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Heimatbrief VG Rülzheim
Ausgabe 34/2026
Verbandsgemeinde Rülzheim
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Mitteilungen der Verwaltung

Weil jede Sekunde zählt: Wehrleiter hat Kommandowagen direkt zur Verfügung

Bei Gefahrenlagen kommt es im Zweifel auf jede Sekunde an. Um schneller vor Ort zu sein und Maßnahmen einzuleiten, verfügt die Feuerwehr nun über einen Kommandowagen. Der Kommandowagen ist dem Wehrleiter beziehungsweise dessen Stellvertretung dienstlich unmittelbar zugeordnet und steht dauerhaft einsatzbereit zur Verfügung. So kann er im Alarmierungsfall direkt zur Einsatzstelle fahren, ohne den Umweg über das Feuerwehrhaus nehmen zu müssen. Vor Ort kann er sofort die erforderlichen Maßnahmen einleiten, noch bevor die Kameradinnen und Kameraden den Einsatzort erreichen. Diese Effizienzsteigerung kann im Zweifel Leben retten oder Gefahren für Bevölkerung und Einsatzkräfte verringern. Kommandowagen sind inzwischen laut Feuerwehrverordnung für alle Freiwilligen Feuerwehren der Verbandsgemeinden im Land Rheinland-Pfalz vorgesehen. Aufgrund der speziellen Anforderungen in der Verbandsgemeinde Rülzheim wurde bei der Beschaffung Wert auf Geländegängigkeit und eine hohe Anhängelast gelegt. In den Wäldern oder der Hördter Rheinaue ist dies zwingend notwendig. Aus diesem Grund verfügt der Wagen auch über eine Ladefläche für Ausrüstung. Der Kommandowagen ist so ausgestattet, dass er die Wehrleitung nicht nur schnell an die Einsatzstelle bringt, sondern auch erste notwendige Maßnahmen unterstützt. Auf dem Fahrzeug werden unter anderem Material zur Einsatzführung, Ausrüstung zur Absicherung von Einsatzstellen, Gasmesstechnik sowie ein Erste-Hilfe-Koffer mitgeführt. Die Ladefläche ermöglicht zusätzlich den Transport weiterer Ausrüstung und kann lageabhängig auch genutzt werden, um Material in schwer zugängliche Bereiche zu bringen. Aufgrund seiner Geländegängigkeit erreicht der Wagen Einsatzstellen, die mit größeren Fahrzeugen oder Rettungswagen nur eingeschränkt oder gar nicht erreichbar sind. In der Praxis war der im Juni ausgelieferte Wagen bereits rund 30 Mal im Einsatz und hat sich laut Wehrleiter Andreas Leingang und dessen Stellvertreter Matthias Serr bereits bewährt: „Der Zeitgewinn durch den direkten Weg zum Einsatzort ist signifikant und ermöglicht uns eine deutlich schnellere Reaktion. Beim Großbrand in der Lilienstraße in Kuhardt, um ein Beispiel zu nennen, war das ein großer Vorteil.“ Bürgermeister Matthias Schardt betont die Wichtigkeit des Bevölkerungsschutzes: „Im Einsatzfall können Minuten oder Sekunden entscheidend sein. Es ist unsere Aufgabe, die Bürgerinnen und Bürger bestmöglich zu schützen. Dazu ist es notwendig, unsere Freiwillige Feuerwehr optimal auszustatten, um dies zu gewährleisten. Der Wehrleiter und sein Stellvertreter sind außerdem rund um die Uhr einsatzbereit für unsere Gemeinschaft, das wird oft übersehen und ist nicht selbstverständlich. Dafür sind wir sehr dankbar.“