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Ausgabe 5/2026
Sonstiges
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Diese Gemüsesorten können Sie ganz einfach selbst anbauen

 

Hohe Energiepreise könnten Lebensmittel verteuern. Gemüse selbst anzubauen, wird zur kostensparenden Alternative für Verbraucher. Platz dafür ist auch auf dem Balkon oder der Fensterbank.

Experten befürchten, dass aufgrund des Iran-Kriegs die Lebensmittelpreise steigen. Denn durch die massiv gestiegenen Öl- und Gaspreise sind auch die Preise für Diesel und Dünger in die Höhe geschossen. Beides ist essenziell für die Feldarbeit, die genau jetzt im März beginnt. Und das wiederum kann sich negativ auf die Lebensmittelpreise auswirken.

So appellierte etwa Bauernpräsident Joachim Rukwied im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa: "Diese Kostensteigerungen können von der Landwirtschaft schlichtweg nicht getragen werden. Wir brauchen zwingend höhere Preise für unsere Produkte."

Darum ist Dünger gerade teuer

Erdgas ist für die Düngerherstellung essenziell. Beispielweise wird für Stickstoffdünger Ammoniak, Harnstoff und Nitrat benötigt, und diese stammen aus Erdgas. Hinzu kommt der hohe Energieverbrauch bei der Düngerproduktion.

Besonders betroffen wären laut Branchenexperten neben Getreideprodukten auch Gemüse. Doch vor teurem Gemüse können sich Verbraucher etwas schützen, indem sie es selbst anbauen. Das geht sowohl auf dem Balkon als auch auf der Terrasse. Sogar auf der Fensterbank gedeihen bestimmte Gemüsesorten.

 

Gemüse im Kübel und Blumenkasten anbauen

Wer kaum Platz auf seiner Terrasse oder seinem Balkon hat, kann Gemüse auch im Kübel oder gar im Blumenkasten anbauen. Dafür eignen sich zum Beispiel:

  • Naschgurken/Snackgurken
  • kleinfrüchtige Paprika
  • Tomaten (Cocktailtomaten)
  • Chili
  • Zucchini
  • Bohnen
  • Salate (Pflücksalat, Spinat, Feldsalat, Mangold)
  • Aubergine
  • Kartoffeln
  • Karotten (Sorte "Pariser Markt")
  • Zuckererbsen

Wer sein Gemüse aus Samen züchten möchte, sollte diese schon jetzt auf der Fensterbank im Haus vorkeimen lassen. Das erhöht die Chance, dass die Pflanzen später wirklich gut wachsen. Fehlt die Geduld für das Vorkeimen, eignen sich auch Jungpflanzen aus dem Gartencenter. Hier eignen sich besonders Gemüsesorten, die explizit als Balkon- oder Kübelpflanze ausgezeichnet werden.

Als Substrat eignet sich zwar gängige Pflanzenerde. Damit die Ernte jedoch üppig ausfällt, empfehlen Experten spezielle Gemüseerde. Sie enthält meist mehr Nährstoffe als gängige Pflanzenerde. Aus Umweltschutzgründen sollte sie jedoch torffrei sein.

Das Pflanzgefäß sollte möglichst groß - und bei bestimmtem Gemüse, wie Kartoffeln oder Möhren, möglichst tief - sein. Zum einen, damit die Pflanzen ausreichend Platz haben. Zum anderen, da dort Nährstoffe und Feuchtigkeit besser gespeichert werden.

Wichtig bei Gemüsepflanzen im Kübel ist jedoch das richtige Gießen. So sollte Staunässe, aber auch ein trockener Boden vermieden werden. Das bedeutet, dass wesentlich häufiger gegossen werden muss als bei einem Gemüsebeet - dafür eine geringere Wassermenge. So kann es durchaus sein, dass Hobbygärtner täglich gießen müssen. An heißen Tagen idealerweise frühmorgens.

Bestimmte Pflanzen zählen zu den sogenannten Starkzehrern. Das bedeutet, sie brauchen viel Stickstoff, damit sie wachsen und gedeihen. Zu ihnen zählen etwa Kürbisgewächse, Tomaten und Paprika. Bohnen und Salate sind hingegen genügsamer.

 

 

Gemüse im Hochbeet anbauen

Ist der Balkon etwas größer, kann man auch ein Hochbeet mit Gemüse bepflanzen.

