01.05.1888, nach Langula verheiratet) und Anna Elisabeth (*21.01.1890).
Nach dem frühen Tod Friedrich Kleinsteubers im Juli 1902 übernahm zunächst seine Witwe Marie Sophie und später seine Tochter Ella das Haus. Ella Kleinsteuber verheiratete sich im März 1920 mit dem aus Falken stammenden Landwirt Wilhelm Cron (*08.03.1891). In der Folge wurden die gemeinsamen Kinder Anna Elisabeth Hildegard (*18.12.1920) und Rudolf Adolf Walter (*08.11.1922) geboren. Walter Cron zog später nach Falken und kam 1942 im Zweiten Weltkrieg ums Leben.
Im Dezember 1945 lebte in der Schloßstraße Nr. 6 die Haushaltsvorsteherin Ella Cron sowie der aus Mihla zugezogene Schäfer Kurt Krauß (*31.03.1926) mit seiner Ehefrau Anneliese Charlotte Irene Krauß, geb. Apel (*30.03.1925).
Christoph Cron