Das vor 1805 erbaute ursprüngliche Wohnhaus wurde im Sommer 1956 wegen Einsturzgefahr baupolizeilich gesperrt und in der Folge abgebrochen. An dessen Stelle befindet sich ein Nebengebäude zum heutigen Neubau Bergstraße 8. 1805 lebten hier der aus der Zittelstraße Nr. 3 stammende Tagelöhner Johann Georg Luhn (*11.03.1777) und seine Ehefrau Eva Dorothea, geb. Dietzel (*1780/81). Ebenfalls hier lebten Eva Dorotheas Schwestern Anna Elisabeth (*1784), Anna Magdalena (*um 1786) und Eva Magdalena sowie ihre Mutter Eva Christina Dietzel, geb. Grumsieg (*um 1756), die Witwe des aus Mihla stammenden Raschmachers Christoph Dietzel.
Johann Georg Luhn starb im Jahre 1828 ohne Nachkommen. Zunächst blieb seine Witwe Eva Dorothea Eigentümerin des Hauses, bevor es um 1841 ihr Neffe Dietrich Schwanz übernahm. Er war ein Sohn der 1784 geborenen Anna Elisabeth Schwanz, geb. Dietzel, und heiratete im Oktober 1841 die aus der Thomas-Müntzer-Straße 18 stammende Anna Margarethe Schröder. Aus der Ehe gingen die Kinder Johann Friedrich (*22.10.1841), Johann Gottlieb (*31.12.1844, später Bergstraße 10), Eve Katharine (*26.01.1847), Justine Karoline (*09.07.1849), Ernst Wilhelm (*08.02.1852), Johann Adolf (*12.01.1855) und Mathilde (*11.12.1858) hervor. Dietrich Schwanz wurde im Januar 1885 nach zweitägiger Suche tot im Wald aufgefunden.
Um 1886 übernahm das Haus der Barchentweber und spätere Maschinist der hiesigen Dampfdreschgenossenschaft Johann Adam Eichholz (*um 1862) mit seiner Frau Eva Marie und den Kindern Heinrich (*13.12.1888), Adam Emil (*12.03.1890), Hugo (*02.09.1892), Christoph Albert (*30.09.1894), Marie Karoline (*18.07.1896), Alfred Ludwig (*06.10.1898, 1917 in Frankreich gefallen), Karl Christian (*05.08.1900, später Bergstraße Nr. 10), Olga Mathilde (*03.10.1902), Anna Marie (*08.10. 1904) und Karl Adam (*16.07.1906, 1918 durch einen Unfall zu Hause erschossen). Adam Eichholz starb im Dezember 1942. Da er seit 1906 verwitwet war und auch keines seiner Kinder mehr hier lebte, stand das Haus Bergstraße 8 im Dezember 1945 leer.
Christoph Cron