Das bestehende Netzwerk an automatisierten externen Defibrillatoren (AED) in der Verbandsgemeinde wurde um einen weiteren wichtigen Standort ergänzt: Ab sofort steht an der Grundschule in Leimersheim (Ecke Bücherei/Lehrerparkplatz in der Abraham-Weil-Straße) ein neues Gerät rund um die Uhr für Notfälle zur Verfügung. Von dieser Erweiterung profitieren neben der Grundschule alle Bürgerinnen und Bürger der angrenzenden Straßen. „Wir sind stolz, in Leimersheim an vier Standorten solche Geräte vorzuhalten: Bürgerhaus, Kulturkreishalle, Hugo-Dörrler-Halle und Grundschule, also dort, wo sich in der Regel viele Menschen aufhalten“, so Ortsbürgermeister Matthias Schardt. Er bedankte sich beim Bauhof Leimersheim sowie den Mitarbeitenden der Verbandsgemeinde, die durch ihre engagierte Zusammenarbeit maßgeblich zum Aufbau des Standortes beigetragen haben.
Ein AED, umgangssprachlich auch „Defi“ genannt, kann im Ernstfall Leben retten. Insbesondere bei lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen zählt jede Minute. Je schneller ein solches Gerät bei einer Wiederbelebung zum Einsatz kommt, desto höher sind die Überlebenschancen der betroffenen Person. Die Bedienung der Geräte ist bewusst einfach gehalten und auch für medizinische Laien sicher möglich. Nach dem Einschalten führt eine integrierte Sprachanleitung Schritt für Schritt durch den gesamten Ablauf. Eine Fehlbedienung ist nahezu ausgeschlossen: Der lebensrettende Stromstoß wird nur dann abgegeben, wenn das Gerät zuvor eine entsprechende Herzrhythmusstörung erkannt hat. Wird kein Schock empfohlen, gibt der AED klare Anweisungen für die weitere Vorgehensweise. Zusätzlich verfügen die eingesetzten Geräte über ein modernes Feedbacksystem. Dieses unterstützt Helferinnen und Helfer in Echtzeit, beispielsweise durch Hinweise zur optimalen Drucktiefe bei der Herzdruckmassage. Dadurch wird sowohl die Wirksamkeit der Wiederbelebungsmaßnahmen als auch die Sicherheit für Anwender deutlich verbessert. Nach dem Ende der aktuellen Hitzewelle ist zudem geplant, interessierten Bürgerinnen und Bürgern praktische Einweisungen in die Nutzung der Geräte anzubieten. Ziel ist es, Hemmschwellen abzubauen und möglichst viele Menschen für den Ernstfall vorzubereiten. Weitere Informationen hierzu werden in Kürze veröffentlicht.
Das Angebot an Gesundheitsdienstleistungen in der Verbandsgemeinde wächst weiter: Mit dem neuen Standort des Therapiezentrums Möller in der Schulstraße 3 in Rülzheim erweitert das Gesundheitsunternehmen sein Angebot. Der Standort ist nach Kandel, Freckenfeld, Hagenbach und Maikammer der insgesamt fünfte des Therapiezentrums. Insgesamt kümmern sich 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den fünf Standorten um die Patientinnen und Patienten. Während an den Standorten Maikammer zusätzlich Ergotherapie und Logopädie angeboten werden, liegt der Schwerpunkt in Rülzheim auf der physiotherapeutischen Versorgung. Auf den rund 150 Quadratmetern in der Schulstraße bietet das Team Krankengymnastik, Physiotherapie, manuelle Therapie und Behandlungen bei craniomandibulärer Dysfunktion (Fehlfunktion des Kauapparates, CMD). Ergänzt wird das Angebot durch gesundheitsorientiertes Training und einen aktiven Therapieansatz. Ziel ist es, Beschwerden nicht nur zu behandeln, sondern Menschen dabei zu unterstützen, ihre Gesundheit langfristig zu erhalten und ihre Beweglichkeit nachhaltig zu fördern. Auch Hausbesuche sollen künftig angeboten werden. Hierfür sucht das Therapiezentrum derzeit weitere Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten. Dass die Wahl auf Rülzheim fiel, hat handfeste Gründe: „Wir haben eine Analyse durchgeführt, wo die Abdeckung mit physiotherapeutischen Angeboten ausbaufähig ist. Wir stehen auch mit Kolleginnen und Kollegen und Ärztinnen und Ärzten in Kontakt. Dabei hat sich ergeben, dass ein präventives Programm hier in der Region fehlt. Wir hatten dann Kontakt mit ASD Concepts, aber insbesondere mit Bürgermeister Matthias Schardt und Ortsbürgermeister Michael Braun, die sich beide sehr für uns eingesetzt haben, sodass wir sehr unkompliziert und schnell diesen Standort eröffnen konnten“, sagt Geschäftsführer Heiko Möller.