Dafür eignen sich Gemüsesorten mit kurzer Kulturdauer oder langer Erntezeit. Wichtig ist außerdem eine kompakte Wuchsform - ideal sind Pflanzen, die eher in die Höhe als in die Breite wachsen. Dazu zählen etwa:

  • Radieschen
  • Salate (Pflücksalat, Spinat, Feldsalat, Mangold)
  • Kohlrabi
  • Rettiche
  • Mangold
  • Buschbohnen
  • Zucchini

Viele dieser Gemüsesorten lassen sich direkt im Hochbeet aussäen. Wer jedoch schneller ernten möchte, kann auch hier vorgezogene Jungpflanzen einsetzen. Das ist besonders bei Paprika, Chili oder Tomaten sinnvoll, da diese Pflanzen eine längere Entwicklungszeit haben.

Bevor es jedoch an das Aussäen oder Einpflanzen geht, muss das Hochbeet erst gebaut werden. Meist besteht es aus Holz, Stein oder Metall. Es ist in der Regel 70 bis 80 Zentimeter hoch. Damit die Pflanzen gut erreichbar sind, sollte es nicht breiter als etwa 120 Zentimeter sein. Wichtig ist ein stabiler Rahmen und ein Schutz vor Wühlmäusen. Dafür wird häufig ein Drahtgitter am Boden ausgelegt. Innen schützt eine Folie das Material vor Feuchtigkeit. Wer zwei linke Hände hat, kann auch ein fertiges Hochbeet im Baumarkt kaufen.

 

 

Danach wird das Beet schichtweise befüllt. Die unterste Lage bildet grober Pflanzen- und Strauchschnitt, darüber kommen Laub und Kompost. Die oberste Schicht besteht aus Gartenerde oder Hochbeeterde.

Der Standort sollte möglichst sonnig sein. Ideal ist ein Standort, der Richtung Süden zeigt. So bekommen die Pflanzen gleichmäßig Licht und können gut wachsen.

Im Hochbeet ist der geeignete Pflanzennachbar ebenfalls wichtig. Zu Kletterzucchini oder Spinat passen beispielsweise Rote Bete oder Kapuzinerkresse. Auch Schnittlauch, Tomatenpaprika oder Andenbeeren können gemeinsam wachsen und bringen Vielfalt im Beet. Ungeeignet ist hingegen die Kombination von Tomaten- und Kartoffelpflanzen.

Und auch beim Hochbeet gilt: regelmäßig gießen. Denn es trocknet schneller aus als normale Beete. Frisch eingesetzte Jungpflanzen wie Paprika oder Auberginen benötigen in den ersten zwei Wochen besonders viel Wasser. Danach reicht meist eine gleichmäßige, aber sparsamere Bewässerung.

 

 

Gemüse von der Fensterbank

Wer weder Terrasse noch Balkon hat, kann sich auch mit Kräutern und Gemüse von der Fensterbank versorgen. Besonders geeignet sind schnell wachsende und pflegeleichte Pflanzen wie:

  • Schnittlauch
  • Minze
  • Oregano
  • Salate (Pflücksalat, Spinat, Feldsalat, Mangold, Rucola)
  • Radieschen
  • Frühlingszwiebeln

Einige Sorten lassen sich sogar mehrfach ernten, da sie nach dem Schnitt wieder nachwachsen. Wichtig für den Fensterbank-Garten ist eine lockere, nährstoffreiche Erde. Am besten eignet sich spezielle Kräuter- oder Gemüseerde. Sie versorgt die Pflanzen mit wichtigen Nährstoffen und stellt zudem sicher, dass Wasser gespeichert, aber Staunässe vermieden wird.

Auch der Lichteinfall ist entscheidend. Kräuter und Gemüse mögen viel Licht. Ideal ist also eine helle Fensterbank, zum Beispiel an einem Süd- oder Westfenster. Hier sollten die Blumentöpfe mit Tomaten, Paprika, Buschbohnen, Rucola und Frühlingszwiebeln stehen. Es gibt jedoch auch Pflanzen, die mit Halbschatten zurechtkommen - zum Beispiel Spinat, Radieschen, Mangold. Wichtig ist, dass sie täglich mehrere Stunden Tageslicht bekommen.

Wie alle Gemüse- und Kräuterpflanzen im Topf sollten auch diejenigen auf der Fensterbank regelmäßig gegossen werden. Eine möglichst leicht feuchte, jedoch nicht dauerhaft nasse Erde ist ideal. Denn Staunässe kann den Wurzeln schaden. Trocknet die Erde zu stark aus, wachsen die Pflanzen schlechter, entwickeln einen intensiveren, teilweise bitteren Geschmack oder ihre Früchte gehen ein.

Verwendete Quellen:

  • meine-ernte.de: "Indoor-Garten"
  • mein-schoener-garten.de: "Gemüse für Hochbeete"
  • plantura.garden: "Pflanzen für die Fensterbank im Winter"
  • mein-schoener-garten.de: "Balkongemüse Anbau Sorten und Tipps"
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa