„Otto Ludwig ist nicht vergessen - alleine schon der Umstand, dass die Stadt sich Otto-Ludwig-Stadt Eisfeld nennt, legt darüber Zeugnis ab“, so Eisfelds Bürgermeister Sven Gregor am 12. Februar 2023. Anlässlich des 210. Geburtstages von Otto Ludwig hatte die Stadt Eisfeld und der „Verein Freunde von Kirche und Schloss zu Eisfeld e. V.“ zu einer Gedenkfeier am Denkmal vor dem Eisfelder Schloss eingeladen.
In seiner Rede ging Bürgermeister Sven Gregor, der auch Vorsitzender des Vereins Freunde von Kirche und Schloss zu Eisfeld ist, auf das Leben und Wirken des Dichters ein, der sich selbst „Otto Ludwig aus Eisfeld“ nannte. Zahlreiche Orte im Werrastädtchen künden vom Leben und Wirken des Eisfelder Dichters. Dazu zählen das Eisfelder Schloss mit dem Otto Ludwig Festsaal, die Dichtergedenkstätte Otto Ludwig im Otto Ludwig Garten mit dem Denkmal, die Regelschule Otto Ludwig oder auch eine Eisfelder Straße, die nach ihm benannt wurde.
Das Denkmal vor dem Eisfelder Museum, ist ein Geschenk Herzog Georg II. von Sachsen-Meiningen, „der die dramatischen Werke des Dichters, besonders den ´Erbförster´ und die ´Makkabäer´ für wertvoll hielt und sie im Meininger Theater in regelmäßigen Abständen bis zum 1. Weltkrieg aufführen ließ“.
Nach den Worten Gregors hat die Stadt allen Grund, Otto Ludwig zu ehren und sein geistiges Schaffen zu würdigen, „uns in seine Werke zu vertiefen und die Dichtergedenkstätten in Eisfeld zu erhalten und zu pflegen“. „Wenn wir das tun, wird die Otto Ludwig Stadt Eisfeld auch in Zukunft mit Erfolg dazu beitragen, dass das geistige Erbe des Dichters nicht vergessen wird und dass die Schlussworte Otto Ludwigs in seiner Novelle `Zwischen Himmel und Erde` in Erfüllung gehen. Diese lauten da: „Lass dich vom Verstande leiten, aber verletze nicht die Schranken des Gefühls. Kehre dich nicht tadelnd von der Welt, wie sie ist. Suche ihr gerecht zu werden, dann wirst du gerecht. Und in diesem Sinne sei Dein Wandel zwischen Himmel und Erde.“
Otto Ludwig, am 12. Februar 1813 in Eisfeld geboren, hatte 1842 seine Heimatstadt für immer verlassen und verstarb am 25. Februar 1865 in Dresden.
Text & Fotos: Karl-Wolfgang Fleißig