Schardt und Braun, der Beigeordnete der Verbandsgemeinde für Wirtschaftsförderung und Tourismus, Theo Dreyer, sowie die Ortsgemeindebeigeordneten für Senioren und Teilhabe, Dr. Birgitta Hartenstein, und Wirtschaft und Verkehr, Michael Bahlinger, waren zur Eröffnung vor Ort und informierten sich bei einer Führung durch die Räumlichkeiten über die verschiedenen Therapieangebote. „Gesundheit ist ein hohes Gut und daher ist es ebenso wichtig wie erfreulich, dass wir die Angebote vor Ort für unsere Bevölkerung in diesem Bereich weiter ausbauen können. Dem Team des Therapiezentrums Möller wünschen wir viel Erfolg“, so Schardt und Braun. Termine können telefonisch unter 07272 7702520 oder per E-Mail an ruelzheim@tz-moeller.de vereinbart werden.
Die ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) ist Anlaufstelle für Menschen mit Behinderung. Seit 2024 verfügt sie auch in der Verbandsgemeinde Rülzheim über einen Standort: in der Gutenbergstraße 7. Träger der EUTB sind das Bundesnetzwerk Selbsthilfe seelische Gesundheit und das entsprechende Landesnetzwerk. In der Region Südpfalz/Neustadt verfügt die EUTB über vier Standorte – neben Rülzheim sind das Herxheim, Landau und Neustadt. Derzeit sind vier Mitarbeiterinnen für die Beratungsstelle tätig. In Rülzheim finden Beratungen montags und mittwochs nach Terminvereinbarung statt. In der Regel dauern die kostenlosen, unverbindlichen und vertraulichen Beratungsgespräche ein bis zwei Stunden und finden persönlich statt. Telefonische oder Online-Beratungen sind ebenfalls möglich. Oft suchen Menschen mit psychischen Erkrankungen die Hilfe der EUTB oder bei Autismus und ADHS. Aber auch bei körperlichen Einschränkungen, wie durch ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom), Long Covid, Diabetes oder anderen Erkrankungen ebenso wie bei finanziellen Einschränkungen durch einen Pflegegrad oder Grad der Behinderung steht die EUTB Betroffenen zur Seite. „Wesentlich bei der Beratung ist dabei das Gespräch auf Augenhöhe“, erläutern die beiden Teilhabeberaterinnen Monika Meyerhöffer und Silke Müller. Sie haben aus eigenem Erleben Erfahrungen mit den Erkrankungen, um die es in den Gesprächen geht, gesammelt und können daher qualifiziert, individuell und unabhängig unterstützen: den Bedarf erkennen, aufzeigen, wo die Betroffenen sich am besten hinwenden können, Kontakt vermitteln. „Im Gespräch kommt dann über den eigentlichen Grund des Herkommens oft noch einiges dazu, wobei wir helfen können.“ Bei den meisten Menschen bleibt es bei einem Gespräch, manche kommen auch mehrfach und einige wenige seit Jahren. Wichtig ist, betonen Meyerhöffer und Müller, dass die EUTB keine Rechtsberatung ist. Für Widerspruchs- und Klageverfahren gebe es andere Institutionen, an die die Beraterinnen dann auch verweisen. Die EUTB verfügt über ein großes Netzwerk und findet durch ihre Unabhängigkeit immer die passende Anlaufstelle. „Die Menschen, die zu uns kommen, haben oft eine jahrelange Odyssee hinter sich – wir helfen ihnen dabei, die entsprechenden Unterstützungsangebote zu finden“, so Meyerhöffer und Müller. Lisa Hörhold, Inklusionsbeauftragte der Verbandsgemeinde Rülzheim, und Tanja Lösch, bei der Verwaltung verantwortlich für Teilhabe, betonen: „Das Angebot der EUTB ist ein wichtiger Bestandteil der Unterstützungs- und Beratungslandschaft für unsere Bevölkerung. Wir sind sehr froh, dass es diese Anlaufstelle in unserer Verbandsgemeinde gibt.“
Die Verbandsgemeindewerke arbeiten für die Grünpflege der Versickerungsanlagen in Hördt und Leimersheim künftig mit der Firma agrar-umwelt-technik aus Freckenfeld zusammen. Diese hat im Rahmen der alle drei Jahre stattfindenden Ausschreibung den Auftrag erhalten. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich Mitte August.