In unserer Region startet bald wieder das Rebhuhnmonitoring. Die Balzzeit der Tiere bietet die beste Gelegenheit, ihre Bestände zu erfassen - und bildet zugleich die Grundlage für neue, geförderte Schutzmaßnahmen, die gemeinsam mit landwirtschaftlichen Betrieben umgesetzt werden sollen.
Hinhören lohnt sich - das Rebhuhn ruft wieder!
Wer zwischen Februar und März in der Feldflur unterwegs ist, sollte in der Dämmerung die Ohren spitzen: Jetzt beginnt wieder die Balzzeit des Rebhuhns. Der charakteristische Ruf der Männchen ist dann besonders gut zu hören - oder vielleicht doch der unserer ehrenamtlichen Rebhuhnkartiererinnen und -kartierer?
Der Landschaftspflegeverband Mittelthüringen e.V. führt auch in diesem Jahr im Rahmen des Projekts „Rebhuhn retten - Vielfalt fördern!“ ein Rebhuhnmonitoring durch. Dabei werden feste Zählrouten in der Agrarlandschaft begangen. Ehrenamtliche spielen in regelmäßigen Abständen den Ruf eines Rebhahns ab. Die balzaktiven Männchen antworten - so können Vorkommen zuverlässig erfasst werden. Die Zählrouten sind etwa ein bis anderthalb Kilometer lang und verlaufen auf Feldwegen durch unsere Flur.
Die Kartierungen finden vom 11. Februar bis 20. März in der Abenddämmerung statt.
Jetzt noch beim Rebhuhnmonitoring mitmachen
Für die laufende Saison werden noch engagierte Freiwillige gesucht. Vorkenntnisse sind kaum erforderlich - eine Einführung wird bereitgestellt. Wer gern draußen unterwegs ist und einen Beitrag zum Artenschutz leisten möchte, ist herzlich willkommen sich bei untenstehendem Kontakt zu melden.
Auch zufällige Beobachtungen sind wertvoll: Wer einen Rebhuhnruf hört oder Tiere sieht, kann diese Hinweise ebenfalls an uns melden.
Die erhobenen Daten sind eine wichtige Grundlage, um Schutzmaßnahmen gezielt dort umzusetzen, wo Rebhühner tatsächlich vorkommen. Denn nur wenn bekannt ist, wo die Tiere noch leben, können Lebensräume dort verbessert und langfristig gesichert werden.
Aus Wissen wird Handeln: Förderung für Rebhuhnschutzmaßnahmen
Die Ergebnisse des Monitorings fließen direkt in die praktische Arbeit vor Ort ein. Für 2026 stehen in der Projektregion wieder finanzielle Mittel zur Verfügung, um konkrete Maßnahmen zum Schutz des Rebhuhns umzusetzen. Gefördert werden die Anlage von Brachen und Blühflächen sowie deren angepasste Bewirtschaftung. Solche Flächen bieten dem Rebhuhn Nahrung, Deckung und vor allem einen sicheren Brutplatz und kommen gleichzeitig vielen weiteren Arten der Feldflur zugute.
Landwirtinnen und Landwirte aus der Projektregion, die Interesse an einer Teilnahme haben, können sich kostenfrei beraten lassen. Besonders dort, wo das Monitoring Rebhuhnvorkommen zeigt, können so gezielt Lebensräume verbessert werden.
Jeder teilnehmende Betrieb leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt in unserer Agrarlandschaft.
Wenn Sie Fragen haben oder mehr erfahren möchten, melden Sie sich gerne bei untenstehendem Kontakt.
Projektkontakt:
Anne Seeber, Landschaftspflegeverband Mittelthüringen e.V.,
Am Stausee 36 e, 99439 Am Ettersberg,
Tel: 036452/149894, E-Mail: seeber@lpv-mittelthueringen.de,
www.lpv-mittelthueringen.de