Katastrophen und Notlagen kommen selten angekündigt. Umso wichtiger ist es, vorbereitet zu sein. Bevölkerungsschutz bedeutet nicht nur Einsatzkräfte und Behörden - auch jede Bürgerin und jeder Bürger kann einen wichtigen Beitrag leisten.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt, Vorsorge schrittweise und alltagstauglich anzugehen. Unsere Stadt greift diesen Ansatz auf und stellt jeden Monat ein Thema in den Mittelpunkt, das Ihnen hilft, sich und andere besser zu schützen.
Wenn plötzlich der Strom ausfällt
Ein länger andauernder Stromausfall betrifft viele Lebensbereiche gleichzeitig: Beleuchtung, Kommunikation, Heizung, Einkaufsmöglichkeiten und unter Umständen auch die Wasserversorgung.
Ziel der Vorsorge ist es, die eigene Handlungsfähigkeit zu erhalten und Risiken zu vermeiden.
BBK empfiehlt:
| • | Taschenlampen und Ersatzbatterien bereithalten |
| • | Batterie- oder Kurbelradio nutzen |
| • | Powerbank regelmäßig aufladen |
| • | Auf offenes Feuer in Innenräumen verzichten |
Besondere Aufmerksamkeit gilt elektrisch betriebenen Medizinprodukten. Betroffene Personen sollten frühzeitig mit ihrem Energieversorger und medizinischen Dienstleistern Kontakt aufnehmen.
Rechtlicher Hinweis: Die Informationen ersetzen keine Anweisungen der zuständigen Behörden.
Merksatz: Licht, Information und Ruhe sind die wichtigsten Begleiter im Dunkeln.
Verhalten während eines Stromausfalls
| • | Bewahren Sie Ruhe. |
| • | Prüfen Sie, ob nur Ihre Wohnung oder das gesamte Umfeld betroffen ist. |
| • | Schalten Sie unnötige elektrische Geräte aus. |
| • | Kühlschränke und Gefriertruhen möglichst geschlossen halten. |
| • | Nutzen Sie Radio oder offizielle Warnmeldungen zur Information. |
| • | Unterstützen Sie ältere oder hilfsbedürftige Nachbarn. |
Kerzen sollten nur standsicher auf nicht brennbaren Unterlagen verwendet und niemals unbeaufsichtigt gelassen werden.
BBK-Checkliste:
| • | Taschenlampen funktionsfähig |
| • | Batterien vorhanden |
| • | Radio einsatzbereit |
| • | Nachbarschaftskontakt gepflegt |
Rechtlicher Hinweis: Die Nutzung alternativer Energiequellen erfolgt auf eigene Verantwortung.
Merksatz: Vorbereitung gibt Orientierung - auch ohne Strom.
Wenn die Heizung ausfällt
Ohne Strom funktioniert vielleicht auch Ihre Heizung nicht. Wenn im Winter die Heizung ausfällt, können Räume schnell auskühlen. Für den Innenraum zugelassene Gasheizer, Ethanolkamine oder Petroleumöfen funktionieren ohne Strom und können in Innenräumen sicher genutzt werden.
Das können Sie tun
| • | Mit warmer Kleidung, Decken und Schlafsäcken können Sie den Ausfall eine Zeit lang überbrücken. |
| • | Fenster und Türen geschlossen halten, um Auskühlen zu vermeiden, aber: Regelmäßiges Stoßlüften! Fenster für wenige Minuten ganz weit öffnen, um die Luftqualität zu verbessern. |
Ohne Strom kochen
Bei einem Stromausfall funktioniert Ihr Elektroherd nicht mehr.
Haben Sie einen Gasherd, können Sie diesen oft weiterhin nutzen. Es gibt auch noch weitere Alternativen:
| Damit können Sie in Räumen kochen: | |
| • | Ein Stövchen mit Teelicht kann Essen aufwärmen (zum Beispiel Fertigsuppe). |
| • | Ein Fondue-Set mit Brennpaste kann Essen in kleinen Mengen zum Kochen bringen. |
| • | Ein Gaskocher kann zum Kochen genutzt werden, wenn er für die Nutzung in Innenräumen zugelassen ist. |
| Damit sollten Sie nur im Freien kochen: | |
| • | Camping-Kocher mit Gaskartusche |
| • | Gas- oder Holzkohle-Grill |
Wichtig!
Gefahren beim Kochen und Heizen ohne Strom Nutzen Sie innen nur Geräte, die für Innenräume zugelassen sind! Sie sind mit speziellen Sicherungsmechanismen versehen. Achtung auch bei offenem Feuer in Innenräumen! Wenn zu wenig Sauerstoff in der Atemluft ist, kann bei der Verbrennung Kohlenmonoxid entstehen. Eine Kohlenmonoxidvergiftung ist lebensgefährlich. Installieren Sie am besten geprüfte und zugelassene Kohlenmonoxid-Melder. Diese lösen bei einer kritischen Konzentration Alarm aus.