Neben weiteren Projekten geht es auch um die Verbesserung der Situation an den Anlegestegen und Umtragen entlang der Werra und die Grundausstattung mit Toilettenanlagen, wünschenswert an der Anlage Mihla, Foto.
Zuletzt eingerichtet: Der TOP-Wanderweg Mihlaer Tal. Weitere zertifizierte Wanderwege werden gewünscht.
Der Bau und die Unterhaltung von Radwegen ist für die Kommunen schwierig. Hier sollte die Zusammenarbeit auch mit Nachbargemeinden, dem Kreis und dem Land verbessert werden.
Im April 1923 wurde die KAG auf der Creuzburg gegründet. Sie ist der Zusammenschluss der Kommunen Hörselberg-Hainich, Wutha-Farnroda, Eisenach, Stadt Amt Creuzburg und Treffurt und des Wartburgkreises. Gemeinsam wollen die Kommunen ihnen wichtige Projekte auf den Weg bringen und dazu nötige Fördermittel beschaffen.
Mit Hilfe der Landesentwicklungsgesellschaft wurde in einer Reihe von arbeitsintensiven Gesprächsrunden gemeinsam Klarheit über die Schwerpunkte der zukünftigen Arbeit gefunden.
Nun ist man dabei, einen Abschlussbericht zu erstellen, der dann auch zukünftige Handlungsgrundlage sein soll.
Die Maßnahmen, die von der Stadt nun noch zusätzlich in den Abschlussbericht eingebracht werden sollen und eine Grundlage neben weiteren gemeinsamen Vorhaben bilden sollen, möchten wir nachfolgend einmal vorstellen.
Wasserwandern
Die vor Jahren begonnene Planungen zur Verbesserung der Infrastruktur für das Wasserwandern auf der Werra sollten wieder aufgegriffen werden. Hier bedarf es keines Neuanfangs, sondern Projekte und Pläne wurden vor Jahren bereits intensiv diskutiert.
In der Stadt Amt Creuzburg geht es speziell um Bootsanleger in Creuzburg, Mihla, Ebenshausen und Frankenroda sowie um die Umtrage am Wehr Mihla. Die in den 90er Jahren genehmigten und errichteten Anlagen sind verschlissen und können nur durch den Einsatz der Kommune, die die jährlichen Unterhaltsarbeiten und baulichen Maßnahmen bisher auf ihre Kosten umgesetzt hat, erhalten werden.
Für die Werraumtrage am Wehr in Mihla sollte, wie bereits in den vormaligen Planungen vorgesehen, eine kombinierte Sitzgruppe mit Toilette vorgesehen werden.
Für die Stadt Amt Creuzburg möchte ich auf das aktuell laufende Verfahren des Ausbaus der Bikestrecke Ebenau verweisen.
Die Bikestrecke ist offiziell genehmigt und genießt allein deshalb ein Alleinstellungsmerkmal in der Region.
Der ursprüngliche Ausbau erfolgte mit Fördermitteln, deren Zweckbindung bis Ende 2026 läuft. Um ein Weiterbetreiben der Strecke, für deren Unterhalt die Stadt Amt Creuzburg kaum die nötigen Ressourcen besitzt, werden seit einiger Zeit Gespräche mit dem Verein Wartburg-Trails" aus Eisenach geführt. Der Verein wäre nach einer Modernisierung der Strecke bereit, diese gänzlich zu übernehmen und zu betreiben. Inzwischen liegt eine Fachplanung für den modernen und attraktiven Ausbau der Strecke vor. Sich daraus ergebende Differenzen mit den Jagdpächtern sind in der Diskussion, aber noch nicht abschließend geklärt
Daher sollte die Bikestrecke Ebenau als Projekt in die Planung aufgenommen werden. Hier wäre die Möglichkeit zur Schaffung eines zukunftsweisenden, attraktiven und die Region stärkenden sportlichen und touristischen Angebots.
Im Gebiet der Stadt Amt Creuzburg wurden mit intensiver Unterstützung und in Zusammenarbeit durch/mit der Naturparkverwaltung sowie mit erheblichen Eigenanteilen der Stadt, in den letzten drei Jahren zwei TOP-Wanderwege (Creuzburg und Mihlaer Tal) geschaffen und zertifiziert.
Dies sollte im Rahmen der Möglichkeiten des Entwicklungsnetzwerkes der KAG schwerpunktmäßig in allen Teilnehmerkommunen betrachtet und fortgesetzt werden.
