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Heimatbrief VG Rülzheim
Ausgabe 12/2026
Verbandsgemeinde Rülzheim
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Die Gleichstellungsbeauftragte informiert: Handeln statt zögern – Erste Hilfe am Kind gemeinsam geübt

Am 11. März 2026 fand im Centrum für Kunst und Kultur die Informations- und Praxisveranstaltung „Erste Hilfe am Kind“ statt. Der Kurs wurde in Kooperation zwischen der Gleichstellungsbeauftragten Yvonne Klein und dem Familienbüro der Verbandsgemeinde Rülzheim organisiert und konnte für die Teilnehmenden kostenfrei angeboten werden. Als Referentin führte Tanja Meyer-Kietz vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) durch den Vormittag. Insgesamt 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer – darunter Eltern, Großeltern sowie weitere Interessierte – nahmen an der Veranstaltung teil. Die meisten kamen aus der Verbandsgemeinde Rülzheim, einige auch aus anderen Orten des Landkreises Germersheim. Besonders schön: Einige Säuglinge und Kleinkinder waren ebenfalls mit dabei, sodass die Inhalte direkt im Alltagskontext erlebt werden konnten. Der Kurs vermittelte praxisnah, wie in Notfällen mit Babys und Kindern richtig reagiert werden kann. Zu Beginn wurde die Bedeutung des Notrufs 112 hervorgehoben sowie darauf hingewiesen, wichtige Notfallkontakte im Smartphone zu hinterlegen. Auch die Möglichkeit der Standortübermittlung über das Handy kann im Ernstfall wertvolle Zeit sparen.

Ergänzend wurden wichtige Kinderkrankenhäuser der Region, etwa in Karlsruhe, Landau und Speyer genannt. Neben organisatorischen Tipps ging es vor allem um praktische Erste-Hilfe-Maßnahmen. Thematisiert wurden unter anderem: der Umgang mit Verschlucken, Stichen, Zecken und Verbrennungen bzw. Verbrühungen, Maßnahmen bei Vergiftungen, inklusive Hinweis auf die BfR-App und den Giftnotruf, typische Anzeichen für Herzinfarkt und Schlaganfall, sowie die stabile Seitenlage. Ein wichtiger Bestandteil des Abends war die praktische Übung. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten unter Anleitung selbst aktiv werden – etwa beim Anlegen eines Druckverbands bei offenen Wunden. Besonders intensiv wurde die Herzdruckmassage trainiert: an Übungspuppen für Babys, Kleinkinder, Kinder und Erwachsene. Dabei wurde auch der richtige Rhythmus für die Herzdruckmassage besprochen. Häufig wird der bekannte Takt des Songs „Stayin’ Alive“ empfohlen – allerdings stellte sich heraus, dass die Geschwindigkeit je nach Wiedergabe manchmal schwer einzuschätzen ist. Als alternative Gedächtnisstütze wurde das Pippi-Langstrumpf-Lied genannt.

Aufgrund der großen Nachfrage wird das gleiche Kursangebot bereits am 16.03. erneut stattfinden. Auch darüber hinaus plant das DRK im Landkreis Germersheim gemeinsam mit Kooperationspartnern neue Angebote. In Vorbereitung befindet sich derzeit ein „Babysitterkurs“ für junge Erwachsene und Studierende. Dieser soll neben Erster Hilfe für Babys und Kleinkinder (inklusive Bescheinigung, die auch für den Führerschein genutzt werden kann) weitere Themen umfassen, etwa Kindesentwicklung, Ernährung, Unfallgefahren und Unfallverhütung. Das Seminar soll einen umfassenden Überblick geben – von A wie Aufsichtspflicht bis Z wie Zähneputzen – und jungen Menschen vermitteln, worauf es bei der verantwortungsvollen Betreuung von Kindern ankommt.

Frauen und KI am 25. März von 19:00 bis 20:30 Uhr online

Künstliche Intelligenz bietet Frauen viele Chancen: Sie kann ihre Arbeit erleichtern, ihre Kreativität fördern und ihr Selbstvertrauen stärken. Aber es gibt ein Problem: KI ist nicht neutral. Algorithmen übernehmen oft alte Ungerechtigkeiten. Der Unterschied zwischen Männern und Frauen bei der Nutzung von KI wird größer, und in technischen Berufen fehlen weibliche Vorbilder. Dadurch werden wichtige Stimmen nicht gehört, Vorurteile werden stärker, und Mädchen sehen kaum Frauen in modernen, zukunftsorientierten Jobs. Gleichzeitig werden viele typische Frauenberufe durch Automatisierung bedroht, während neue Berufsfelder entstehen. Die Frage ist daher nicht, ob sich die Welt durch KI verändert – sondern wie wir diese Veränderung gestalten. Frauen können KI nutzen und entwickeln. So können sie mitbestimmen, wie Technologie fairer wird und allen die gleichen Chancen bietet. Der Vortrag gibt Informationen zum KI Gender-Gab, zu Chancen und Handlungsmöglichkeiten von KI und soll Motivationshilfe zur KI-Nutzung geben.

In Kooperation mit den Gleichstellungsstellen Bad Dürkheim, Grünstadt, Landau, Neustadt, Speyer und Südliche Weinstraße

Referentin: Kerstin Gude-Benderoth

Anmeldung: geschaeftsstelle-gleichstellung@neustadt.eu