Das mit 76 Quadratmetern kleinste Scherbdaer Hausgrundstück wurde um 1870 aus dem Flurstück des Nachbarhauses Nr. 17 separiert. 1870 lebte hier der aus der Thomas-Müntzer-Straße Nr. 10 stammende Tagelöhner Johann Christoph Weber (*29.09.1837) mit seiner Frau Anna Marie, geb. Eichholz (*01.05.1836) und den Kindern Otto Johannes (*10.07.1863, später Thomas-Müntzer-Straße 10), Johann Ernst (*26.06.1865), Konrad (*09.08.1867, später Bergstraße 4) und Marie Dorothea (*16.08.1869). Johann Ernst Weber übernahm mit seiner Ehefrau Ernestine, geb. Schröder, zunächst das Elternhaus, zog aber 1891 in die Schloßstraße 2. Neuer Hauseigentümer wurde der aus Mihla gebürtige Schäfer Johann Heinrich Eifler (*29.01.1846). Dieser hatte 1875 in Scherbda Bernhardine Juliane, geb. Schröder, geheiratet und war mit ihr zwischenzeitlich nach Katharinenberg gezogen. Aus der Ehe gingen die Kinder Katharina Maria (*20.01.1882 in Katharinenberg), Johann Friedrich (*22.10.1883 in Katharinenberg), Anna Martha (*29.06.1885 in Katharinenberg), Wilhelmine (*05.08.1887 in Katharinenberg) und Ernst (*13.10.1891 auf dem Greifenstein) hervor, welche alle in Scherbda konfirmiert wurden.
In den 1920-er Jahren wurde der aus der Lindenstraße 14 stammende Windmüller Wilhelm Hagedorn (*01.02.1895) neuer Hauseigentümer. Mit seiner Frau Dora Olga, geb. Weber (*19.07.1896) hatte er die gemeinsamen Kinder Willy (*08.12.1914), Armin (*10.05.1918), Adolf (*02.06.1920), Anna Dora (*09.03.1922) und Arthur (*18.05.1924). Die Familie zog in den späten 1920-er Jahren nach Wagenhoff bei Gifhorn.
Im Dezember 1945 lebte in der Lindenstraße 18 der aus der Thomas-Müntzer-Straße 15 stammende Haushaltsvorsteher Emil Schwanz (*27.07.1901) mit seiner Ehefrau Olga (*04.10.1900) und dem Sohn Walter (*11.12.1929).
Christoph Cron