Für die Stadt Amt Creuzburg ist geplant, als Rundwanderweg zwischen den Ortsteilen Ebenshausen und Frankenroda einen weiteren TOP-Wanderweg („ Gringel") zu schaffen. Hierzu wurden bereits wichtige Voraussetzungen hinsichtlich der Wegeführung und der Möglichkeiten des touristischen Angebots entlang des Weges diskutiert (Orchideengebiet Gringel, historische Kalkröste Frankenroda, Aussichtspunkte im Werratal usw.). Die Stadt ist bereit, ein solches Projekt auch finanziell zu unterstützen.
Im Gebiet der Stadt Amt Creuzburg verlaufen mehrere überregionale Radwege, als wichtigster Weg der Werratalradweg, aber auch der Haineck- Radweg (Ebenshausen, Nazza, Heyeroda) und der Lautertalradweg.
Hier sollte ergänzt werden, dass es bisher keine Verbindung/Anbindung des HaineckRadweges an den Werratalradweg im Bereich des Ortsteiles Ebenshausen gibt.
Im Zusammenhang mit weiteren Überlegungen der KAG und der Stadt sollte der nötige Lückenschluss zwischen Ebenshausen und der „ Grundmühle" (hier Anschluss an den Haineck-Radweg) in die Planung aufgenommen werden. Vorüberlegungen betreffen zwei mögliche Routen, einmal entlang der K 5 als straßenbegleitender Weg oder über private Flächen entlang des Weinberges. Erstere Route wäre aus unserer Sicht zu favorisieren, da so auch eine Anbindung des Naturcampingplatzes Ebenshausen möglich wäre. Gerade diese Anbindung wird nach dem regen Zuspruch für den Campingplatz zu einer dringenden Notwendigkeit.
An dieser Stelle muss darauf verwiesen werden, dass der Stadtrat der Stadt Amt Creuzburg die Erstellung eines eigenen Radwegekonzeptes für das Stadtgebiet beschlossen hat.
Hier soll wie bereits in der Diskussion der jeweiligen Sitzungen der KAG geschehen, auf die nach wie vor bestehenden Unzulänglichkeiten der öffentlichen Verkehrsanbindungen im nördlichen ländlichen Raum des Wartburgkreises verwiesen werden.
Im Amt Creuzburg bestehen erhebliche Defizite in den Verkehrsanbindungen der Ortsteile untereinander und zu den benachbarten Gemeinden und den Städten Eisenach und Mühlhausen.
Dies betrifft vor allem die Möglichkeiten der Erreichbarkeit (oder besser Nichterreichbarkeit) der Ortsteile Frankenroda, Ebenshausen sowie Buchenau und Scherbda mit den zentralen Orten der Stadt Mihla und Creuzburg. Hierbei geht es vor allem darum, dass gerade ältere Mitmenschen kaum die Möglichkeit nutzen können, auf diesem Wege die Einkaufsmöglichkeiten, die Ärzte oder Apotheken und Banken aufzusuchen. Ebenso betroffen sind Jugendliche, die außer dem Schulbusbetrieb (nicht in den Ferien!) keine Möglichkeit haben, Jugendclubs, Arbeitsgemeinschaften, Vereine usw. in den meist in Creuzburg und Mihla vorhandenen Einrichtungen zu besuchen.
Dieser Zustand, der die Lebensqualität im ländlichen Raum erheblich einschränkt, ist in allen Ebenen und immer wieder durch die Verantwortlichen der Stadt und gegenüber dem Kreis vorgetragen worden. Ergebnisse liegen nicht vor.
Die Stadt Amt Creuzburg hat sich inzwischen mit eigenen Mitteln dahingehend geholfen, dass im OT Scherbda mit erheblichen Kostenaufwand und Unterstützung durch das LEADER Förderprogramm eine Mitfahrbank einschließlich neugestalteten Platz eingerichtet wurde. Ein weiteres dringendes Problem ergibt sich durch die bereits genannte fehlende Radwege/Fußwegeanbindung von Ebenshausen zur Landesstraße LI 017 an der Grundmühle.
An der Grundmühle besteht eine „Bedarfshaltestelle“, die von Ebenshäuser Einwohnern genutzt wird, um wegen der fehlenden Busverbindungen entlang der Kreisstraße K 5 ihren Heimatort zu erreichen oder umgekehrt eine Busverbindung nach Mühlhausen, Mihla oder Eisenach.
Dieser mehr als gefährliche Umstand wurde mehrfach kritisiert und Ortsteilbürgermeister Jan Werneburg schaffte es mit einer spektakulären Aktion bis in die Regionalpresse.
Daher sollte gerade dieses Thema unbedingt in die Prioritätenliste der Planung und Umsetzung zur Beseitigung von Defiziten in der Verkehrsanbindung aufgenommen und bearbeitet werden.
Soweit einige Gedanken von vielen, die in der KAG diskutiert werden.
Amt Creuzburg