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Eisfelder Amtsblatt
Ausgabe 8/2026
Nichtamtlicher Teil
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Regionalplan Windenergie - Verantwortung gemeinsam wahrnehmen

Die geplanten Windvorranggebiete und der Entwurf des Regionalplans haben in den vergangenen Wochen viele Menschen in unserer Stadt beschäftigt. Umso mehr hat es mich gefreut, dass sich zahlreiche Einwohner im Rahmen unserer Einwohnerversammlung am 29. Juni informiert, Fragen gestellt und sich sachlich an der Diskussion beteiligt haben. Auch die vielen persönlichen Gespräche und Rückmeldungen im Nachgang waren wertvoll. Innerhalb der Verwaltung sowie im intensiven Austausch mit dem Stadtrat wurde die Thematik ebenfalls ausführlich beraten.

Dafür möchte ich mich bei allen Beteiligten herzlich bedanken.

Mir war von Anfang an wichtig, das Thema transparent zu begleiten und die komplexen Zusammenhänge verständlich zu erläutern. Gleichzeitig war es unser gemeinsames Ziel, die Interessen unserer Stadt fundiert, verantwortungsvoll und nachvollziehbar in das Beteiligungsverfahren einzubringen.

Aus diesem Grund haben die Stadtverwaltung, der Stadtrat und ich jeweils eine eigenständige Stellungnahme zum Regionalplan erarbeitet. Alle drei Stellungnahmen verfolgen dasselbe Ziel: die Energiewende konstruktiv zu begleiten und gleichzeitig darauf hinzuwirken, dass die örtlichen Gegebenheiten sowie die Interessen der Menschen vor Ort, unserer Natur und der kommunalen Entwicklung im weiteren Verfahren angemessen berücksichtigt werden. Unsere Kritik richtet sich dabei nicht gegen die Windenergie an sich, sondern gegen einzelne Aspekte des vorliegenden Planentwurfs sowie gegen das übergeordnete Vorgehen von Bund und Land, das auf pauschalen Vorgaben basiert und den regionalen Besonderheiten aus unserer Sicht nicht ausreichend Rechnung trägt. Die Stellungnahme des Stadtrates finden Sie auf der Internetseite der Stadt Eisfeld. Dort können Sie sich über die Bewertung des Planentwurfs und die Forderungen des Stadtrates informieren.

Ich bin überzeugt, dass wir unsere Argumente sachlich, fundiert und mit einer klaren Haltung in das Verfahren eingebracht haben. Nun erwarten wir, dass unsere Hinweise und Forderungen im weiteren Verfahren sorgfältig geprüft und bei der Überarbeitung des Regionalplans angemessen berücksichtigt werden. Dazu gehört aus unserer Sicht auch eine noch stärkere Berücksichtigung regionaler und länderübergreifender Zusammenhänge, damit am Ende ein ausgewogener und nachvollziehbarer Plan entsteht.

Über die weiteren Entwicklungen und den Fortgang des Verfahrens werden wir Sie selbstverständlich transparent informieren.

Christoph Bauer

Bürgermeister der Stadt Eisfeld