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Heimatbrief Verbandsgemeinde Rülzheim
Ausgabe 43/2020
Ortsgemeinde Rülzheim
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Vogel- und Naturschutzverein Rülzheim

Nicht schlecht staunten die Verantwortlichen des Vogel- und Naturschutzvereins Rülzheim angesichts der Teilnehmerzahl, die sich letzten Samstagvormittag zur Reinigung der vielen Nistkästen des Vereins auf dem Festwiesengelände eingefunden hatte. 16 Helfer, ausgestattet mit Handschuhen, einer kleinen Spachtel und einem Handfeger, waren dem Ruf des VNR gefolgt, um bei herbstlich angenehmen Temperaturen den gefiederten Sängern zu einem behaglicheren Zuhause zu verhelfen. Während ein Teil der Helfer mit der Säuberung des Vereinsheims und der Dachrinnen begann, machten sich die übrigen drei Gruppen alsbald auf den Weg in den Wald. Dabei wurden jede Menge muffige Altnester, verlassene Hornissen- und Wespenwohnungen sowie staubige Bodenablagerungen aus den Vogelwohnungen entfernt. Ihre Überraschung konnten besonders die jungen Naturfreunde kaum verbergen, als sie in einigen Wohnquartieren Fledermäuse der unterschiedlichsten Arten vorfanden. Einen großen Schrecken verursachten aus ihrem Schlaf gerissene Mäuse, wenn sie aus ihren kugeligen Betten ins Freie sprangen. Gespannt waren die Rülzheimer Vogelliebhaber, ob sich, wie von den Bellheimer Kanarien- und Vogelfreunden gemeldet, auch bei uns viele tote junge Blaumeisen in den Nistkästen fänden, verhungert, weil eine todbringende Lungenkrankheit ihre Eltern dahingerafft hatte. Glücklicherweise fand sich bei keinem der von den drei Trupps kontrollierten Kästen auch nur eine tote Blaumeise. Nach knapp drei Stunden wurde das Reinigen, Zählen und Dokumentieren von 188 besuchten Nistkästen beendet – die restlichen 40-50 Nistkästen will man im Laufe der nächsten Tage unter die Lupe nehmen - und man machte sich auf den Rückweg. Bei heißen Würstchen, vorbereitet von den Zurückgebliebenen im Vereinshaus, und allerlei Getränken, wurden Beobachtungen ausgetauscht und neue Bekanntschaften geknüpft. „So geht Gemeinsamkeit“, freuten sich die Teilnehmer ob der angenehmen Stunden als Gäste des VNR. Der Verein zählt mittlerweile knapp 150 Mitglieder und ist bestrebt, sich für die Zukunft neu aufzustellen. Hierzu sind neue Mitglieder jederzeit willkommen und „alte“ aufgerufen, ihren Verein nach allen möglichen Kräften zu unterstützen. Kontakt jederzeit unter reinhold.hartweg@vnrev.de möglich.

Unsere jüngsten Helfer Nicolas, Katharina, Philipp und Yosan staunen über die Größe der zwei Großen Abendsegler.

Foto: Stefan Geiger